München zieht Bilanz: Jahresabschluss für 2018

München-Panorama vom Olympiaberg in der Abendsonne, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

So viel investiert München in die Zukunft: Konsolidierter Jahresabschluss

(25.11.2019) Einen Kassensturz der besonderen Art bildet der konsolidierte Jahresabschluss 2018 für München, der nun vorgestellt wurde. Erstmals ist die Sicht auf die Vermögenslage der gesamten Stadt inklusive aller Tochtergesellschaften und Eigenbetriebe möglich. Der Bericht zeigt auch deutlich, wie viel die Stadt in die Zukunft investiert.

Video: Was der Jahresabschluss für München bedeutet

München wächst und steht vor enorm wichtigen Aufgaben. Für die anstehenden Investitionen in Wohnraum, Schulen und Nahverkehr bietet der konsolidierte Jahresabschluss eine unerlässliche Hilfe. Das Video zeigt, wo München investiert und lässt auch die zu Wort kommen, die davon profitieren.

Alle Finanz-Zahlen für ganz München auf einen Blick

Stadtkämmerer Christoph Frey, Foto: Landeshauptstadt München
Foto: Landeshauptstadt München Stadtkämmerer Christoph Frey

Es sind beeindruckende Zahlen, die Oberbürgermeister Dieter Reiter und Stadtkämmerer Christoph Frey am vergangenen Freitag vorgestellt haben. Zum ersten Mal gibt es für München einen sogenannten konsolidierten Jahresabschluss - anders gesagt einen Gesamtüberblick über die finanzielle Lage der Landeshauptstadt inklusive alle ihrer vielen verschiedenen Tochtergesellschaften und Eigenbetriebe.

Er soll dem Stadtrat eine Grundlage für wichtige Entscheidungen liefern und so die Arbeit erleichtern. Denn in einer stark wachsenden Metropole wie München stehen weiterhin viele große Investitionen an - beim Wohnungsbau, beim Bau von Schulen und Kitas, beim Verkehr oder bei der Versorgung mit Wasser, Strom und Gas. Um nur einige Bereiche zu nennen.

München - ein "Weltkonzern" mit 70.000 Angestellten

70.000 Angestellte arbeiten mittlerweile für die Landeshauptstadt und ihre Tochtergesellschaften. Nicht nur diese Zahl macht deutlich, dass München längst als "Weltkonzern" durchgehen kann - auch die Bilanzsumme in Höhe von 38 Milliarden Euro spricht eine deutliche Sprache. 2018 gab es zudem einen Bilanz-Überschuss in Höhe von 207,7 Millionen Euro. Die Stadt verfügt über ein Eigenkapital von 16,5 Milliarden Euro.

Kein Wunder also, dass Stadtkämmerer Christoph Frey zufrieden ist und München "grundsolide aufgestellt" sieht. "Rechnet man das Eigenkapital pro Kopf um, bedeutet dies ein ‚Vermögen‘ von rund 10.700 Euro je Münchnerin und Münchner", so der Kämmerer.

Besondere Zahlen aus der Bilanz: ÖPNV, Schulen, Wohnungsbau

Bemerkenswert ist der erwirtschaftete Überschuss auch deshalb, weil München viel investiert: 164 Millionen Euro flossen 2018 in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs der MVG. Für 245 Millionen Euro wurde der neue Bildungscampus in Freiham errichtet. Und in die Förderung des Wohnungsbaus steckte die Stadt ebenfalls 263 Millionen Euro.

Einen bemerkenswerten Posten im Jahresabschluss bilden die 7,1 Milliarden Euro, die die Stadtwerke München (SWM) mit dem Verkauf von Strom, Erdgas, Fernwärme, Fernkälte und Trinkwasser eingenommen haben. Den Gewinn daraus stecken die SWM zum Großteil in den Umbau der Münchner Energieversorgung - denn ab 2025 soll in eigenen Anlagen so viel Ökostrom produziert werden, wie ganz München braucht.

Mehr Aktuelles aus München

Top