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Corona-Maßnahmen: Das ändert sich in Bayern und München

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Lockerungen in der Corona-Krise: Die Änderungen zum 27.4.

(28.4.2020) Ministerpräsident Markus Söder hat den Zeitplan der bayerischen Staatsregierung für erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgestellt. Die Ausgangsbeschränkungen werden verlängert, es gibt aber eine Erleichterung. Auch für Schulen und Geschäfte wurden Regelungen für eine allmähliche Wiedereröffnung gefunden. Der Überblick zu den einzelnen Bereichen.

Schutzmaßnahme: Maskengebot wird zur Maskenpflicht

Ab 27.4. gibt es eine Maskenpflicht für Mund und Nase in Bayern - sie gilt für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr. Das kündigte Ministerpräsident Söder schon am 20.4. in einer Regierungserklärung an.

Bei den sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung - aber davor, andere womöglich zu infizieren.

Alle Infos zur neuen Maskenpflicht und Fragen und Antworten zur Maskenpflicht in Bayern

Geschäfte bis 800 qm ab 27.4. wieder offen

Ab Montag, 20.4., dürfen Baumärkte und Gartenmärkte wieder öffnen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern können eine Woche später, ab 27.4., wieder ihre Türen für Kunden öffnen - maximal 40 Personen sollen auf einmal im Laden sein dürfen. Am Abend des 27.4. passte die Staatsregierung nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts die Richtlinie an - nun dürfen auch größere Geschäfte wieder öffnen, sofern sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen. 

Ab dem 4.5. ist es Friseuren und Fußpflegegeschäften wieder erlaubt zu öffnen. In all diesen Bereichen gilt: Eine Öffnung darf nur unter Einhaltung strenger Hygienestandards erfolgen.

Weiterhin geschlossen bleiben laut Ministerpräsident Söder Kaufhäuser und Shopping Malls.

Schulen: Erst Abschlussklassen, dann höhere Klassen

Wie Kultusminister Michael Piazolo mitteilte, dürfen die Abschlussklassen an Realschulen, Mittelschulen und Gymnasien in Bayern sowie Meisterklassen ab dem 27.4. wieder in der Schule unterrichtet werden. Ab dem 11.5. folgen dann die älteren Schulklassen, die im kommenden Jahr ihre Abschlüsse machen.

Dabei ist maximal die halbe Klassenstärke erlaubt, also 10 bis 15 Schüler. Es soll wenige Raumwechsel geben, eine klare Sitzordnung und keine Gruppenarbeiten. Auch in den Pausen müssen die Schulen für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sorgen. Grundschulen und Kitas bleiben in Bayern auch weiterhin geschlossen. Die Notbetreuung soll jedoch massiv ausgebaut werden.

Piazolo betonte, dass kein Schüler wegen coronabedingter Wissenslücken in diesem Jahr um das Vorrücken in die nächste Klasse bangen muss. "Wir werden großzügig ein Vorrücken auf Probe erlauben", so der Minister.

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Ausgangsbeschränkungen werden noch einmal verlängert

Wie auf Bundesebene wurden zunächst auch in Bayern die geltenden Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 3.5. verlängert. Am 28.4. beschloss das Kabinett jedoch eine weitere Verlängerung um eine Woche - die Ausgangsbeschränkungen gelten nun bis zum 10.5.. Dennoch gilt schon seit Montag, 20.4., eine Erleichterung: Analog zu anderen Bundesländern ist es jetzt auch in Bayern erlaubt, im Freien eine Kontaktperson neben der eigenen Familie oder Mitgliedern des eigenen Hausstandes zu treffen.

Dabei gilt jedoch weiterhin: Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Veranstaltungen: Große Events bis Ende August untersagt

Großveranstaltungen sind in Bayern - wie auf Bundesebene - bis zum 31.8. komplett untersagt. Gottesdienste könnten laut Ministerpräsident Söder aber bereits im Mai wieder möglich sein. Es sei wichtig, grundrechtlich geschützte Rechte der Religionsausübung wieder zu ermöglichen. Final sei dies aber noch nicht entschieden.

Gastronomie und Hotelbetriebe bleiben vorerst zu

Gastronomische Betriebe wie Restaurants und Cafés müssen weiterhin geschlossen bleiben. Als Grund nannte Ministerpräsident Söder, dass das Einhalten des Mindestabstands hier nicht so einfach möglich ist wie in anderen Bereichen. Dasselbe gilt für Hotels und andere Betriebe der Tourismusbranche.

Sommerurlaub im Ausland eher unwahrscheinlich

Angesichts der Corona-Situation in den angrenzenden Ländern, die zum Teil beliebte Urlaubsziele sind, hält Ministerpräsident Markus Söder einen Sommerurlaub im Ausland dieses Jahr für unwahrscheinlich. Umso mehr könnte es aber einen Ansturm auf heimische Tourismusziele in Bayern geben, was laut Söder der aktuell schwer getroffenen Branche Aufschwung verleihen könnte.

Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Die bayerische Staatsregierung will den bisherigen Kurs in Krankenhäusern und Pflegeheimen beibehalten. Dort werden Serientests gemacht, ebenso wie in Arztpraxen, deren Besuch laut Söder wieder normal möglich sein sollte. Auch wichtige Operationen in Krankenhäusern sollen durchgeführt werden. "Es gibt nicht nur Corona, es gibt auch andere Krankheiten", so der Ministerpräsident.

Gleichzeitig will der Freistaat das Gesundheitssystem weiter ausbauen. Die Testkapazität auf das Coronavirus soll von 12.000 pro Tag auf bis zu 25.000 ausgebaut werden. Ebenso sind weitere Intensivbetten in den Krankenhäusern und mehr Gesundheitsteams zur Nachverfolgung von Infektionsketten geplant.

(muenchen.de/dpa)

Coronavirus in Bayern – Auswirkungen auf München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus aktuell eingeschränkt. Seit dem 6. Mai gilt bis auf Weiteres eine Kontaktbeschränkung. Freizeit- und Veranstaltungseinrichtungen öffnen schrittweise wieder. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Institutionen und bei den Veranstaltern über konkrete Absagen oder Schließungen. Seit dem 11. Mai dürfen Geschäfte wieder uneingeschränkt und unter strengen Hygienevorschriften öffnen. Auch die Wiedereröffnung von Gastronomiebetrieben läuft schrittweise: Biergärten dürfen seit 18. Mai öffnen, Restaurants ab 25. Mai. Das Bürgertelefon unter der Nummer 089/233-44740 informiert täglich von 8 bis 18 Uhr zu Fragen zum Coronavirus..

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