Dackel als U-Bahn-Wachhunde? Das sagt die MVG

MVG U-Bahnwache mit Dackeln, Foto: SWM/MVG
Foto: SWM/MVG Mit diesem Bild sorgte die MVG im April für Aufsehen im Netz.

Verkehrsgesellschaft erteilt CSU-Fraktion Absage

(3.8.2019) Eigentlich war das ja nur als Aprilscherz gedacht – doch die Idee, Dackel als Streifenhunde bei der U-Bahnwache einzusetzen, entwickelte schnell eine eigene Dynamik. Die CSU-Fraktion hat im Stadtrat sogar einen entsprechenden Antrag eingebracht, doch die zuständige Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat zu dem Thema eine klare Meinung.

Zu klein, um Straftäter abzuschrecken

Dackel und München, das gehört einfach zusammen. Und daher fanden ziemlich viele Leute die Idee, dass die U-Bahnwache mit Dackeln auf Streife geht, wirklich gut. Die MVG hatte das auf ihrer Facebook-Seite als Aprilscherz gepostet, doch aus dem Spaß wurde schnell Wirklichkeit. Trotzdem werden wir aber auch in Zukunft keine kleinen Wachhunde in den Öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen zu Gesicht bekommen: Die MVG hat dem Ansinnen der CSU-Fraktion eine Absage erteilt.

„Die zahlreichen positiven Reaktionen haben gezeigt, dass Dackel einen hohen Sympathiewert besitzen“, so die MVG in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme. Für den realen Einsatz bei der U-Bahnwache kämen sie jedoch nicht infrage: Die Hunde seien zur Abschreckung von Straftätern zu klein, außerdem biete das U-Bahn-Netz „keine artgerechte Umgebung“.

Zwei CSU-Stadträte hatten nur zwei Tage nach dem Aprilscherz einen Beschluss des Gremiums für „Dienst-Dackel“ beantragt. Eine solche Entscheidung fällt aber in die Zuständigkeit der MVG. Nach deren Absage bleiben Wachdienste an U-Bahn-Stationen vorerst wohl Menschen vorbehalten.

(muenchen.de/dpa)

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