Isar: Strengere Bootverordnung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Schlauchboot-Fahrer, Foto: Shutterstock, Gordana Sermek, 2015
Foto: Shutterstock, Gordana Sermek, 2015

Das müssen Bootsfahrer im Süden von München beachten

(18.4.2019) Viele Bootstouren nach München starten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Wer dort die Isar entlang schippern will, muss bereits ab heute strengere Regeln beachten. Für Stadt und Landkreis München bleibt es vorerst bei den bisherigen Verordnungen.

Das sind die konkreten Maßnahmen

  • Für die Bootsfahrer gilt eine 0,5-Promille-Grenze 
  • Es herrscht ein Nachtfahrverbot von 20:30 Uhr bis 7 Uhr
  • Das Anhängen von Booten wird verboten - mehr als 12 Personen pro Boot sind nicht mehr erlaubt
  • Das Anlanden an Kiesinseln ist nur in Notlagen erlaubt
  • Für Kinder und Nichtschwimmer werden Schwimmwesten zur Pflicht
  • Insgesamt neun Isar-Ranger werden in dieser Saison die Maßnahmen überwachen und Verstöße feststellen.

Die wichtigsten Fragen im Überblick

Schlauchbootfahren im Englischen Garten

Ab wann tritt die Verordnung in Kraft? Zugunsten von Naturschutz und Sicherheit schränkt das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen Bootsfahrten ab dem 18.4.2019 auf der Isar ein: Das sieht eine Verordnung vor, die Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) am Dienstag vorstellte.

Wann ist Bootfahren auf dem Isarabschnitt erlaubt?
Insgesamt viereinhalb Monate im Jahr, von 1.6. bis 15.10., dürfen Schlauchboot-, Kanu- und Kajakfahrer das Wildwasser im Landkreis südlich von Bad Tölz befahren. Ab Bad Tölz bis zur Landkreisgrenze ist es bis zum 31.12. erlaubt - und das auch nur noch tagsüber und einigermaßen nüchtern.

Wo endet die Regelung für die Isar? 
Die Isar-Grenze zwischen dem Landkreis München und dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen liegt in Kloster Schäftlarn beim beliebten Ausflugslokal Gasthaus zum Bruckenfischer. Für den Landkreis München und die Stadt München gelten weiterhin die bisherigen Bootsverordnungen.

Was sind die Gründe für die neue Verordnung? „Die Isar macht unseren Landkreis aus, sie ist die Lebensader“, sagte Niedermaier. Unterschiedliche Interessengruppen von Erholungssuchenden bis zu Energieversorgern „zerrten“ an dem Fluss. „Das tut der Isar richtig weh.“ Er hoffe auf die Vernunft - und auch auf die Abschreckungswirkung der Verordnung. Die Tölzer wollen nun gemeinsam mit dem benachbarten Landratsamt München in einer Verträglichkeitsstudie herausfinden, was der Isar zugemutet werden kann. (muenchen.de/dpa)

Die geltenden Verordnungen in den Kommunen

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