Bischöfe: Osterfest ist ein Zeichen der Hoffnung

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Foto: Arne Dedert/Archiv
Foto: Arne Dedert/Archiv

Osterbotschaften der katholischen und evangelischen Bischöfe

(21.4.2019) An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu. Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm riefen in ihren Osterpredigten zu Hoffnung auf.

Nein zu Hass und Spaltung, ja zum Miteinander aller Menschen

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Foto: ELKB/mck
Foto: ELKB/mck

"Ostern ist ein Ja-Wort zum Leben, zur Schöpfung, zum Miteinander aller Menschen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Marx (Foto oben), laut vorab verbreitetem Manuskript in seiner Predigt in der Osternacht. "In dieser Hoffnung für alle Menschen liegt die christliche Prägung unseres Kontinents, die christliche Prägung Europas."

Die Botschaft von Ostern löse eine Bewegung gegen die Angst aus. "Wo innerhalb und außerhalb der Kirche Angst und Hass und Vorurteile und Misstrauen gefördert werden, wird das Evangelium von Ostern verraten", so der Erzbischof in der Frauenkirche. "Wo der Glaube missbraucht wird als Instrument der Spaltung, der Unterdrückung und Erniedrigung, wird die österliche Botschaft pervertiert."

Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Bedford-Strohm (Foto Absatz), bezeichnete die Geschichte von der Auferstehung Jesu als "die wichtigste Botschaft überhaupt. Damit steht und fällt der ganze christliche Glaube". Durch die Auferstehung Jesu spürten Menschen dessen Gegenwart bis heute, so Bedford-Strohm laut Mitteilung weiter. "Und wissen: Am Ende siegt nicht Gewalt, Hass und Tod, sondern das Leben." Das sei die "kraftvollste Hoffnungsbotschaft, die die Welt je gehört hat".

Papst feiert Ostermesse mit Zehntausenden Gläubigen

Papst Franziskus feierte mit Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse.

Anschließend spendete er von der Loggia des Petersdoms aus den apostolischen Segen "Urbi et Orbi". In der Osternacht ermunterte das katholische Kirchenoberhaupt die Gläubigen dazu, sich nicht in Unzufriedenheit und Hoffnungslosigkeit zu verlieren.

"Manchmal wenden wir uns ausschließlich unseren Problemen zu, die nie ausgehen", sagte der Papst in seiner Predigt bei der Vigilfeier am Samstagabend im Petersdom. "Wir bitten um die Gnade, nicht von der Strömung, vom Meer der Probleme weggetragen zu werden; nicht an den Felsen der Sünde und auf den Klippen des Misstrauens und der Angst zu zerschellen."

(dpa/muenchen.de)

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