Corona-Bürgertelefon 089-233-44740 | www.muenchen.de/corona

Forderungen von "Fridays for Future" für mehr Klimaschutz

Fridays for Future-Demo am 24.5.2019 auf der Theresienwiese, Foto: Archivbild (muenchen.de)
Foto: Archivbild (muenchen.de)

Diese Maßnahmen fordert "Fridays for Future" in München

(26.6.2019) Seit Anfang der Jahres demonstriert die Bewegung "Fridays for Future" in München für eine bessere Klimapolitik. Nun haben die Aktivisten ein Papier mit konkreten Forderungen an die Münchner Lokalpolitik veröffentlicht, mit dem Ziel, bis 2035 die CO2-Emissionen auf null zu senken. Darin geht es etwa um den Ausbau des Nahverkehrs oder nachhaltige Ernährung.

München soll bis 2035 klimaneutral werden

"Ein nachhaltiger Umgang mit unserem Planeten und dem Ökosystem muss Teil unserer Gesellschaft, unserer Kultur, unserer Wissenschaft und unserer Wirtschaft werden", heißt es in dem im Internet veröffentlichten Papier. "Daher fordern wir die Stadt München auf, deutliche Maßnahmen zu ergreifen, die in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft erarbeitet sind." München müsse bis 2035 null CO2-Emissionen erreichen und klimaneutral werden - daher sollten die beschriebenen Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden. Die Bewegung "Scientists for Future" habe die Forderungen wissenschaftlich überprüft und halte sie für umsetzbar.

Die Forderungen der Münchner "Fridays for Future"-Gruppe richten sich an die Stadtratsmitglieder und weitere Kommunalpolitiker aller Parteien sowie an politisch aktive Vereinigungen und Bewegungen in München.

Das sind die Forderungen von "Fridays for Future"

U6 Münchner Freiheit

Mobilität: Die Aktivisten von "Fridays for Future" wollen ab sofort eine autofreie Zone innerhalb des Altstadtrings und ab spätestens 2025 innerhalb des Mittleren Rings sowie einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Dazu zählt etwa der Bau des S-Bahnrings bis 2030 sowie ein 10-Minuten-Takt auf sämtlichen Verbindungen zwischen 6 und 24 Uhr ab 2025. Außerdem soll der Nahverkehr ab 2025 kostenlos sein. Ein besonderer Fokus soll auf dem Fahrradverkehr liegen - etwa durch eine baldige Umsetzung des Altstadt-Radlrings und mehrspure Fahrradtrassen entlang der Hauptrouten.

Stadtplanung: Hier sollen höhere Energiestandards bei Gebäudesanierungen und Neubauten eingehalten werden. Photovoltaik- und Solaranlagen sollen ab 2020 bei Neubauten vorgeschrieben werden. Neue Wohngebiete sollen autofrei geplant und mit Stadtteilzentren versehen werden.

Energieversorgung: Wichtigste Forderung ist das Ende aller fossilen Heiz- und Kraftwerke, so soll das HKW Nord 2 bis 2022 außer Betrieb gehen. Ab 2035 soll die Fernwärme ausschließlich aus regenerativen Quellen kommen.

Ressourcenverbrauch und Ernährung: Ab 2025 soll München vollständig frei von Einwegplastik sein. Die Recylcingquote soll künftig mindestens 90% betragen. In städtischen Kantinen soll es großteils vegetarische und vegane Gerichte aus bio-zertifizierten, regionalen Quellen geben. Auch auf dem Oktoberfest soll der Anteil bio-zertifizierter Produkte steigen.

Stadtverwaltung: Die Arbeit von Klimaschutzmanagern soll zentral koordiniert und gefördert werden. Die Stadt soll nicht mehr in klimaschädlichen Wertanlagen investieren.

Hier gibt es alle Forderungen von "Fridays for Future" zum Nachlesen

Ort und Uhrzeit der nächsten "Fridays for Future"-Demo am 28.6. steht noch nicht fest.

Mehr Aktuelles aus München

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top