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Coronavirus: Vorsorge, Maßnahmen, Fahrplanänderungen der MVG und MVV

U-Bahn, S-Bahn, Bus und Tram - das ändert sich ab Montag 16.3.

(14.3.2020) Home Office, Schulschließungen und die Verschiebung des Semesterbeginns an den Universitäten hat die Nachfrage im Öffentlichen Nahverkehr stark beeinflusst - darauf reagiert die Münchner Verkehrsgesellschaft und die S-Bahnen ab Montag auch mit Fahrplanänderungen.

So reagieren MVG und S-Bahn München auf die Coronavirus-Folgen

Die Zahl der Fahrgäste hat abgenommen, da viele Unternehmen auf Home-Office-Regelungen übergehen und viele Beschäftigte ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Personalverfügbarkeit bei U-Bahn, Tram und Bus. Ziel der geplanten vorübergehenden Fahrplanänderungen ist, auch dann einen möglichst stabilen und zuverlässigen Betrieb anbieten zu können, falls es vermehrt zu Personalausfällen kommt. Update, 22.3.2020: Im Zuge der Corona-Krise hat sich die Zahl der Fahrgäste bei der MVG nach ersten Auswertungen mehr als halbiert. Dennoch gebe es einzelne Fahrten mit höherer Nachfrage, teilten die Stadtwerke München am Sonntag, 22.3.2020 mit. Weitere Informationen

  • Bei der U-Bahn fahren die Linien U3 und U4 grundsätzlich im 10-Minuten-Takt. In den Hauptverkehrszeiten werden auf der U3 zusätzlich einzelne Verstärkerfahrten durchgeführt, damit das Platzangebot größer ist und die Fahrgäste den erforderlichen Abstand einhalten können. Die U7 fährt nur zwischen Sendlinger Tor und Rotkreuzplatz. Von und nach Neuperlach können Fahrgäste auf die U2/U5 ausweichen, Richtung Olympia-Einkaufszentrum auf die U1.
  • S-Bahnen: Aufgrund der Schulschließungen, sowie etlichen Arbeitnehmern im Homeoffice, wird die Deutsche Bahn auf einigen Linien ihre Fahrplanangebote anpassen, um den Betrieb auch unter den aktuellen Umständen nachhaltig zu sichern. So werden ab Montag, 16.3.2020, bei der Münchner S-Bahn die Taktverstärker der Linien S 2, S 3, S 4 und S 8 entfallen.
  • Tram: Bei der Tram wird neben der Verstärkerlinie 28 (Scheidplatz – Sendlinger Tor) die Linie 29 (Willibaldplatz – Hochschule München) ausgesetzt, nachdem der Vorlesungsbeginn an den Hochschulen auf April verschoben wurde.
  • Bus: Auch hier wird auf die sogenannten Schulverstärker verzichtet. Es handelt sich dabei um Busfahrten, die an Unterrichtstagen gezielt für Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden.

 

Vorsorge-Maßnahmen in den Leitstellen der MVG

Darüber hinaus ergreift die MVG verschiedene Vorsorgemaßnahmen im Hintergrund, um die Grundversorgung trotz der Corona-Krise aufrechtzuerhalten. So wird etwa die Arbeit der Leitstelle dezentralisiert, weil diese insbesondere im Schienenverkehr zwingende Voraussetzung für den Öffentlichen Nahverkehr ist.

Ähnlich wie bei der Pandemie-Vorsorge der Münchner Stadtwerken setzten die MVG auf die Verteilung der Mitarbeiter auf zwei Standorte, um so das Risiko zu reduzieren, dass die Erkrankung eines einzelnen Mitarbeiters beim ganzen Team zu Quarantänemaßnahmen führt und somit die Leitstelle nicht mehr in ausreichendem Umfang besetzt werden kann. 

MVG bittet um Abstand zum Fahrpersonal

Nach wie werden die Türen der Fahrzeuge, wo es möglich ist, automatisch geöffnet, so dass die Fahrgäste den Türtaster nicht anfassen müssen. Dies ist in fast allen Tramzügen und den neuen U-Bahnen (Typ C1 und C2) möglich. In Bussen können in der Regel die ersten beiden Türen zentral geöffnet werden, wobei gerade hier versucht wird den rechten Türflügel der ersten Tür gesperrt zu halten, um den Abstand zwischen Fahrgästen und Fahrpersonal zu vergrößern. Die MVG bittet Fahrgäste mit einem Hinweisschild, die Busfahrer nicht anzusprechen. 

Bahn schränkt Regionalverkehr ein - Keine Ticket-Kontrolle

(15.3.2020) Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr voraussichtlich einschränken.

Die Zahl der Züge werde wegen des Coronavirus schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Die Bahn erläuterte, man reduziere das Angebot nicht von sich aus. "Die Entscheidung über die veränderten Fahrpläne treffen am Ende die Besteller", fügte ein Sprecher hinzu. Das sind im Bahn-Regionalverkehr die Bundesländer oder Verkehrsverbünde.

Damit blieb zunächst unklar, wo möglicherweise Züge gestrichen werden und in welchem Umfang. Die Deutsche Bahn stellte fest, Ziel der Aufgabenträger und der Bahnbetreiber sei es, "mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrechtzuerhalten"

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

Die Bahn erweitert wegen der außergewöhnliche Lage auch die Möglichkeiten für die Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren. "Die Kulanzregelungen gelten in den kommenden Wochen, deshalb ist es nicht erforderlich, sich unverzüglich zu melden", betonte das Unternehmen. Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.

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