Aktionsprogramm "Zukunft S-Bahn München" geht weiter

S-Bahn Umland

Zahlreiche Neuerungen in diesem Jahr

(13.3.2019) Das Aktionsprogramm „Zukunft S-Bahn München“ geht in die zweite Runde: Auf einer Pressekonferenz wurden heute weitere Innovationen für das Jahr 2019 und darüber hinaus vorgestellt. Wir haben die wichtigsten Neuerungen für Euch zusammengefasst.

Verschönerte Bahnhöfe, bessere Fahrgast-Infos

S-Bahn in München., Foto: Uwe Miethe/Deutsche Bahn AG
Foto: Uwe Miethe/Deutsche Bahn AG

Neugestaltung der Tunnelbahnhöfe
In diesem Jahr wird mit den Hauptbaumaßnahmen für die Umgestaltung der acht unterirdischen Bahnhöfe begonnen. 2019 liegen die Schwerpunkte am Hauptbahnhof (Foto), Marienplatz und Rosenheimer Platz. Unter anderem werden hierbei die Decken verschönert und die Bahnsteigausstattung wie etwa die Sitzgelegenheiten verbessert. Die Umgestaltung aller acht Tiefbahnhöfe soll 2021 abgeschlossen sein.

Echtzeitinformationen auf allen Kanälen
Nachdem S-Bahnkunden derzeit bereits in der Livemap in der München Navigator App über den Status ihrer S-Bahn informiert werden, soll dies nun auch bei den Infoscreens der Züge und an den Fahrsteigen eingeführt werden. Fahrgäste bekommen dann beispielsweise Infos über Anschlussmöglichkeiten oder alternative Routen bei Verspätungen. „Wir starten damit in ein neues Zeitalter der Fahrgastinformation – hin zu konsistenten Echtzeitdaten auf allen Kanälen“, so Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München.

Moderne Info-Anlagen an allen Stationen
In diesem Jahr werden alle Stationen, also auch die Außenäste, der S-Bahn München mit modernen Informationsanlagen ausgestattet, wie man sie bereits aus dem Innenstadtbereich kennt.

Modernisierung der Fahrzeuge wird fortgesetzt

Bis Ende 2020 werden alle 238 Züge des Typs ET 423 (Foto oben) im Auftrag des Freistaats umgebaut. Außerdem wird ein neuer WhatsApp-Service eingeführt, über den Fahrgäste Verunreinigungen oder Defekte melden können und die dann möglichst schnell behoben werden.

Barrierefreiheit wird weiter verbessert
115 Stationen sind bereits komplett oder eingeschränkt barrierefrei, in diesem Jahr kommen drei weitere dazu, sodass dann 118 von 150 S-Bahn-Stationen barrierefrei zugänglich sind.

Ein paar interessante Zahlen zur Münchner S-Bahn

  • Fahrgäste an Werktagen: bis zu 840.000
  • Mitarbeiter: ca. 1.200
  • Pünktlichkeit 2018: 94,0 Prozent
  • Anzahl S-Bahn-Stationen: 150
  • Länge des S-Bahn-Netzes: 434 Kilometer
  • Anzahl Zugkilometer/Jahr: 20,7 Millionen

Erstes Maßnahmen-Paket zeigt bereits Wirkung

Vorstellung Aktionsprogramm Zukunft S-Bahn München, Foto: Deutsche Bahn AG
Foto: Deutsche Bahn AG

Bereits im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Zukunft S-Bahn München“ umgesetzt, die auch schon positive Wirkung zeigten. Mit der Etablierung von Einstiegslotsen konnten etwa die Abfahrtszeiten und damit die Pünktlichkeit verbessert werden.

Durch die Einzäunung des gesamten Stammstreckenbereichs wurde die Zahl der „Personen im Gleis“ um 20 Prozent im vergangenen Jahr reduziert, was sich ebenfalls positiv auf die Pünktlichkeit. Insgesamt sind in den nächsten Jahren bis zu 80 Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms geplant, die bis zur Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke umgesetzt sein sollen.

„Wir haben 2018 an vielen Stellschrauben gedreht, vieles ausprobiert, viel erreicht, aber auch viel gelernt. Es bleibt weiter viel zu tun“, so Büttner. „Von unseren Anstrengungen muss noch mehr bei unseren Fahrgästen ankommen. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Qualitätsprogramm die richtigen Weichen für eine bessere S-Bahn gestellt haben.“

Auf dem Bild von links: Mareike Schoppe (Leiterin Bahnhofsmanagement München, DB Station & Service AG), Heiko Büttner (Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München) und Kai Kruschinski (Leiter Produktionsdurchführung München, DB Netz AG)

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