Lichtinstallation zum Jubiläum der UN-Behindertenrechtskonvention

Das angestrahlte Rathaus., Foto: Patrick Mayr
Foto: Patrick Mayr

Ein leuchtendes Zeichen am Marienplatz

(26.3.2019) München setzte ein Zeichen: Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wurden am Dienstag ab 19 Uhr das Rathaus und die Frauenkirche mit einer Lichtinstallation geschmückt. Die Aktion sollte vor allem auf eines aufmerksam machen.

Zwei Münchner Wahrzeichen werden zu Symbolen für Gleichheit

Das angestrahlte Rathaus., Foto: Patrick Mayr
Foto: Patrick Mayr

München leuchtet - am Abend gilt das in der Altstadt sowieso immer, doch am Dienstag galt es ganz besonders. Eine Lichtinstallation an zwei Wahrzeichen, die einen wichtigen Hintergrund hatte:

Vor zehn Jahren ratifizierte Deutschland das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und aus diesem Anlass hat auch München ein Zeichen gesetzt: Am Dienstag wurden das Neue Rathaus sowie die Westseite der Frauenkirche von 19 bis 22 Uhr mit einer Lichtinstallation angestrahlt, die Symbole und Begriffe der UN-Behindertenrechtskonvention zeigte. Die beiden Münchner Sehenswürdigkeiten blieben anschließend bis 0:30 Uhr weiter beleuchtet.

Ziel der Installation war es, darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen mit und ohne Behinderung dieselben Rechte auf Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe haben.

„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und geht uns deshalb alle an. Die UN-Behindertenrechtskonvention stellt unmissverständlich klar, dass die allgemeinen Menschenrechte genauso für Menschen mit Behinderungen gelten“, so Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. „Sie konkretisiert diese Rechte und unterstreicht damit ihr selbstverständliches und uneingeschränktes Anrecht auf Teilhabe und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.“

Im April wird wohl über 2. Aktionsplan zur Inklusion beraten

Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, ergänzt: „Die Qualität einer Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie auf besondere Anforderungen reagiert. Das Recht des Stärkeren war noch nie ein tragfähiges Erfolgsmodell in der Menschheitsgeschichte. Das Recht auf Teilhabe und Inklusion ist ein unabdingbarer Grundsatz in der demokratischen, in der modernen Gesellschaft.“

Die Stadt München hat im Jahr 2013 den 1. Aktionsplan zur Inklusion beschlossen, dessen konkrete Maßnahmen auch umgesetzt wurden. Im April 2019 wird sich der Stadtrat nun voraussichtlich mit dem 2. Aktionsplan zu diesem Thema befassen, an dem – wie schon beim Vorgänger – alle Referate der Stadt beteiligt sind.

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