Vermisste Mutter und Tochter: Ehemann unter Mordverdacht

Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht auf dem Dach. , Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Polizei geht von Mord an den beiden vermissten Frauen aus

(22.7.2019) Im Fall der seit Tagen vermissten Mutter und Tochter aus Ramersdorf steht der Ehemann der Mutter unter Mordverdacht. Die Polizei geht nach heutigem Stand nicht davon aus, die beiden vermissten Frauen lebend zu finden. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen.

Tatverdächtiger Ehemann schweigt zu den Vorwürfen

Laut Münchner Polizei sind die Chancen, die verschwundene Mutter und ihre Tochter lebend zu finden, nur gering. "Wir gehen aktuell davon aus, dass Mutter und Tochter tot sind", sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins bei einer Pressekonferenz am Montag. Der 44-jährige Ehemann der Mutter, mit dem sie seit rund einem Jahr verheiratet war, sitzt seit Sonntagabend unter dringendem Tatverdacht in Haft. Er schweige zu den Vorwürfen. Der Haftbefehl lautet auf "Totschlag in Tatmehrheit mit Mord". Der 44-Jährige wird heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die 41 Jahre alte Mutter und ihre 16 Jahre alte Tochter aus Ramersdorf sind seit Samstag vor einer Woche spurlos verschwunden. Laut Vermisstenanzeige wollten sie einkaufen gehen, kamen in dem Neuperlacher Einkaufszentrum aber nie an. Inzwischen gibt es an dieser Darstellung jedoch Zweifel, wie da Gloria Martins sagte. Die Vermisstenanzeige hat der nun tatverdächtige Ehemann gestellt. Die Anzeige hat nach Ansicht der Polizei aber "Plausibilitätslücken".

Die Polizei veröffentlichte Lichtbilder vom Ehemann und hofft weiterhin auf Zeugen, die die beiden Frauen zwischen Freitag, 12.7. und Sonntag, 14.7., im Bereich der Ottobrunner Straße gesehen haben. Auch wer Angaben zu den beiden PKWs der Familie, einem roten Hyundai i30 oder einem anthrazitfarbenen VW Tiguan machen kann, soll sich umgehend mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, unter der Telefonnummer 089 / 2910-0 in Verbindung setzen - oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in München.

Die veröffentlichten Bilder und der Zeugenaufruf der Polizei sind hier zu finden

(muenchen.de / dpa)

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