Neue Pläne für Münchens Radverkehr

Fahrrad am Königsplatz

Mehr Sicherheit und Platz für Radler - so soll es klappen

(17.5.2019) Der Münchner Radverkehr ist in Bewegung: Das zeigt nicht nur die heute vorgestellte Unfallstatistik der Polizei. Die Landeshauptstadt will mit neuen Radwegen, Fahrstreifen und weiteren Projekten die Situation für Radler in der Stadt verbessern. Was konkret geplant ist.

Mehr Unfälle mit Radlern - das rät die Polizei zur Vermeidung

Fahrrad im Straßenverkehr, Foto: Symbolbild (Shutterstock)
Foto: Symbolbild (Shutterstock)

Die Zahl der Radler nimmt in München seit Jahren zu. Das schlägt sich auch in der Unfallstatistik nieder, die die Polizei heute vorgestellt hat. Demnach gab es 2018 insgesamt 2.823 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern - eine Steigerung von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die unfallträchtigste Strecke ist dabei die Route Ludwigstraße-Leopoldstraße-Ungererstraße, die aber auch zu den längsten Radlstrecken in der Stadt zählt. Bei den allermeisten Unfällen wurden auch Radler verletzt - und leider kam es 2018 auch zu sieben Todesfällen von Radfahrern.

Nicht nur deshalb setzen Polizei und Landeshauptstadt ihre gemeinsame Kampagne "Gscheid Radln - aufeinander achten" auch dieses Jahr fort. Sie soll helfen, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer für die Sicherheit von Radlern zu stärken.

So wird Autofahrern geraten, beim Überholen von Radlern einen ausreichenden Seitenabstand einzuhalten, natürlich nicht auf Radwegen zu parken und generell beim Abstellen des Fahrzeugs den vorgeschriebenen Abstand zu Kreuzungen und Einmündungen einzuhalten. Auch Radler selbst können viel zur Unfallvermeidung beitragen, indem sie vorausschauend und defensiv fahren und mögliche Fehler anderer Verkehrsteilnehmer einkalkulieren. Ein Helm sollte dabei dazugehören - laut Polizei hätten drei der sieben getöteten Radfahrer so bessere Überlebenschancen gehabt.

Hier werden in München neue Radwege und Fahrstreifen gebaut

Stiglmaierplatz in der Maxvorstadt, Foto: muenchen.de/Katy Spichal
Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Doch auch darüber hinaus sind viele konkrete Verbesserungen für Radler in München geplant - beziehungsweise wurden sie schon umgesetzt. So sind seit einigen Wochen Radl-Streifen der Kommunalen Verkehrsüberwachung unterwegs, um Falschparker von Geh- und Radwegen zu holen und so für freiere Strecken zu sorgen. Doch das ist längst nicht alles.

"In den vergangenen 12 Monaten hat das KVR wieder eine Reihe von Verbesserungen bei der Führung des Radverkehrs angeordnet, etwa Roteinfärbungen und Lückenschlüsse im Radwegnetz, um die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen", sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. Weitere Radfahrstreifen und Schutzstreifen auf der Fahrbahn sind geplant.

Schon bald, nämlich Mitte Juni, geht es mit dem Ausbau der Radwege entlang der Brienner Straße zwischen Stiglmaierplatz (Foto) und Odeonsplatz los. Zunächst ist von Westen kommend der Abschnitt bis zum Königsplatz dran. Außerdem werden die schmalen Radwege entlang der Marsstraße durch beidseitige Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ersetzt. Diese werden - erstmals in München - in rotem Asphalt ausgeführt und sind somit nicht mehr zu übersehen.

Geplant sind außerdem Verbesserungen an der Herzog-Heinrich-Straße oder neue Radfahrstreifen auf der Schwanthalerstraße zwischen Theresienhöhe und Paul-Heyse-Straße. Dort gibt es bis jetzt noch überhaupt keinen Radweg.

Hier erfahrt Ihr mehr zu weiteren Verbesserungen für Münchens Radler

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