Viel zu tun für die Bundespolizei zum Oktoberfest-Endspurt

Bundespolizei Symbolbild, Foto: Bundespolizei
Foto: Bundespolizei Bundespolizei Symbolbild

Tätlichkeiten nach Wiesn-Besuchen am Samstag

(6.10.2019) Am Samstag kam es in Zügen, S-Bahnen und am Münchner Bahnhöfen zu mehreren Gewaltdelikten als Oktoberfest-Gäste ihre Heimfahrt antraten. Die Bundespolizei hatte alle Hände voll zu tun.

Streitereien im Zug und in der S-Bahn

So kam es nach Mitternacht in einem Regionalexpress vom Münchner Hauptbahnhof nach Passau zu einem Streit um einen Sitzplatz. Ein betrunkener Deutscher (52) soll dabei einen 15-jährigen Afghanen bedroht, geschlagen und in den Schwitzkasten genommen haben.

Als ein Freund die beiden trennten wollte, soll der Jugendliche, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen, zurückgeschlagen haben. In Moosburg versorgten Sanitäter bei dem 52-Jährigen eine stark blutende Platzwunde über dem Auge, danach kam er ins Krankenhaus.

 

S-Bahn-Vorfall in Oberschleißheim

In Oberschleißheim gerieten gegen 17 Uhr beim Ausstieg aus einer S1 mehrere Wiesnbesucher in Streit. Zuerst soll ein 67-Jähriger aus Essen (2,34 Promille) mit einem 15-Jährigen aus Feldmoching im Türbereich der S-Bahn zusammengerumpelt sein. Der 15-Jährige und sein 17-jähriger Begleiter sollen den Mann daraufhin geschubst und auf ihn eingeschlagen haben.

Als der Essener zu Boden fiel, kam ihm ein 33-jähriger Georgier zu Hilfe. Auch ihn attackierten die beiden Jugendlichen sofort und schlugen ihm mehrmals ins Gesicht. Ein Zeuge rief mit seinem Handy die Polizei. Rettungssanitäter versorgten die beiden Verletzten. Ins Krankenhaus musste aber keiner von ihnen.

Mehrere Vorfälle am Hauptbahnhof

An einem Bahnsteig im Hauptbahnhof flogen gegen 22 Uhr bei einem Streit unter mehreren Beteiligten die Fäuste. Ein 22- und 24-jähriger US-Amerikaner sollen dabei einen 19-jährigen Afghanen attackiert haben. Dieser verlor kurzzeitig das Bewusstsein und erlitt Schürfwunden, blutende Kratzer sowie Hämatome im Gesicht und Halsbereich. Er wurde von Rettungssanitätern versorgt.

Kurz vor Mittnacht verletzte ein 39-Jähriger Deutscher am Hauptbahnhof zwei Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit durch einen Kopfstoß. Die DB-Security wollten das Glasflaschenverbot im S-Bahnbereich durchsetzen. Als Bundespolizisten hinzukamen, blutete der Fürstenfeldbrucker aus der Nase. Er gab seinerseits an, von den DB-Mitarbeitern geschlagen worden zu sein.

Maxvorstädter pöbelt Reisende an

 Im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs pöbelte ein 24-jähriger Maxvorstädter, der mit einer Gruppe jugendlicher Deutscher unterwegs war, Reisende an. Eine Streife der Bundespolizei verhinderte eine körperliche Auseinandersetzung. Als der Mann, der keine Ausweispapiere dabei hatte, zur Wache verbracht werden sollte, gingen die Jugendlichen auf die Beamten los. Eine 20-Jährige aus der Schwanthalerhöhe (1,49 Promille Atemalkohol) trat nach einem Beamten und traf ihn am Oberschenkel.

Nachdem die junge Frau zu Boden gebracht worden war, leistete sie heftigen Widerstand. Die Jugendlichen bedrängten die Streife massiv und waren nur durch die Androhung des Einsatzes von Pfefferspray von körperlichen Übergriffen abzuhalten. Erst als weitere Einsatzkräfte der Bundespolizei hinzukamen, beruhigte sich die Lage. Die Jugendlichen müssen sich nun wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

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