Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: muenchen.de/Gunnar Jans
Foto: muenchen.de/Gunnar Jans Weinzelt-Chef Stephan Kuffler als Fotograf: In Bogenhausen stellte er seinen ersten Bildband vor.

„The Palace Collection“ heißt der Bildband mit 90 Schwarzweißaufnahmen

(8.2.2020) Das Weinzelt auf dem Oktoberfest, das Seehaus im Englischen Garten oder das Hotel München Palace: Man kennt Stephan Kuffler als (singenden) Wirt und herzlichen Gastgeber. Aber er kann auch richtig gut fotografieren! In Bogenhausen stellt er seinen ersten Bildband vor.

Stephan Kuffler überrascht mit einem Coffee Table Book

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection
Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection Der Vernissage fand im Hotel München Palace in Bogenhausen statt

Dass Künstler Cafés, Lokale oder Hotels eröffnen, ist nicht ungewöhnlich - aber dass in einem erfolgreichen Großgastronomen ein Künstler steckt, das ist schon ein bisschen exotisch. Ob auf dem Oktoberfest in seinem Weinzelt oder auf der eigenen Vernissage im Hotel München Palace in Bogenhausen: Stephan Kuffler sieht man selten ohne eine seiner geliebten Leicas in der Hand. Das allein ist schon ungewöhnlich in der Zeit der hervorragenden Smartphone-Kameras.

Kufflers Fotos: „Lebendig, unaufdringlich, oft ironisch"

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection
Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection

„Menschen wie Stephan Kuffler aber suchen in der eigentlichen Fotografie, der Gestaltung mit Licht, eine sehr viel tiefere Bedeutung. Stephan fotografiert rein intuitiv Fragmente seines Alltags, seiner Reisen - die Kamera ist dabei ein Begleiter, sein Notizbuch.“ So zu lesen im Editorial des neuen Bildbands „The Palace Collection“, geschrieben von seinem Freund, dem Fotografen Sven Hoffmann, der Kuffler dazu ermutigte, die Fotosammlung im Eigenverlag herauszugeben. 

„Er sucht nicht das eine große Foto, ihn interessiert das Leben selbst", schreibt Hoffmann über Stephan Kuffler, „die Ergebnisse sind deshalb im Einzelnen lebendig, unaufdringlich und oft ironisch." Die prägnanten Texte zu den Schwarzweißbildern in „The Palace Collection“ lieferte SZ-Journalist Stephan Handel.

Von „Munich Moods“ bis „The Bahamas“: Sehenswürdigkeiten und Portraits

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection
Foto: Stephan Kuffler: The Palace Collection Die Motive aus München, die „Munich Moods“, zeigen bekannte Sehenswürdigkeiten

Die 90 Aufnahmen zeigen Landschaften und Orte wie München, Saint Tropez oder die Bahamas, aber auch Portraits von Menschen und Tieren. So unterschiedlich sie auch sind, sie haben mehr gemeinsam als die konsequente Entwicklung in Schwarzweiß: Bei jedem Bild erkennt man das gute Auge des Fotografen, auch bei Fotografien, die auf den ersten Blick wie Schnappschüsse wirken. Die Motive aus München, die „Munich Moods“, zeigen bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Siegestor, den Monopteros im Englischen Garten oder das Haus der Kunst.

Kunst im Hotelzimmer

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher
Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher Im Hotel München Palace hängen die Bilder in den Zimmern und Suiten des neuen Trakts

Und doch sind es eben keine Postkarten, sondern Bilder, die man länger anschaut, die wirken und vor allem eines sind: alles außer gewöhnlich. Die Gäste des Hotel München Palace können sich in den Zimmern und Suiten des neuen Trakts darüber freuen, zwischen echten Kufflers zu wohnen, während sie in München sind. Den Bildband kann man auf dem Zimmer bewundern und für 59 Euro als Erinnerung mitnehmen.

„Der eine meditiert, der andere macht Yoga und ich fotografiere halt.“

Der Weinzelt-Wirt als Fotograf: Stephan Kuffler stellt Bildband vor, Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher
Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher Am liebsten fotografiert Kuffler mit einer Kamera der Leica M-Serie

Stephan Kuffler selbst sieht seine Kunst ganz pragmatisch. Das Fotografieren entschleunigt ihn in seinem oft hektischen Alltag als Großgastronom, dabei kann er „alles andere ausblenden“. Apropos Blende: Am liebsten fotografiert Kuffler mit einer Kamera der Leica M-Serie, die es zwar auch in digital gibt, bei der man als Fotograf aber klassisch und leica-typisch auf Hilfsmittel wie Autofokus, Programm-Modi oder Zoom verzichtet. Die beste Zeit zum Fotografieren? Immer, aber wegen des Lichts am liebsten frühmorgens oder am späten Abend. Und auch die Gäste der Vernissage waren nicht sicher vor Stephans Kufflers Leidenschaft: Keine Minute legte er seine Leica Monochrom aus der Hand und machte gleich neue Bilder, unter anderem von John Jürgens, Moritz von Crailsheim oder Wiesnwirt-Kollege Peter Inselkammer mit Tochter.

Text: Anette Göttlicher
Fotos: Anette Göttlicher/Gunnar Jans/Stephan Kuffler: The Palace Collection

Stephan Kuffler: The Palace Collection, 168 Seiten, 90 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, erschienen im Eigenverlag der Kuffler-Gruppe, ist zum Preis von 59 Euro im Hotel München Palace erhältlich.

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