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Mehr Platz für Flaneure: Pilotversuch im Sommer?

Der Alpenplatz in Obergiesing, Foto: muenchen.de/Christian Brunner (Archiv)
Foto: muenchen.de/Christian Brunner (Archiv) Der Alpenplatz in Obergiesing - einer von zwei Testorten für den Pilotversuch

Kommen die "Summer Streets" nach Stockholmer Vorbild?

(20.5.2019) In Stockholm hat sich das Projekt "Summer Streets" bewährt - nun sollen auch in München die Flaneure mehr Platz bekommen. Im Rahmen eines Pilotversuchs müssen in zwei Straßen die Autos vorübergehend weichen. Wir verraten Euch, was geplant ist.

An welchen Stellen München im Sommer autofrei werden soll

Sommerstraßen für München? In Stockholm gibt es dieses Modell schon seit Jahren. Für vier Monate werden dort bestimmte Straßenabschnitte zur autofreien Zone erklärt. Bei einem Besuch in der schwedischen Hauptstadt lernten die Münchner Stadträte dieses Modell kennen - nun soll es auch in der Landeshauptstadt erprobt werden. Am 22.5. will der Stadtrat in einer gemeinsamen Sitzung des Kreiswaltungs- und des Planungsausschusses über eine entsprechende Beschlussvorlage abstimmen. Anschließend muss noch die Vollversammlung grünes Licht geben.

Was ist geplant?
Insgesamt soll die Lebensqualität rund um die betroffenen Plätze gesteigert werden. Im Rahmen des Pilotprojekts soll man ohne störenden Verkehrslärm und Abgase den Sommer genießen können. Während in Stockholm die "Summer Streets" stark von gastronomischen Angeboten geprägt sind, soll in München vor allem die Bevölkerung mehr Platz zum Verweilen und Entspannen haben.

Wo?
Zunächst soll der Pilotversuch an zwei Plätzen starten. An der Kreuzung Schwanthaler-/ Parkstraße auf der Schwanthalerhöhe werden die Bürgersteige rund um das Café Marais übergangsweise verbreitert. Die sogenannten Parklets bestehen aus Holzbrettern, die in Parkbuchten verbaut werden. Auch in Obergiesing müssen die Autos weichen. Der Alpenplatz soll autofrei werden und auch in den umliegenden Straßen ist mit Einschränkungen für Autofahrer zu rechnen.

Wie lang?
München ist nicht Stockholm - und das dortige Modell lässt sich nicht 1:1 kopieren. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung verweist auf die „hiesigen Besonderheiten“, wie die „hohe bauliche Dichte“ und die stark ausgeprägte Biergartenkultur. Daher wird der Pilotversuch im Gegensatz zu den vier Monaten in Schweden lediglich zehn Wochen dauern. Ein genauer Startzeitpunkt steht noch nicht fest.

Hier geht es zur Beschlussvorlage für den Stadtrat

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