ADFC veröffentlicht Studie zur Machbarkeit des Radl-Rings

So soll die Frauenstraße laut ADFC-Studie nach dem Umbau aussehen, Foto: Illustration: Andreas Gregor
Foto: Illustration: Andreas Gregor

Wie ein Altstadt-Ring für Fahrräder aussehen könnte

(18.6.2019) Ein Radl-Ring rund um die Münchner Altstadt wäre grundsätzlich möglich. Das geht aus einer Machbarkeitsstudie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor. Das Bündnis Radentscheid sammelt bei einem Bürgerbegehren bereits Unterschriften für das Konzept. Wie ein Altstadt-Fahrradring aussehen könnte.

Radwege mit mindestens 2,30 Meter Breite gefordert

Der Stadtrat will sich in der kommenden Woche erstmals mit dem Projekt "Radlring um die Altstadt" befassen, das zunächst untersucht werden soll. Bereits vorab hat der ADFC nun eine eigene Machbarkeitsstudie für einen möglichen Ring in einer 44-seitigen Broschüre präsentiert. Das Ziel: Eine Art Mittlerer Ring für Radfahrer, der den Umstieg auf das Rad attraktiver machen soll. Das Ziel des Radl-Rings ist es, dass Radler auf extra breiten Radwegen die Altstadt umfahren und dennoch schneller an ihr Ziel kommen (siehe die obere Illustration der Frauenstraße zwischen Isartor und Viktualienmarkt). Dabei sollen auch die geplanten Radschnellwege für München und das Umland direkt angebunden werden. Der ADFC fordert 2,50 Meter bzw. 2,30 Meter breite Radwege am bestehenden Altstadtring. Außerdem sollen bauliche Maßnahmen dabei helfen, dass Radfahrer nicht zu eng von Autos überholt oder gar Fahrradwege durch parkende Fahrzeuge versperrt werden. 

Insgesamt verspricht sich der ADFC durch eine Umsetzung des Altstadtrings eine Erhöhung der Kapazitäten und der Sicherheit im Radverkehr sowie eine daraus resultierende gesteigerte Luft- und Lebensqualität. Einige der Maßnahmen wären aus Sicht der Initiatoren leicht und schnell umsetzbar.

Ob der Altstadt-Radlring kommt und in welcher Form, steht derzeit noch nicht fest. Das Bündnis Radentscheid sammelt derzeit noch Unterschriften für zwei Bürgerbegehren zum Radverkehr in München - eines davon ist der Radlring um das Zentrum.

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In diesen Straßen fordert der ADFC Veränderungen

So soll die Sonnenstraße laut ADFC-Studie nach dem Umbau aussehen, Foto: Illustration: Andreas Gregor
Foto: Illustration: Andreas Gregor

In der Broschüre wird der Altstadtring in zehn Abschnitte unterteilt, für die jeweils besondere Herausforderungen und mögliche Lösungen beschrieben werden:

Blumenstraße ab Corneliusstraße: Eine Fahrspur in Richtung Sendlinger Tor soll wegfallen. Beidseitige Radwege. Verschmälerung der Fahrspuren.
Sonnenstraße: (siehe Illustration) Aus sechs Fahrspuren werden vier plus zwei Radlwege.
Maximiliansplatz: Auch hier fällt pro Richtung eine Fahrspur weg und wird durch einen Radweg ersetzt.
Brienner Straße, Odeonsplatz: Einbahnstraße für Autos, ein Radweg je Richtung, Radweg in den Hofgarten
Hofgarten: Trennung von Fuß- und Radweg
Thomas-Wimmer-Ring: Aus sechs Fahrspuren werden vier plus zwei Radlwege.
Frauenstraße zw. Isartor und Zwingerstraße: Einbahnstraße für Autos, zwei Radwege, breiterer Fußweg
Frauenstraße bis Viktualienmarkt: Einbahnstraße, zwei Radwege, Lieferzonen
Blumenstraße, Schrannenhalle: Einbahnstraße, zwei Radwege, Radabstellplätze statt Parkplätzen

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