Giesinger Bräu wird eine echte Münchner Brauerei

Simulation des neuen Giesinger Bräu Werks, Foto: Aurelis
Foto: Aurelis Das künftige zweite Werk in Feldmoching - dort entsteht der neue Tiefbrunnen

Tiefbrunnen genehmigt - Brauerei bekommt Münchner Wasser

(5.9.2019) München bekommt seine siebte "echte" Brauerei: Der Giesinger Bräu darf am künftigen Standort in Feldmoching einen 150 Meter tiefen Brunnen bohren und frisches Quellwasser auf Münchner Stadtgebiet fördern. Bereits nächste Woche sollen die Arbeiten beginnen.

Münchner Bier soll ab 2020 gebraut werden

Steffen Marx, Chef der Giesinger Bräu, Foto: Giesinger Bräu
Foto: Giesinger Bräu Ein überglücklicher Brauerei-Chef: Steffen Marx

Große Freude beim Giesinger Bräu: Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat den Antrag der Brauerei auf den Bau eines Tiefbrunnens genehmigt - bereits am 12.9. soll die Bohrung am neuen Standort in der Detmoldstraße beginnen. Die Kosten betragen rund 700.000 Euro - die Finanzierung erfolgt über eine Crowdfunding-Kampagne.

Die Brauerei aus Obergiesing hat ihren Ausstoß von 150 Hektolitern im Jahr (2006) auf 11.700 Hektoliter (2017) gesteigert und expandiert weiter. Im April 2020 geht das "Werk2" in Feldmoching-Lerchenau in Betrieb - und dort kann künftig sogenanntes Tertiärwasser auf Münchner Stadtgebiet genutzt werden. Bisher greift die Brauerei auf Stadtwasser zurück, das aus dem Mangfall- und Loisachtal kommt. Das Quellwasser aus 150 Meter Tiefe in der Münchner Schotterebene ist über 10.000 Jahre alt und ideal zum Bierbrauen.

Qualitätsmerkmal "Münchner Brauerei" geschützt

Darum schwören die sechs bisherigen Münchner Brauereien (Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner, Spaten) auf dieses Wasser. Da die Marke "Münchner Brauerei" geschützt ist, konnte sich der Giesinger Bräu bisher nicht auf dieses Qualitätsmerkmal berufen und seit 1889 ist auch keine weitere Brauerei hinzugekommen.

Jetzt besteht die große Chance für den Newcomer aus Giesing: Die Verwendung des neuen Wassers könnte in Zukunft auch den Weg für den Ausschank auf dem Viktualienmarkt, dem Stadtgründungsfest und sogar dem Oktoberfest ermöglichen.

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