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Coronavirus: Schulen, Kindergärten und Kitas geschlossen

Grundschüler melden sich auf Frage der Lehrerin

Abitur verschoben - bayernweite Schulschließung bis Ende der Osterferien

(1.4.2020) Wegen der Verbreitung des Coronavirus sind seit 16.3. Schulen, Kindergärten und Kitas geschlossen - vorerst bis zum Beginn der Osterferien am 6.4.. Damit sind in Bayern faktisch bis einschließlich 19.4. die Bildungseinrichtungen geschlossen. Die Abiturprüfungen sollen auf den 20.5.2020 verschoben werden. Die Anmeldung für die 5. Klassen der öffentlichen Gymnasien für das Schuljahr 2020/21 wird ebenfalls verschoben. Alle Infos in der Übersicht:

Hinweis: Offizielle Erläuterungen durch die Landeshauptstadt München folgen zeitnah - unsere Informationen werden entsprechend laufend ergänzt und aktualisiert.

Bayern verschiebt Start der Abitur-Prüfungen wegen Coronavirus

Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30.4. auf den 20.5.2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch, 18.3. in München mit.

Trotz der Schulschließungen sollen Bayerns Schüler bei Abschlussprüfungen keine Nachteile haben. "Wir werden faire Bedingungen sicherstellen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag, 13.3. in München. Weiterhin werde gewährleistet, "dass es für die Schülerinnen und Schüler keine Nachteile gibt." Wichtig seien auch die Fragen der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse unter den Ländern. "Auch da werden wir uns unterstützen durch die Bundesländer", sagte der Minister.

Auch die Abschlussprüfungen anderer Schularten werden verschoben. Der mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abgestimmte Plan sieht vor, den Start der Prüfungen um 14 Tage nach hinten zu verschieben. Auch die zentralen mündlichen Prüfungen der Realschüler in den Fremdsprachen sollen verlegt werden.

Anmeldung für öffentliche Gymnasien verschoben

Wer das Gymnasium besuchen möchte, muss ebenfalls noch länger warten: Die Anmeldung für die 5. Klassen der öffentlichen Gymnasien in München für das Schuljahr 2020/21 wird ebenfalls verschoben und findet nicht wie ursprünglich geplant am 12.5. statt.

Der neue Termin für die Anmeldung soll bayernweit in der Woche von Montag, 18., bis Freitag, 22.5. stattfinden. Ob es einen gebündelten Haupttermin für München gibt, steht noch nicht fest.

Auf ihren jeweiligen Internetseiten informieren die Schulen, ob und wann die Elterninformationsabende an den öffentlichen Münchner Gymnasien statttfinden können.

Abschlussprüfungen an Oberschulen und Fachoberschulen verschoben

Neben den Abiturprüfungen an den Gymnasien werden wegen der Corona-Krise auch die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten geschoben. "Mir ist es wichtig, dass auch in dieser Ausnahmesituation faire Bedingungen bei den Abschlussprüfungen sichergestellt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am 1.4. in München. In Bayern absolvieren 2020 rund 25.000 Schüler beruflicher Oberschulen ihre Abschlussprüfungen.
Die Prüfungen sollen nun am 18.6. und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25.5. beginnen, sofern der Unterricht nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne.

Einen neuen Terminplan für die Fachabitur- beziehungsweise Abiturprüfungen 2020 an beruflichen Oberschulen gibt es auch bereits: Bisher sollen die schriftlichen Prüfungen in Deutsch für den 18.6. vor, Englisch am 19.6., Mathematik am 22.6. und im Profilfach am 23.6 eingeplant werden. Die Zeugnisverleihung wird auf den 29.7.2020 verschoben. "Aufgrund der dynamischen Entwicklung können zusätzliche Anpassungen bei den Abschlussprüfungen 2020 nicht ausgeschlossen werden", hieß es weiter.

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Diese Änderungen gibt es beim Übertrittszeugnis für die vierte Klasse

Die Corona-Pandemie hat auch auf die Übertrittszeugnisse der vierten Klassen Auswirkungen. Normalerweise würden Viertklässler derzeit ihre letzten Prüfungen schreiben. Wie der Ministerrat am 24.3. beschlossen hat, reichen zum Übertritt auf weiterführende Schulen die bisherigen Noten. Es gebe aber auch noch die Chance, sich zu verbessern. Falls die Schulen wie bislang geplant am 20.4. wieder öffnen, können die Schüler noch bis zum 11. Mai drei freiwillige Proben schreiben.

"Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern", erklärte Piazolo. Verpflichtende Proben werden dagegen aber nicht mehr gefordert. In der ersten Woche nach den Ferien sollen noch keine Proben stattfinden.

Die Ausgabe der Übertrittszeugnisse wurde laut Ministerium vom 4.5. auf den 11.5. verlegt und nur die Noten der drei Fächer Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht darin ausgewiesen. Hinzu kommt die Durchschnittsnote einschließlich der Übertrittsempfehlung und eine kurze Bemerkung über Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes.

Notfallbetreuung für "systemkritische Berufe" wird eingerichtet

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erklärt, dass landesweite Schulschließungen in Bayern notwendig sind, um Situationen wie in Italien zu verhindern. Bis zum Ende der Osterferien am 19.4. müssen somit alle Schulen, Kindergärten und Kitas schließen. Danach soll laut Söder eine "Bestandsaufnahme erfolgen." Diese fünf Wochen sollen die Ausbreitung des Virus verlangsamen. "Kein Schüler soll eine Benachteiligung von dieser Maßnahme haben, auch bei der Abiturprüfung," erläuterte der Ministerpräsident.

Um unter allen Umständen eine Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen gewährleisten zu können, weitet die bayerische Staatsregierung die Notbetreuung für Kinder aus. Somit können sei 22.3. auch Münchner Eltern Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in den Bereichen Gesundheitsversorgung oder Pflege tätig ist. Mehr Informationen

In Bayern sind faktisch bis zum 19.4. alle Bildungseinrichtungen zu - auch Privat- und Berufsschulen sind von der Schließung betroffen. Nach Angaben der Staatsregierung gibt es bayernweit rund 6000 Schulen und rund 9800 Kitas. In München informierte OB Dieter Reiter zu den aktuellen Entwicklungen in Sachen Coronavirus

Appell an Arbeitgeber: Home Office und flexible Lösungen in Coronakrise

Um die Kinderbetreuung in Bayern während der Kita-Schließungen wegen der Corona-Epidemie zu gewährleisten, appelliert die Staatsregierung an die Arbeitgeber. Arbeitszeiten sollten flexibel gestaltet werden, sagte Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU) am Freitag in München. Wo es möglich ist, solle im Homeoffice gearbeitet werden. Wenn dies nicht möglich ist, solle zunächst Urlaub in Betracht gezogen werden, sagte die Ministerin. Der Bund müsse prüfen, welche Regelungen hierzu möglich sind.

Auch wenn Kinder weniger häufig am neuartigen Coronavirus erkranken, übertragen sie es doch, sagte Trautner. Daher habe man das Betretungsverbot für Kindertageseinrichtungen erlassen.

Es soll Notgruppen für Kinder geben. Das gelte für Familien, bei denen die einzig verfügbare Betreuungsperson etwa in medizinischen Bereichen oder bei Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk arbeitet. Wenn nur einer von beiden Elternteilen dort tätig ist, solle der andere die Betreuung der Kinder übernehmen, sagte Trautner. "Nutzen Sie diese Notgruppen wirklich nur, wenn die Betreuung Ihrer Kinder wirklich nicht anders sichergestellt werden kann." Das sei auch zum eigenen Schutz. Entsprechende Empfehlungen seien ins Englische, Französische und Italienische übersetzt worden.

(dpa/muenchen.de)

Corona: Abgesagte Veranstaltungen in München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus aktuell stark eingeschränkt. Bis voraussichtlich 19.4.2020 sind Veranstaltungen in München untersagt. Von dieser Entscheidung und den internationalen Folgen der Corona-Krise können auch Events zu späteren Terminen betroffen sein und vorzeitig abgesagt werden. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Veranstalter oder Ticketanbieter über konkrete Absagen oder Verschiebungen und die Kartenrückgabe.

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