Nach Gleissturz am Isartor: Retterinnen melden sich

Mann liegt im Gleisbett am Isartor, Foto: Bundespolizeiinspektion München
Foto: Bundespolizeiinspektion München Aufnahme einer Überwachungskamera: So brachten die Frauen die S-Bahn zum Stehen

Schweizer verdankt Münchnerinnen wohl sein Leben

(1.10.2019) Hut ab vor so viel Zivilcourage: Am Samstagmorgen stürzte ein junger Schweizer ins Gleisbett am Isartor, zwei Frauen brachten eine einfahrende S-Bahn gerade noch zum Stehen. Nun haben sich die beiden Retterinnen bei der Polizei gemeldet.

"Das ist doch selbstverständlich"

Der 23-jährige Schweizer verdankt diesen beiden Frauen wohl sein Leben: Er fiel am Samstag angetrunken ins Gleis am Isartor und blieb liegen. Zwei Frauen reagierten blitzschnell und warnten den Fahrer der ankommenden S-Bahn, der gerade noch rechtzeitig bremsen konnte.

Zunächst war unklar, wer die beiden Lebensretterinnen sind, jetzt haben sie sich bei der Polizei gemeldet. Die Frau, die zuerst zur Hilfe kam, ist eine 33-jährige Münchnerin. Sie schilderte, dass sie „den Sturz beobachtet“ habe und der im Gleis liegende Mann nicht auf ihre Ansprache reagierte. Ihren anschließend großartigen Einsatz beim Stoppen der S-Bahn bezeichnete sie als „selbstverständlich“.

23-Jähriger bleibt nahezu unverletzt

Bei der zweiten Frau, die beim Warnen des S-Bahn-Fahrers half, handelt es sich ebenfalls um eine Münchnerin, die in Allach wohnt. Nachdem der Notruf abgesetzt war, half ein weiterer, noch unbekannter Passant dabei, den Schweizer aus dem Gleisbett zu ziehen.

Der Mann aus dem Kanton Wallis wurde dann von den Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, wo festgestellt wurde, dass er außer einer Schürfwunde am Knie unverletzt ist. Der 23-Jährige hatte also Riesenglück, denn das hätte sehr viel schlimmer ausgehen können – wenn die beiden Schutzengel nicht gewesen wären.

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