MVG startet IsarTiger-Angebot in Schwabing

Der Service IsarTiger der MVG fährt jetzt in der Parkstadt Schwabing, Foto: SWM/MVG
Foto: SWM/MVG

Der ParkstadtTiger bietet ab sofort Nahverkehr on demand

(17.12.2019) In der Parkstadt Schwabing ist der IsarTiger los: Die MVG bietet ab sofort fünf Tage die Woche eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs an. Das moderne Ridepooling-System bringt Anwohner, Geschäftsleute und Besucher durch das Viertel oder zur nächsten U-Bahn. Wie der ParkstadtTiger funktioniert und wie die MVG das System weiter ausbauen will.

Mehr öffentlicher Nahverkehr für ein dicht bebautes Viertel

IsarTiger-Projektleiter Andreas Steinbeißer und MVG-Chef Ingo Wortmann, Foto: SWM/MVG
Foto: SWM/MVG IsarTiger-Projektleiter Andreas Steinbeißer (links) und MVG-Chef Ingo Wortmann

Die Parkstadt Schwabing ist längst ein bedeutendes Büro- und Wohnviertel geworden. 12.000 Arbeitsplätze gibt es rund um die Highlight Towers mittlerweile, außerdem leben rund 6.000 Münchner hier oder in den umliegenden Wohngebieten. Zwar ist die Parkstadt über die Tramlinie 23 an die Münchner Freiheit angebunden, ein weiterer ÖPNV-Ausbau ist wegen der engen Bebauung aber schwierig. Deshalb hat die MVG das Viertel ausgewählt, um einen Ableger des seit einiger Zeit getesteten IsarTiger-Systems zu starten. Der On-Demand-Service ist unter dem Namen ParkstadtTiger ab sofort montags bis freitags von 6 Uhr bis 20 Uhr im Stadtviertel unterwegs. Er soll helfen, die Verkehrsbelastung und den Parkdruck in diesem Teil Schwabings zu reduzieren.

Per App die Fahrt buchen: So funktioniert der ParkstadtTiger

Bis zu vier zum Teil barrierefreie Caddys fahren zunächst durch die Straßen der Parkstadt und bedienen rund 40 klassische und virtuelle Haltestellen. Der Pauschalpreis für eine Fahrt innerhalb des Bediengebiets beträgt 3,30 Euro.

Wie schon der IsarTiger funktioniert auch der Ableger nach dem Ridepooling-Prinzip: Mit einer eigenen kostenlosen App für iOS und Android buchen Fahrgäste ihren Shuttle an einer gewünschten MVG-Haltestelle. Ein Algorithmus legt anschließend die genaue Fahrroute unter Berücksichtigung weiterer Buchungen fest. Wenn die Fahrtwünsche mehrerer Passagiere gut zueinander passen, werden diese zu einer Fahrt gebündelt. Die Technologie stammt vom  Berliner Unternehmen door2door, das mit der MVG schon seit Juli 2018 in der Testphase für das Projekt IsarTiger zusammenarbeitet.

Dort tigern bislang an drei Abenden pro Woche Fahrzeuge durch ein 150 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Pasing und Trudering sowie Freimann und Giesing. Mittlerweile wollen bis zu 2.700 Testkunden pro Abend befördert werden. In einem nächsten Schritt plant die MVG eine Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe, um das Ridepooling in München auf die nächste Stufe zu bringen.

Hier gibt es mehr Infos zum IsarTiger

Ridepooling als Schritt zur Verkehrswende

Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung, sieht den neuen Service als wichtigen Baustein auf dem Weg zur Verkehrswende. "Unser ParkstadtTiger zeigt, wie sich Ridepooling in urbanen Zentren intelligent mit Bussen und Bahnen vernetzen lässt. Der klassische ÖPNV und der Tiger ergänzen sich hier zu einem durchgängigen Angebot bis zur Büro- oder Haustür. Das macht den öffentlichen Verkehr noch attraktiver und das Auto verzichtbar."

Mehr Aktuelles aus München

Top