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Ende des Ramadan: OB Reiter richtet Grußwort an Muslime

Oberbürgermeister Dieter Reiter, Foto: Presseamt / Nagy
Foto: Presseamt / Nagy

Reiter bedauert Ausfall der Fastenbrechen-Veranstaltungen

(22.5.2020) Muslime können wie Anhänger anderer Religionen während der Corona-Krise ihren Glauben nur mit Einschränkungen praktizieren. Dies traf besonders für den Fastenmonat Ramadan zu. Zu dessen Ende am Samstag, 23.5. richtet OB Dieter Reiter ein Grußwort an Münchens Muslime.

"Glaubensriten mussten auf Familienkreis beschränkt bleiben"

Münchens Oberbürgermeister schreibt: „Liebe Münchnerinnen und Münchner muslimischen Glaubens, die Landeshauptstadt München sendet Ihnen, Ihren Familien und Ihren Gemeinden zu Id al-Fitr die besten Glückwünsche. Leider konnte der diesjährige Fastenmonat unter dem Einfluss der Corona-Pandemie in Deutschland und weltweit nicht mit den bisher gewohnten Gepflogenheiten und lieb gewonnenen Bräuchen begangen werden. Glaubensriten mussten größtenteils auf den häuslichen Familienkreis beschränkt bleiben. Sonst so bedeutsame Momente des sozialen Miteinanders und Austausches wie das gemeinsame Fastenbrechen bei Sonnenuntergang oder gemeinschaftliche Gebete in den Moscheen waren nicht wie üblich möglich. Ich kann nur erahnen, was es für Musliminnen und Muslime bedeuten muss, dass der Ramadan weitgehend ohne das abendliche Fastenbrechen in Gemeinschaft und ohne das Gebet in der Moschee stattfinden musste.

Ich bedaure es sehr, dass alle öffentlichen Fastenbrechen-Veranstaltungen, wie das für den 23. Mai geplante Open Air Iftar auf der Theresienwiese, aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten. Die Landeshauptstadt München hat der besonderen Einschränkungen der Corona-Pandemie wegen anfragenden Moscheegemeinden gestattet, zum Ausgleich der sehr einschränkenden Bedingungen im diesjährigen Ramadan den Gebetsruf auf dem jeweiligen Moscheegelände ausrufen zu lassen. Auch konnten wir es Moscheegemeinden ermöglichen, unter diesen erschwerten Bedingungen ihrem religiösen und bürgerschaftlichen Engagement nachzukommen und vor der Moschee täglich Essen an Bedürftige zu verteilen.

Trotz der großen Erschwernisse wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern muslimischen Glaubens ein hoffnungsvolles und frohes Id al-Fitr trotz der schwierigen Situation. Eid Mubarak!“

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