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Alpenverein appelliert: Auf Bergtouren verzichten

Wandern in den Bergen

Coronavirus: Bewegung tut gut - aber nicht in den Bergen

(9.4.2020) Der Deutsche Alpenverein (DAV) appelliert eindringlich, trotz schönen Wetters auf Bergtouren zu verzichten - auch am Osterwochenende. Während der Corona-Krise sind Ausflüge mit erheblichen Risiken verbunden - auch für die Bergretter. Auf Bewegung muss man natürlich trotzdem nicht ganz verzichten.

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Bergtouren rechtlich nicht verboten - aber nicht sinnvoll

Normalerweise gilt für viele Münchner: Gutes Wetter ist Bergwetter. Derzeit nicht. Denn das Coronavirus und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen machen den spontanen Ausflug ins Gebirge zu einer riskanten Angelegenheit. Das Bayerische Innenministerium schreibt in einer Empfehlung: "Unter dem Aspekt des Gemeinwohls möchten wir Sie bitten, zu Hause zu bleiben bzw. Bewegung an der frischen Luft in der unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen. Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen.“

Dieser Bitte schließt sich auch der DAV an: "Für die kommenden Osterfeiertage weist der DAV nochmals auf seinen Appell hin, in der aktuellen Situation keine Bergtouren zu unternehmen. Es geht dabei sowohl um Bergtouren in den Bayerischen Alpen, als auch um Wanderungen in den deutschen Mittelgebirgen oder Kletterausflüge am Fels. In Bewegung zu bleiben ist natürlich wichtig, doch dabei sollte man sich an die Kontaktbeschränkungen halten und im näheren Umfeld des Aufenthaltsortes bleiben – auf jeden Fall nirgends hingehen, wo eine Verletzung einen schwierigen Abtransport erfordern würde."

Josef Klenner, Präsident des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit Sitz in München, hatte sich bereits am 3.4. mit einem eindringlichen Appell an alle Bergfreunde gewandt. Alpine Notfälle müssten im Augenblick verhindert werden, um sowohl das Rettungswesen als auch die Krankenhäuser zu entlasten. Außerdem besteht an beliebten Wanderzielen bei großem Andrang ein Infektionsrisiko mit Covid-19.

Rettungskräfte sollen in Corona-Zeiten kein Risiko eingehen

Nicht zuletzt entlastet der Verzicht auf die Bergtour auch das momentan stark beanspruchte Gesundheitssystem: In Zeiten von Corona ist der Aufwand für eine Rettung erheblich höher, da alle Einsatzkräfte Schutzausrüstung tragen müssen. Außerdem kann eine einzige Covid-19-Infektion schon ausreichen, um ganze Rettungsteams in Quarantäne zu zwingen - und die fehlen dann womöglich an anderen Stellen.

Der Appell des DAV gilt übrigens auch für Kletterer, die sich an den Felsen in den Mittelgebirgen ausprobieren wollen: Lieber daheim bleiben und sich selbst und andere schützen!

Bewegung ist in Zeiten der Coronakrise natürlich trotzdem sinnvoll: Joggen oder spazieren sind erlaubt - solange die Kontakte dabei auf Mitglieder der häuslichen Gemeinschaft beschränkt bleiben.

DAV-Präsident Klenner schaut jedenfalls bereits in die Zukunft von verspricht: "Die Zeit der Bergtouren wird wieder kommen." Bis es soweit ist, verbreitet der Alpenverein seine wichtige Botschaft auch in den sozialen Medien: "Die Berge warten, wir auch".

Coronavirus in Bayern – Auswirkungen auf München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus aktuell eingeschränkt. Seit dem 6. Mai gilt bis auf Weiteres eine Kontaktbeschränkung. Freizeit- und Veranstaltungseinrichtungen öffnen schrittweise wieder. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Institutionen und bei den Veranstaltern über konkrete Absagen oder Schließungen. Seit dem 11. Mai dürfen Geschäfte wieder uneingeschränkt und unter strengen Hygienevorschriften öffnen. Auch die Wiedereröffnung von Gastronomiebetrieben läuft schrittweise: Biergärten dürfen seit 18. Mai öffnen, Restaurants ab 25. Mai. Das Bürgertelefon unter der Nummer 089/233-44740 informiert täglich von 8 bis 18 Uhr zu Fragen zum Coronavirus..

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