Böllerverbot in München: Polizei zieht positive Bilanz zu Silvester

Frauenkirche mit Feuerwerk zu Silvester, Foto: Fotolia
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Ruhige Silvesternacht dank Feuerwerksverbot in München

(2.1.2020) Das Böllerverbot für die Silvesternacht kam in München gut an – diese Bilanz zieht die Münchner Polizei. Die Beamten rückten zu etwa 250 silvestertypischen Einsätzen aus. Die neuen Regelungen zum Feuerwerksverbot haben sich dabei bewährt. Und damit liegt die Stadt München sogar im Trend…

Weniger Einsätze wegen Pyrotechnik und weniger Müll

Feuerwerk Rakete

Erstmals galt zum Jahreswechsel 2019/2020 ein komplettes Feuerwerksverbot in Teilen der Münchner Altstadt - am Marienplatz und in der Fußgängerzone bis einschließlich Stachus sowie am Viktualienmarkt. Zudem gab es ein Böllerverbot in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings. Alle Infos zum Feuerwerksverbot

Dieser Beschluss des Münchner Stadtrats hat sich bewährt - im Bereich der Altstadt-Fußgängerzone kam es nur zu wenigen Fällen von gezündeter Pyrotechnik. Einzelne dieser Ordnungswidrigkeiten wurden von der Polizei mit Anzeigen geahndet. Auf dem Marienplatz kamen etwa 10.000 und in der weiteren Fußgängerzone nochmals ca. 10.000 Leute zusammen, um das neue Jahr friedlich zu begrüßen.

Lediglich am Odeonsplatz zündeten gegen 0:20 Uhr drei Männer mehrere Raketen auf Bodenhöhe, die auf eine Personengruppe zuflogen. Verletzt wurde niemand. Die drei Männer konnten festgenommen werden. Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten ca. 4.000 Menschen. Der Bereich war für den Verkehr zum Jahreswechsel gesperrt.

Eines ließ sich durch die Feuerwerke zu Silvester nicht vermeiden: Zum Jahreswechsel waren die Feinstaubwerte für München deutlich erhöht, im Laufe des 1.1. haben sich die Werte jedoch wieder abgebaut und eingependelt. Auch bescherten die Feierlichkeiten dem Baureferat und der städtischen Straßenreinigung wieder eine Menge Arbeit. Insgesamt wurden zirka 55 Tonnen Silvestermüll beseitigt - immerhin weniger als im Vorjahr mit rund 70 Tonnen.

München als Vorreiter in Sachen Umwelt und Sicherheit

Feuerwerk an Silvester im Olympiapark

Insgesamt fuhren die Beamten im Zeitraum vom 31.12., 19 Uhr, bis 1.1., 7 Uhr, zu über 250 silvestertypischen Einsätzen. Es handelte sich hauptsächlich um Streitereien und Randalierer (32), Einsätze im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen (78), Brände (51), Ruhestörungen (47), Sachbeschädigungen (10) und Körperverletzungen (33).

Nach einer ersten Einschätzung der Münchner Polizei wirkte sich die neue Feuerwerks-Regelung in Verbindung mit dem taktischen Einsatzkonzept der Polizei positiv aus. Auch die Bundespolizeiinspektion München zieht für ihren Einsatzbereich eine erfreuliche Bilanz und spricht von einer ruhigen Nacht.

München kommt durch das Böllerverbot eine Vorreiterrolle zu. Eine Mehrheit von 57 Prozent der Deutschen hatte sich 2019 aus Umwelt- und Sicherheitsgründen für ein Verbot von Böllern zu Silvester ausgesprochen. Dies ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinsituts YouGov für das "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

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