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Jahresessen der Innenstadtwirte - das erwartet uns 2020 gastronomisch

Münchner Innenstadtwirte mit Vorstand und Neumitgliedern der Innenstadtwirte, Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte
Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte Freuen sich, nun ein Teil der Münchner Innenstadtwirte zu sein - die neuen Mitglieder mit dem Vorstand der Innenstadtwirte. (Namen der abgebildeten Personen am Ende der Seite)

(28.1.2020) Neugierig auf die aktuellen Trends und Events der Münchner Gastroszene? Und darauf, was die Münchner Wirte so bewegt? Beim Jahresessen der Innenstadtwirte haben wir die Trends erfahren. Am Montag tauschte sich die Branche mit wichtigen Vertretern der Stadtgesellschaft aus. Und Ehrengast Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte ein offenes Ohr für die Wünsche der Gastronomen.

Straßenmusikfestival Munich Unplugged immer beliebter

OB Dieter Reiter (rechts) mit Gregor Lemke (Wirt vom Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender der Münchner Innenstadtwirte), Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte
Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte

Welch ein besonderes Ambiente: Der jüngst wiedereröffnete, neu gestaltete Palais Keller des Bayerischen Hofs bildete den feierlichen Rahmen für das diesjährige Jahrestreffen der Innenstadtwirte. Gastgeberin Innegrit Volkhardt und Küchenchef Tobias Heinze konnten auch die Vertreter der Stadtgesellschaft und -politik vom gelungenen Mix aus gediegener Atmosphäre und der bodenständigen Küche in den traditionsreichen Gemäuern überzeugen.

Gregor Lemke, seit 2019 Vorsitzender des Vereins Münchner Innenstadtwirte, begrüßte neben OB Reiter und dessen Frau Petra u.a. Bürgermeister Manuel Pretzl, den Wirtschaftsreferenten Clemens Baumgärtner und KVR-Chef Thomas Böhle sowie die Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbands, Angela Inselkammer und die Brauerei-Chefs von Augustiner, Paulaner, Hofbräu und Spaten. 

"Bei uns trifft der Münchner die Welt. Und die Welt soll den Münchner treffen", sagte Lemke in seiner Begrüßgungsrede und betonte dann die "Balance zwischen Einheimischen und Gästen" und welch wichtige Rolle die Innenstadtwirte dabei als Mittler einnehmen: "Der Münchner muss sein München mögen. Dann mögen uns auch die anderen."

Ein wichtiges Instrument dazu ist "Munich Unplugged", das alljährliche Straßenmusikfestival der Innenstadtwirte. Im vergangenen Mai traten an drei Tagen fast 60 Live-Bands vor und in den Betrieben der Innenstadtwirte auf. Termin in diesem Jahr ist der 26. bis 28. Juni 2020, also während der Fußball-Europameisterschaft, bei der auch vier Spiele in München stattfinden. 

Vom Verkehrskonzept zur Bonpflicht – der Wunschzettel der Wirte

In einer launigen Rede trug Gregor Lemke vom Augustiner Klosterwirt stellvertretend für die Innenstadtwirte auch Wünsche an den Oberbürgermeister vor

  • Thema Mobilitätskonzept: "Die Innenstadt sollte mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein", sagte Lemke und plädierte für ein "maßvolles Miteinander" von Auto, Radfahrern und ÖPNV-Teilnehmern. Bei allem Verständnis für die Schaffung neuer Radwege müssten vor allem die Gastromiebetriebe für ihre Lieferanten, aber auch für das Publikum weiter gut erreichbar sein, sagte Lemke. 

    Hier antwortete der OB, auf das immer wieder zitierte Beispiel des neuen Radwegs in der Fraunhofer Straße angesprochen, dass die Stadt den Ausbau der Radlwege forcieren wolle, sich aber künftig mit den betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten im Vorfeld besser austauschen wolle. Reiter: "Oberste Priorität wird aber sein, den öffentlichen Personen-Nahverkehr besser auszubauen."
     
  • Thema bezahlbarer Wohnraum: Die Münchner Innenstadtwirte beschäftigen knapp 3000 Mitarbeiter. "Und die sind auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen", sagte Gregor Lemke – ein Plädoyer für die Schaffung weiterer Wohngebiete und die Förderung durch die Stadt. Und so fühlten sich die meisten Wirte vom Oberbürgermeister auch gut verstanden, als Dieter Reiter eine "wachstumsfeindliche Grundstimmung in der Bevölkerung" anprangerte und dass ein populistisches "Lasst alles so, wie es ist" kein Weg für die Zukunft sein könne.  
     
  • Thema Belegausgabe-Pflicht: Die neue Bonpflicht sei ein "Schildbürger-Streich", da sind sich die Innenstadtwirte einig, der für die Gastronomie-Betriebe und deren Mitarbeiter einen großen logistischen Aufwand ohne konkreten Nutzen für den Gast bedeute. Auch da stießen die Wirte beim OB auf Gehör. Dieter Reiter erzählte, dass er seinem Parteifreund, dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz (auf dessen Ministerium das umstrittene Gesetz zurückgeht), einen "sehr deutlichen Bericht aus München" zukommen lassen werde und gab sich zuversichtlich, dass man bei der Bonpflicht "irgendwann womöglich das Rad auch wieder zurückdrehen" könne.

Vier neue Mitglieder – ein alter Bekannter

"Es freut auch uns als Brauereien sehr, dass die Familie der Innenstadtwirte weiter wächst", sagte Paulaner-Chef Andreas Steinfatt stellvertretend für die Brauereien.

Zum Zusammenschluss der Münchner Innenstadtwirte gehören inzwischen 33 ganz unterschiedliche gastronomische Betriebe – vier neue Mitglieder sind dazugekommen, die nun das Innenstadtwirte-Schild mit dem Münchner-Kindl-Logo bekamen: das Wirte-Geschwisterpaar Kristina und Mario Klaric vom Wirtshaus im Braunauer Hof in der Frauenstraße, Robert Landersdorfer vom Landersdorfer & Innerhofer in der Hackenstraße, Stephan Meier vom Café Luitpold im Luitpoldblock und mit Lorenz Stiftl, der das Alte Hackerhaus in der Sendlinger Straße übernommen hat, ein alter Bekannter. 
 

Benefiz-Aktionen und Rekordspende

Scheckübergabe an Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe, Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte
Foto: Herbert Liebhart/Münchner Innenstadtwirte

Zurecht stolz sind die Innenstadtwirte auf ihr soziales Engagement. Mit diversen Benefiz-Aktionen unterstützen sie soziale Projekte in München. Dieses Mal war es vor allem das Benefiz-Konzert unter der Leitung von Paul Daly (Kilian's Irish Pub) im Hofbräuhaus, bei dem neben Günther Sigl von der Spider Murphy Gang und Johnny Logan auch OB Dieter Reiter an der Gitarre begeisterte. Die stolze Spendensumme von 19.150 EUR kam dabei zusammen, übergeben wurde der Scheck beim Jahresessen an das Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe und deren Vertreter Julia Sterzer (AWO) und Thomas König (Internationaler Bund) sowie Schirmherrin Petra Reiter.

Auf den Fotos abgebildet:

Oben: Münchner Innenstadtwirte mit Vorstand der Innenstadtwirte und „Neuaufnahmen“, v.l.: Mario und Kristina Klaric (Wirtshaus im Braunauer Hof), Lorenz und Christine Stiftl (Altes Hackerhaus), Gregor Lemke (Wirt vom Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender der Münchner Innenstadtwirte), Stephan Meier (Cafe Luitpold), Robert Landersdorfer (Restaurant Landersdorfer & Innerhofer), Alexander Egger (Wirt von den Münchner Stubn und Mitglied des Vorstands der Innenstadtwirte) und Thomas Vollmer (Wirt der Augustiner Großgaststätten in der Fußgängerzone und Vorstandsmitglied).

1. Bild im Text: OB Dieter Reiter (rechts) mit Gregor Lemke (Wirt vom Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender der Münchner Innenstadtwirte - links)

2. Bild im Text: Scheckübergabe an Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe, v.l.: Alexander Egger (Wirt Münchner Stubn und Mitglied des Vorstands der Innenstadtwirte), Thomas Vollmer (Wirt der Augustiner Großgaststätten in der Fußgängerzone und Vorstandsmitglied), OB-Gattin Petra Reiter (Schirmherrin des Netzwerks Wohnungslosenhilfe, das den Spendenscheck erhält), (hinten:) Wolfgang Sperger (Wirt vom Hofbräuhaus und Vorstandsmitglied), Gregor Lemke (Wirt vom Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender der Münchner Innenstadtwirte), Thomas König (Internationaler Bund, ein sozialer Vertreter im Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe) und Julia Sterzer (von der AWO, die auch im Netzwerk Wohnungslosenhilfe vertreten ist).

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