SWM wollen leistungsstärkstes Stromkabel der Welt entwickeln

Das Umspannwerk Menzing, Foto: SWM/Kerstin Groh
Foto: SWM/Kerstin Groh Umspannwerk Menzing

Supraleiterverbindung über 12 Kilometer

(10.9.2019) Die Stadtwerke München wollen mit ihren Partnern das leistungsstärkste Stromkabel der Welt entwickeln. Mit dem Projekt „SuperLink“ könnte vor allem eine Menge Strom gespart werden.

Kabel von Menzing nach München Süd

HTS lauten die drei magischen Buchstaben – oder ausgeschrieben Hochtemperatur-Supraleiter. Dahinter verbirgt sich eine Hochspannungsleitung, die Strom besonders leistungsstark überträgt, sprich die immer entstehenden Verluste beim Leiten von Strom deutlich reduziert und dadurch die nutzbare Strommenge erhöht.

Solche Leitungen gibt es zwar bereits, in München soll sie nach ihrer Fertigstellung aber zwölf Kilometer lang sein und wäre damit die mit Abstand längste Supraleiterverbindung auf der ganzen Welt. Geplant ist, dass sie nach ihrer Fertigstellung das Hauptumspannwerk Menzig mit dem Lastschwerpunkt München Süd verbindet.

Vorteile für die Umwelt

Das hätte auch Vorteile für die Umwelt: „HTS-Technik mit ihrem ökologischen Aspekt schafft hier eine innovative, wirtschaftliche und akzeptable Alternative zu bestehenden Systemen“, erklärt Dr. Ing. Jörg Ochs, Geschäftsführer SWM Infrastruktur. „Die Leistungsbereitstellung wird erhöht, trotz geringem Kabeleinsatz werden Übertragungsverluste nachhaltig minimiert und wir können so auch unsere CO2-Einsparziele im Netzbereich erreichen.“

Vorausgesetzt die eingereichten Förderanträge werden genehmigt, werden die SWM gemeinsam mit der Linde AG, dem Supraleiterhersteller THEVA, dem Kabelhersteller NKT, der Fachhochschule Südwestfalen und dem Karlsruher Institut für Technologie die Entwicklung des Projekts starten.

Mehr Aktuelles aus München

Top