Neue Preise: Wer besonders von der MVV-Tarifreform profitiert

Tram 19 fährt vor dem Maximilianeum

Welche Fahrgastgruppen ab Dezember weniger zahlen

(4.4.2019) Günstigere Tickets und ein einfacheres System – ab Dezember 2019 soll die große MVV-Tarifreform in Kraft treten. Wer muss für sein Ticket künftig weniger tief in die Tasche greifen? Wir geben Euch ein paar Preisbeispiele…

Der Innenraum wird groß und Vielfahren lohnenswert

Zwischengeschoss im U-Bahnhof Marienplatz
  • Münchner: Wer bislang etwa eine Monatskarte für die Ringe 1 bis 4 kaufte, die nach der Reform in der sogenannten "M-Zone" (erweiterter Innenraum) zusammengefasst werden, zahlt künftig 55,20€ - also deutlich weniger als jetzt. Bislang betrug der Monatspreis 79,10€. Innerhalb zweier Tarifzonen im Umland kostet die IsarCard Monatskarte ebenfalls 55,20 € pro Monat.
  • Das Umland: Der frühere Außenraum gliedert sich in sechs Tarifzonen um die Zone M herum. Diese Logik führt zu größeren Geltungsräumen bei Zeitkarten. Durch die großzügigen Übergangsbereiche und eine Vielzahl von Grenzkorrekturen sinken die Fahrpreise zu vielen Orten. In den meisten Landkreisen sind die Kreisstädte nun mit 2 oder 3 Zonen erreichbar, also z.B. für 2,80 oder 4,20 € mit der Streifenkarte – diese bleibt im Preis stabil.
  • Vielfahrer: Monats‐, Abo‐, Jahres‐, 9‐Uhr‐Karten und Jobtickets werden für die meisten Kunden attraktiver. Vielfahren mit Bussen und Bahnen wird damit meist günstiger. Im Jahresabo kostet beispielsweise die IsarCard der Zone M umgerechnet nur 43,50€ pro Monat. Dieses Ticket können nun sogar Fahrgäste aus Aschheim, Deisenhofen, Karlsfeld, Ottendichl, Oberhaching, Stockdorf, Putzbrunn verwenden und sparen sich damit fast 40 % bei Monats‐, Abo‐ und Jahreskartenpreisen.

Wie viel Ihr künftig zahlt, erfahrt Ihr hier

365-Euro-Ticket für Azubis und Vereinfachungen für Senioren

Nahaufnahme der Tram 19 in der Münchner Innenstadt
  • Junge Leute: Laut Stadtratsbeschluss soll bis Herbst 2020 ein neuer, attraktiver MVV-Ausbildungstarif eingeführt werden. Das von Ministerpräsident Markus Söder ins Spiel gebrachte 365-Euro-Ticket könnte also - zumindest für Auszubildende und Jugendliche - im nächsten Jahr Realität werden. Bis dahin profitieren Schüler/Azubis bereits von der neuen Zone M. Mehr zum 365-Euro-Ticket
  • Senioren: Die IsarCard60 wird unter Berücksichtigung der steigenden Lebensarbeitszeit zur IsarCard65, das heißt die Altersgrenze wird auf 65 Jahre angehoben. Die bisherige Sperrzeit zwischen 6 und 9 Uhr entfällt.
  • Hilfsbedürftige: Erstmals gibt es ein verbundweites Sozialticket für hilfeberechtigte Menschen, die IsarCard S. Insbesondere für sieben zusätzlichen Landkreise wird das Fahren dadurch günstiger.

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