Seltenes Naturspektakel: Tornado über dem Starnberger See

Tornado über dem Starnberger See, Foto: DLRG Pöcking-Starnberg e.V.
Foto: DLRG Pöcking-Starnberg e.V.

Riesige Wasserhose türmte sich am Sonntag auf

(10.9.2019) Seltenes Naturspektakel am Starnberger See: Am Sonntag hat sich dort tatsächlich ein Tornado oder genauer eine Wasserhose gebildet. Augenzeugen waren von dem Anblick schwer beeindruckt.

Tornado wächst auf 40 Meter Höhe

Sonntagnachmittag am Starnberger See, der Blick schweift zwischen Possenhofen und Leoni umher und eigentlich gibt es an einem trüben Tag wie diesem nicht allzu viel zu sehen. Doch wie aus dem Nichts türmt sich urplötzlich eine 40 Meter hohe Windsäule über der Oberwasseroberfläche auf.

„Wir saßen in unserer Rettungsstation Possenhofen zusammen und haben uns unterhalten, als auf einmal jemand sagte: Schaut mal schnell aus dem Fenster“, erzählt Walter Kohlenz, Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Pöcking-Starnberg, gegenüber muenchen.de.

Beeindruckend, aber nicht wie in einem Actionfilm

„Und dann sahen wir diese riesige Wasserhose, wie ein Tornado über einer Wasseroberfläche ja korrekt heißt, die sich auf dem Starnberger See aufgebaut hatte.“ Für Kohlenz war es erst das zweite Mal, dass er ein derartiges Naturschauspiel gesehen hat. Auf die Frage, ob er Angst hatte, lacht er. „Nein, das war jetzt nicht wie in einem Actionfilm, wo der Tornado ungebremst auf dich zurast. Im Gegenteil, er hat sich kaum bewegt, wurde mal dünner, dann wieder breiter, und hat fast posiert.“

Nach gut zehn Minuten war das Schauspiel wieder vorbei, in Gefahr war niemand, obwohl sich zu dem Zeitpunkt sogar ein Linienschiff der Bayerischen Seeenschifffahrt in relativer Nähe der Tornadostelle befand. Es zeigt sich also: Nicht nur bei schönem Wetter lohnt sich ein Ausflug an den Starnberger See, denn vielleicht bekommt man ja ein einmaliges Naturspektakel zu sehen.

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