München setzt die Radl-Bürgerbegehren um

So soll die Frauenstraße laut ADFC-Studie nach dem Umbau aussehen, Foto: Illustration: Andreas Gregor
Foto: Illustration: Andreas Gregor Der Altstadt-Radlring - hier an der Frauenstraße - soll nun Realität werden

Altstadt-Radlring und bessere Infrastruktur: Stadtrat stimmt zu

(24.7.2019) Breite und sichere Radwege, mehr Abstellmöglichkeiten und ein durchgehender Altstadt-Radlring: Der Münchner Stadtrat hat die Forderungen des Bündnis Radentscheid übernommen. Damit wird es keinen Bürgerentscheid zum Radverkehr geben. Was sich für Radler jetzt konkret verbessern soll.

Darum ging es in den Radl-Bürgerbegehren

Nach einer langen und intensiven Debatte folgte die Mehrheit der Stadtrats-Vollversammlung dem Vorschlag der Verwaltung, die Forderungen der beiden Radl-Bürgerbegehren zu übernehmen. Das Bündnis Radentscheid hatte innerhalb von drei Monaten über 160.000 Stimmen sammeln können und damit die erfolgreichsten Bürgerbegehren in der Geschichte Münchens auf den Weg gebracht. Nötig wären je etwa 33.000 Stimmen gewesen.

Eines der beiden Bürgerbegehren fordert unter anderem den Ausbau des Radwegenetzes in München, die Errichtung von geschützten und breiten Radspuren mit einer Mindestbreite von 2,30 Metern sowie mehr Abstellanlagen für Fahrräder. Ein Netz von optisch hervorgehobenen Rad-Vorrangrouten soll die wichtigsten Orte der Stadt verbinden. Außerdem sollen Kreuzungen umgebaut und für Radler sicherer gestaltet werden. Im anderen Bürgerbegehren geht es um den Bau eines durchgehenden Altstadt-Radlrings. Eine Machbarkeitsstudie hatte gezeigt, dass dieser Ring baulich möglich wäre.

Ihr habt noch kein Fahrrad?
Hier findet Ihr alle Fahrradläden in München und Umgebung
Hier entlang

Das sind nun die nächsten Schritte

Die konkrete Umsetzung der beiden Bürgerbegehren soll nun der Radverkehrsbeauftragte der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit verschiedenen Referaten, der MVG und auch dem Bündnis Radentscheid übernehmen. Noch in diesem Jahr soll dem Stadtrat eine Liste mit Maßnahmen vorliegen, die zeitnah umgesetzt werden - denn bis zum Jahr 2025 müssen laut Bürgerbegehren alle Forderungen Realität geworden sein.

Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärt: „Mit der Übernahme der Bürgerbegehren bekräftigen wir noch einmal, dass es uns ernst ist mit dem Ausbau des Radverkehrs in München. Gerade in einer wachsenden Großstadt ist es wichtig, gute Alternativen zum Auto anzubieten, die zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen beitragen.“  Der OB betont, dass die Ziele der Bürgerbegehren die Stadt im Detail vor manche Herausforderungen stellen, etwa durch den engen Zeithorizont der Umsetzung und die Mindestbreite von 2,30 Metern für den Altstadt-Radlring. Daher werde eine enge Abstimmung aller Beteiligten vor der Umsetzung nötig sein.

Mehr Aktuelles aus München

Top