Münchner Bürgerbüros erweitern wöchentliche Buchungszeit

Online-Terminvergabe des Bürgerbüros, Foto: Michael Nagy, LHM
Foto: Michael Nagy, LHM

Ab heute sind wieder Spontantermine möglich

(18.4.2019) Ab heute, 18.4., erweitert das Kreisverwaltungsreferat die wöchentlichen Buchungszeiträume für Termine in den Bürgerbüros um 30 Prozent. Terminlücken bei der Online-Terminvergabe können somit durch Spontanbesucher geschlossen werden. Welche Vorteile das für die Kunden bringt...

Neues System gilt vorerst bis Juni

Seit Anfang 2019 arbeiten alle sechs Bürgerbüros mit einem Online-Terminvergabesystem. Laut KVR erscheinen allerdings in rund fünf bis zehn Prozent der Fälle Kunden nicht, ohne vorher abzusagen. Diese Terminlücken und solche, die sich durch kürzere Bearbeitungszeiten ergeben, werden künftig mit spontanen Besuchern geschlossen. Das neue System soll zunächst bis Ende Juni gelten.

So funktioniert die Vergabe

Frau sitzt vor Laptop
  • Man meldet sich am Serviceschalter an und bekommt eine Nummer, die wie die Terminnummern am Bildschirm in den Wartezonen aufgerufen wird.
  • Es kann täglich – je nach Besucherandrang und personellen Kapazitäten – nur eine begrenzte Zahl von spontanen Besuchern bedient werden.
  • Die im System gebuchten Termine haben Vorrang. Mehr als die Hälfte der Termine wird tagesaktuell und für in 14 Tagen vergeben, die genaue Anzahl hängt von der verfügbaren Personalstärke und der generellen Buchungssituation ab. Der Rest bleibt langfristig für die bevorstehenden drei Monate buchbar.
  • Termine gibt es online auf www.buergerbuero-muenchen.de, beim Bürgerbüro-Servicetelefon 233-9 60 00 und unter der Behördennummer 115.
  • In einem nachweislichen und nachvollziehbaren Notfall machen die Mitarbeiter am Servicepoint in jedem Fall einen Vorschlag zur Klärung des Anliegens.

Alle Infos zur erweiterten Buchungszeit gibt es hier

Buchungssystem soll effizienter genutzt werden

Online-Terminvergabe des Bürgerbüros, Foto: Michael Nagy, LHM
Foto: Michael Nagy, LHM

„Wir arbeiten jetzt seit drei Monaten in den Bürgerbüros flächendeckend, also auch im Hauptgebäude, mit Terminvergabe. Die Umstellung musste zwangsläufig über Nacht und im laufenden Betrieb erfolgen. Nach den Erfahrungen dieser drei Monate, in denen das neue Terminvereinbarungssystem unter laufender Beobachtung stand und immer wieder nachjustiert wurde, gibt es ab heute grundlegende Änderungen, die zunächst bis Ende Juni so gelten. Diese Maßnahmen führen dazu, dass wir das Buchungssystem effizienter nutzen und mehr Termine anbieten können“, sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle.

Weiter erläutert er: „Grundsätzlich ist die Terminvergabe eine klare Verbesserung im Vergleich zum früher praktizierten reinen Wartenummernsystem. Natürlich ist auch klar, dass eine bloße Systemumstellung zwar eine bessere Verteilung der Termine ermöglicht, die Kapazitäten aber nicht automatisch erhöht. Es ändert nichts daran, dass die Bürgerbüros der Landeshauptstadt unterdimensioniert sind.“

Der Stadtrat hat bereits im Januar 2018 neue Standorte für die Bürgerbüros beschlossen, die aber noch nicht realisiert sind. Das Kommunalreferat ist vom Stadtrat konkret mit der Suche nach neuen Standorten im Südosten und Nordwesten, mittelfristig auch im Nordosten, beauftragt.

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