Hauptbahnhof: Abriss des Schwammerls läuft

Abriss des Schwammerl-Vordaches am Hauptbahnhof, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Das Vordach am Bahnhofsplatz verschwindet - so geht es weiter

(9.9.2019) Mit schwerem Gerät haben heute die Abbrucharbeiten am Vordach des Münchner Hauptbahnhofs begonnen. Das sogenannte Schwammerl verschwindet im Zuge der Arbeiten für den neuen Bahnhof der 2. Stammstrecke. Schon in wenigen Wochen ist es Geschichte - aber auch hinter der alten Bahnhofsfassade tut sich einiges.

In zwei Wochen soll der Abriss beendet sein

Abriss des Schwammerl-Vordaches am Hauptbahnhof, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Heute gegen 10 Uhr ging es los: Mit ohrenbetäubendem Lärm fraß sich der Abrissbagger in das Schwammerl und riss ganze Stücke davon heraus. Schon nach wenigen Minuten klaffte ein großes Loch in der Dachfläche. Aus nächster Nähe konnten heute Pressevertreter dabei zusehen, wie das Schwammerl am Hauptbahnhof dem Erdboden gleichgemacht wird. Damit nehmen die Arbeiten für den neuen Hauptbahnhof, der im Zuge der 2. S-Bahnstammstrecke gebaut wird, endgültig Fahrt auf. Denn hier soll die Baugrube für die Tiefbauarbeiten entstehen.

Natürlich geht ein solcher Abriss nicht von heute auf morgen - wie die ausführende Baufirma mitteilt, muss man immer auch die Statik im Auge haben. Deswegen werden zunächst einmal beide Seitenteile des Schwammerls abgerissen, erst dann geht es auch dem Rest an den Kragen. In spätestens zwei Wochen soll das Vordach, das seit Jahrzehnten das Bild des Bahnhofsplatzes prägte, komplett verschwunden sein.

Video: Der Bagger beginnt sein Werk

Platz für das neue Bahnhofs-Empfangsgebäude

Baustelle für Abrissarbeiten am Hauptbahnhof, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Und damit sind die Abrissarbeiten noch lange nicht beendet: Im Anschluss wird auch ein Großteil der jetzigen Bahnhofsfassade verschwinden - von Nord nach Süd reißen die Bagger das Gebäude weg. Parallel höhlen Baumaschinen das Innere des alten Bahnhofsgebäudes aus, dazu zählt natürlich auch die seit Mai 2019 geschlossene historische Schalterhalle. Bis Ende des Jahres soll der gesamte Bauschutt abtransportiert sein, damit es anschließend in die Tiefe gehen kann.

Denn dort, wo seit den 1960er Jahren das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs steht, soll der Haupteingang für den neuen Tiefbahnhof der 2. S-Bahnstammstrecke stehen. Außerdem entsteht oberirdisch der neue, moderne Hauptbahnhof, der zusammen mit der 2. Stammstrecke im Jahr 2028 fertig sein soll. Der normale Zugbetrieb ist von den aufwendigen Bauarbeiten und von der riesigen Baugrube natürlich nicht betroffen. Die Gleishalle bleibt in ihrer jetzigen Form auch erhalten.

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