Farewell, Elton John! So emotional war sein Abschiedskonzert

Elton John bei Live-Auftritt
Archivbild

12.000 Fans feiern den Popstar in der Olympiahalle

(6.7.2019) So müssen Abschiede sein: Sir Elton John sagte am Freitagabend in der ausverkauften Olympiahalle „Good Bye“ zu seinen Münchner Fans. Der 72-Jährige gab vor 12.000 Zuschauern sein letztes Konzert in Deutschland.

Glitzersakko, bunte Brillen und große Momente

Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn’s am schönsten ist — genau das hat Elton John am Freitagabend in der Olympiahalle mit dem letzten deutschen Konzert seiner„Farewell Yellow Brick Road Tour" getan. Während nebenan im Olympiastadion die Vorband von Jon Bon Jovi spielte, legte Elton John mit britischer Pünktlichkeit um 19 Uhr mit seiner sechsköpfigen Band los. Zweieinhalb Stunden lang gab’s das Best of seiner langen Karriere: Von „I Guess That's Why They Call It The Blues“ und „Rocket Man“ über „Your Song“ bis „Don’t Let the Sun Go Down on Me“.
 
Extravagante Brillen, ein funkelndes Glitzerjackett, goldene Schuhe und am Schluss ein pinkfarbener Bademantel — optisch enttäuschte Sir Elton John seine Fans genauso wenig wie musikalisch. Wer muss bei „Candle in the Wind“ nicht an seine berührende Hommage beim Begräbnis von Lady Diana denken? Da glitzerten nicht nur die Pailletten auf dem Sakko des Briten. Auch seine Worte berührten die Münchner: Als er von seinem Drogenentzug 1990 erzählte oder seine Band vorstellte, unter anderem Drummer Ray Cooper, der seit 45 Jahren mit ihm auf den Bühnen der Welt steht.

Ein Abgang in den Sternenhimmel

Doch der 72-Jährige ist halt auch ein Rocker: Kurz nachdem sich die Münchner die ein oder andere Rührungsträne aus den Augenwinkeln gewischt hatten, hielt es zu „I'm Still Standing“ buchstäblich keinen mehr auf den Sitzen und das Konzert wurde zur ausgelassenen Abschiedsparty. Nach einer Zugabe von zwei Songs bestieg Elton John dann um kurz nach halb zehn einen gläsernen Aufzug und entschwebte würdevoll winkend in den funkelnden Münchner Sternen(bühnen)himmel. So müssen Abschiede sein.
 
Anette Göttlicher

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