Video: So laufen die Bauarbeiten während der Stammstrecken-Sperrung

Im August ist an allen Wochenenden die Stammstrecke der Münchner S-Bahn wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir haben uns vor Ort mal umgesehen und mit den Verantwortlichen gesprochen.

Wir haben uns vor Ort mal umgesehen

(4.8.2019) Das ganze Wochenende war die Stammstrecke wegen Bauarbeiten gesperrt – aber was wird da eigentlich konkret gemacht? Wir haben uns für Euch mal vor Ort umgeschaut und einige interessante Details erfahren.

180 Arbeiter werkeln im Schichtbetrieb

Bauarbeiten an der Stammstrecke, Foto: muenchen.de/Rico Güttich
Foto: muenchen.de/Rico Güttich

Normalerweise herrscht hier jede Menge Trubel, doch am Wochenende war die S-Bahnstation in der Innenstadt ziemlich verwaist. Das liegt an den laufenden Bauarbeiten, die der Grund dafür sind, dass die Stammstrecke am Wochenende dicht war – und auch an den kommenden Augustwochenenden wird weitergearbeitet.
Alle Infos zu den Stammstreckensperrungen im August findet Ihr hier

Aber was wird nun eigentlich konkret gemacht? „Wir führen derzeit noch Abbruchmaßnahmen durch, bei den nächsten Sperrpausen beginnen dann die Neubaumaßnahmen“, erklärt Thomas Saffer, Projektleiter bei DB Station und Service, im Gespräch mit muenchen.de. „Da werden dann Wände und Decken neugebaut und der Bodenbelag wird ausgebessert beziehungsweise ausgetauscht.“

Die Arbeiten laufen derzeit am Hauptbahnhof, sowie am Marienplatz und am Rosenheimer Platz. „Wir sind hier insgesamt mit 180 Arbeitern vor Ort, die im Schichtbetrieb arbeiten“, so Saffer weiter. Auch die Entscheidung diese Maßnahmen jetzt im August durchzuführen, wurde natürlich bewusst getroffen: „Außerhalb der Ferienzeiten ist es praktisch unmöglich, die Stammstrecke an den Wochenenden zu sperren.“

Baumaßnahmen gehen vorerst bis Ende 2021 weiter

Bauarbeiten an der Stammstrecke, Foto: muenchen.de/Rico Güttich
Foto: muenchen.de/Rico Güttich

Natürlich sind die Arbeiten aber dann noch nicht beendet: „In der sogenannten betriebsarmen Zeit, also zwischen 22 und 6 Uhr, werden wir weiterarbeiten in den Stationen“, sagt Saffer. „Da stehen Arbeiten an, die wir auch während des Betriebes durchführen können und für die wir nicht zwingend eine Gleissperrung benötigen.“

Die Arbeiten in den drei Stationen werden voraussichtlich bis Anfang 2020 weitergehen. Danach folgen die Stationen Karlsplatz und Isartor sowie das dritte Untergeschoss am Marienplatz, die bis Ende 2021 abgeschlossen sein sollen.

„Es wird ein taktiles Leitsystem eingebaut, das heißt für sehbehinderte Menschen gibt es dann Orientierungshilfen am Boden, die derzeit noch nicht vorhanden sind“, beschreibt Saffer die Vorteile, von denen die Fahrgäste nach Abschluss der Bauarbeiten dann profitieren werden. „Die Stationen werden insgesamt aufgeräumter werden, zudem gibt es neues Sitzmobiliar.“

Im nächsten Jahr wird es nach derzeitigem Stand sechs weitere Wochenenden geben, an denen die Stammstrecke gesperrt wird und an denen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird.

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