Corona in München: Versorgung bedürftiger Menschen wird ausgebaut

Der neue Foodtruck der Caritas München in der Nähe des Hauptbahnhofs, Foto: Caritas München
Foto: Caritas München

Angebote für Bedürftige: Caritas startet Foodtruck Nähe Hauptbahnhof

(31.3.2020) Die Träger der Bahnhofsmission und ihre Spitzenverbände Diakonie und Caritas bauen zusammen mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtzentrum aus. Notleidende sollen jetzt mit einem Foodtruck und weiteren Versorgungsstrukturen auch in der Corona-Krise unterstützt werden.

Caritas versorgt Bedürftige mit Essen - zweiter Foodtruck geplant

Der neue Foodtruck der Caritas München in der Nähe des Hauptbahnhofs, Foto: Caritas München
Foto: Caritas München

Aktuell kommen täglich rund 600 Menschen zur Bahnhofsmission und werden dort mit großem Engagement versorgt. Die ökumenisch getragene Einrichtung an Gleis 11 stößt dabei räumlich – insbesondere aufgrund der aktuellen Corona-Prävention – an ihre Grenzen, wie Leiterin Bettina Spahn erläutert: „Wir können die Menschen nicht mehr in dem Maße beraten, wie es für die Betroffenen nötig wäre.“

In allen Angeboten für Wohnungslose steht derzeit die Versorgung Bedürftiger im Vordergrund. Für die notwendige Beratung und Unterstützung der Betroffenen bleibt aufgrund der derzeitigen Lage oft zu wenig Zeit. Die notleidenden Menschen in München sollen deshalb mit einer gemeinsamen Anstrengung unterstützt werden. Den Anfang macht die Caritas, die seit Montag, 30.3.2020, mit einem Foodtruck Ecke Luisen-/Elisenstraße (Karl-Stützel-Platz) Bedürftige mit Essen versorgt. Ein zweiter Foodtruck wird folgen.

Harald Bachmeier, Geschäftsführer der Caritas München: „Die Krise führt uns nochmal deutlicher vor Augen, wie viele Menschen in München tatsächlich in Armut leben. Wir lassen niemanden im Stich“, betont Bachmeier und ergänzt, wie wichtig es dem katholischen Wohlfahrtsverband mit der Bekämpfung von Not und Armut ist.

Leerstehende Läden im alten Postbankgebäude für Versorgung nutzen

Auch beim Foodtruck der Caritas München gelten die Corona-Abstandsregelungen, Foto: Caritas München
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Im nächsten Schritt werden gemeinsam mit der diakonia, einer Tochtergesellschaft der Inneren Mission München, in leerstehenden Läden des ehemaligen Postbankgebäudes weitere Versorgungsstrukturen für Bedürftige eingerichtet (zum Beispiel Kleidung). Für die Nutzung der Angebote sind keine Nachweise notwendig. Wer kommt, muss die notwendigen Abstände im Rahmen des Corona-Infektionsschutzes einhalten.

Das Kälteschutz- und Übernachtungsschutzprogramm der Stadt München in der Bayernkaserne hat deshalb seit Samstag, 21.3., ganztägig inklusive einer Essensverpflegung geöffnet. Die obdachlosen Männer und Frauen, die dort übernachten, müssen tagsüber die Einrichtung nicht mehr verlassen.

Anlaufstellen: Wohin können sich notleidende Menschen wenden?

  • Weiterhin haben die wichtigsten Anlaufstellen für obdach- und wohnungslose Menschen (Schiller 25, Otto und Rosi, D3, Teestube „komm“) nach wie vor im Notbetrieb unter den nötigen Gesundheitsvorkehrungen geöffnet, genauso wie die Notversorgung im Amt für Wohnen und Migration.
  • Betroffene können sich von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr an das Amt für Wohnen und Migration in der Franziskanerstraße 8 wenden, wenn sie akuten Bedarf zur Unterbringung haben oder SGB II- beziehungsweise SGB XII-Leistungen beantragen wollen.
  • Persönliche Beratungen finden jedoch nur in ganz dringenden Angelegenheiten statt (zum Beispiel bei Einweisung in eine Unterkunft).
  • In allen anderen Anliegen bittet das Sozialreferat um telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme. Das Servicetelefon des Sozialreferats ist telefonisch unter 089-233-96833 erreichbar.
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Bis auf Weiteres gilt in Bayern eine Kontaktbeschränkung. Freizeit- und Veranstaltungseinrichtungen sind z.T. wieder offen. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Institutionen und bei den Veranstaltern über konkrete Absagen oder Schließungen. Geschäfte dürfen wieder uneingeschränkt und unter strengen Hygienevorschriften öffnen. Auch Gastronomiebetriebe dürfen unter Auflagen öffnen. Unter 233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

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