Paketpost-Areal: Zwei neue Hochhäuser für Münchens Skyline geplant

Zwei neue Hochhäuser fürs Paketpost-Areal geplant., Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron

Hochhäuser sollen neben der Paketposthalle entstehen

Zwei neue Hochhäuser und 18.000 Quadratmeter Platz für Kultur und Sport: Wir zeigen Euch, was beim Umbau des Areals um die Münchner Paketposthalle geplant ist.

Hohe Türme sollen die Münchner Skyline erweitern

Zwei neue Hochhäuser fürs Paketpost-Areal geplant., Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron

Im Auftrag der Münchner Büschl Gruppe hat das renommierte Architektenbüro Herzog & de Meuron Umbaupläne für das Areal rund um die denkmalgeschützte Paketposthalle in Neuhausen entwickelt. Entstehen sollen zwei Hochhäuser direkt neben der Halle. Wie hoch die Türme genau werden können etwa 100 durch Zufallsauswahl gesuchte Bürger*innen im Herbst diskutieren. In dem Bürgergutachten geht es zudem um die Fragen wie die Paketposthalle konkret genutzt werden kann und wie ein lebenswertes Viertel aussehen könnte. Die Ergebnisse fließen in die weiteren Planungen ein.

Mehr Infos zum Bürgergutachten gibt es hier

Auch die Planung für die Türme wird von den Architekten noch weiterentwickelt: Sie haben zwei Schrägaufzüge an den Außenfassaden ergänzt und die Türme so gedreht, dass die filigrane Form besser zur Geltung kommt.

Bürgergutachten soll Klarheit über Bauprojekt bringen

Im Oktober 2019 hatte der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung dem Masterplan für die Bebauung grundsätzlich zugestimmt. Die beiden Hochhäuser seien "grundsätzlich vorstellbar" hieß es - ob sie die ursprünglich avisierten 155 Meter hoch werden, steht aber noch nicht endgültig fest. Unter anderem müssen dabei erst noch der genaue Standort der Hochhaustürme, ihre Höhe und Gestaltung, sowie die sogenannte "Fernwirkung" und die Stadtbildverträglichkeit geprüft werden.

Weitere Infos zum Bauprojekt und zum Aufstellungsbeschluss des Stadtrats

Platz für Wohnungen, Büros und Gastronomie

Visualisierung der Paketposthalle und Umgebung, Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron

Neben den Hochhäusern und der denkmalgeschützten Paketposthalle aus den 1960er Jahren sollen mehrere sechsgeschossige "Hofgebäude" entstehen. Hier wäre Platz für etwa 1.100 neue Wohnungen sowie in den Erdgeschossen für Gewerbe, Büros, Restaurants und soziale Einrichtungen. Vorgesehen sind bei allen Gebäuden Hofgärten auf Hochparterre-Niveau - sie sollen den Bewohnern als Grünflächen zur Verfügung stehen. Die Gassen zwischen den Gebäuden sollen, wie auch das restliche Areal, autofrei sein.

Das Viertel soll sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen. So sind beispielsweise Pergolen mit Photovoltaikanlagen auf den gemeinschaftlich nutzbaren, begrünten Dachflächen vorgesehen. Um den CO2-Verbrauch zu reduzieren, wird eine Holzhybridbauweise der beiden Hochhäuser geprüft.

Paketposthalle wird Veranstaltungsort für Kultur

Visualisierung der Paketposthalle, Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron

Die Paketposthalle als Mittelpunkt des neuen Stadtquartiers ist als frei bespielbarer öffentlicher Ort vorgesehen. Sie soll als "überdachter Platz" mit rund 18.000 Quadratmetern zum Beispiel für städtische Kulturinstitutionen zur Verfügung stehen. Aber auch als Versammlungsort oder für öffentliche Großveranstaltungen bietet sich die Halle an - sie soll für Nutzungsvielfalt stehen.

Der monumentale Bau mit einer Spannweite von knapp 150 Metern entstand in den Jahren 1965 bis 1969. Die Paketposthalle galt damals als weltweit größte freitragende Halle aus Betonfertigteilen. Noch bis 2023 nutzt die Deutsche Post das Areal - dann will sie ihr Briefverteilzentrum an einen anderen Ort verlegen.

Städtebauliches Modell kann bis 29. Juli besichtigt werden

Zwei neue Hochhäuser fürs Paketpost-Areal geplant., Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron

Wer sich ein konkretes Bild von dem aktuellen Stand der Planung für das PaketPost-Areal machen will, der kann im Zeitraum vom 9. Juni bis zum 29. Juli im PlanTreff in der Blumenstraße 31 das städtebauliche Modell des Areals besichtigen. Der PlanTreff ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Es gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln. Das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht.

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