Corona: Diese Regeln gelten in München und Bayern

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Corona-Maßnahmen: Das gilt aktuell in München

Angesichts der in München stark steigenden Corona-Infektionszahlen, die über dem kritischen Schwellenwert von 50 liegen, gelten ab dem 17. Oktober die vom Freistaat verschärften Corona-Regeln. Alle Infos zu Kontaktbeschränkungen, Alkoholverboten, Maskenpflicht sowie zu Beschränkungen in der Gastronomie und anderen Punkten.

Kontaktbeschränkung: Treffen von max. 5 Personen oder 2 Haushalten

Diese Kontakt-Regeln gelten aktuell für München:

  • Der gemeinsame Aufenthalt im privaten sowie im öffentlichen Raum und an einem gemeinsamen Tisch in der Gastronomie ist nur gestattet mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands, oder in Gruppen von bis zu 5 Personen
  • Für private Feiern (wie z.B. Hochzeiten, Beerdigungen und Geburtstage) gilt auch eine Beschränkung auf maximal 5 Personen oder zwei Hausstände.
  • Weiterhin gilt: Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen
  • Diese Regelungen übertragen sich dementsprechend auch auf die Gastronomie, Hotellerie und Kulturstätten.

FAQs zu Kontaktbeschränkung: Was ist erlaubt, was nicht?

Sperrstunde, Alkoholverkauf und -konsumverbot

Da München anhaltend bei der 7-Tages-Inzidenz den kritischen Schwellenwert von 50 weit überschritten hat, tritt die vom Freistaat vorgegebene Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Kraft.

  • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr, ausgenommen sind Speisen und nichtalkoholische Getränke zum Mitnehmen.
  • Das aus den Vorwochen bekannte nächtliche Alkoholkonsumverbot an bestimmten Hotspots gilt nun täglich ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages.
  • Zusätzlich darf an Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ab 22 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden.
  • Mehr Infos zu den Hygiene-Maßnahmen und Regeln in der Gastronomie

 

Nächtliches Alkoholverbot täglich auf bestimmten Münchner Plätzen

Seit dem 17. Oktober gilt das nächtliche Alkoholverbot nun jeden Tag an folgenden Orten:

  • Baldeplatz
  • Gärtnerplatz
  • Gerner Brücke (Nymphenburger Schlosskanal)
  • Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke
  • Wedekindplatz


Alkoholkonsumverbot: Von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages darf an diesen Hotspots kein Alkohol mehr konsumiert werden.

Alkoholverkaufsverbot: Von 21 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages darf an diesen Hotspots sowie ab 22 Uhr an Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste kein Alkohol mehr verkauft werden.

Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum an den Hotspots nach 23 Uhr beträgt mindestens 150 Euro.

Das Bußgeld für Verstöße gegen das Verkaufsverbot an den Hotspots nach 21 Uhr beträgt mindestens 500 Euro.

 

Maskenpflicht: Bußgelder bei Verstößen

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr müssen Menschen in Bayern Alltagsmasken bzw. sogenannte Community-Masken über Mund und Nase tragen. Seit dem 27.4. gilt in ganz Bayern eine Maskenpflicht. Am 25.8. wurden die Bußgelder für Verstöße auf 250 Euro im Einzelfall bzw. 500 Euro bei mehreren Vergehen festgelegt.

Weiterhin gilt aktuell in München an stark besuchten Orten in der Münchner Altstadt auch im Freien eine generelle Maskenpflicht. Aufgrund der aktuell hohen Coronazahlen müsst Ihr an folgenden Plätzen von 9 bis 23 Uhr eine Maske tragen: 

  • Altstadt-Fußgängerzone (Neuhauser Straße, Kaufinger Straße, Theatinerstraße, Rindermarkt, Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle u.a.) einschließlich Schützenstraße
  • Stachus und im Stachus-Untergeschoss
  • Marienplatz
  • Rosental zwischen Sendlinger Straße einschließlich Sendlinger-Tor-Platz
  • Viktualienmarkt
  • Gehwege im Tal
  • Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße

 

Öffentliche Gebäude: Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie von Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten vorgeschrieben.

Veranstaltungsorte: Darüber hinaus gilt jetzt in Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos, bei Tagungen und Kongressen sowie für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen auch am Platz Maskenpflicht.

Arbeit: Außerdem besteht Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

 

Bei größeren Versammlungen im Freien wie etwa Demonstrationen gilt seit 9.9. bei einer Größe ab 200 Teilnehmern die Maskenpflicht.

Für die Mitarbeiter*innen in Kassen- und Thekenbereichen von Geschäften oder an Rezeptionen ist die Maskenpflicht gelockert: Sofern durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässiger Schutz sichergestellt werden kann, entfällt für diese die Maskenpflicht.

 

Kultur: Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember untersagt

Alle großen Veranstaltungen und Versammlungen sind bis mindestens 31.12.2020 von der Bundesregierung sowie der bayerischen Staatsregierung untersagt. Dies wurde am 27.8. beschlossen. Für Zuschauer bei Sportevents wird bis Ende Oktober eine bundeseinheitliche Regelung entwickelt.

Für Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich und Kinos gilt: Derzeit sind Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern drinnen und 200 Besuchern draußen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze erlaubt. Seit dem 15. Juli sind mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen 400 Personen draußen und 200 Personen drinnen erlaubt.

  • Private Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage sind ab dem 17. Oktober nur mit 5 Gästen oder 2 Hausständen erlaubt.
  • Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen dürfen ab dem 15.7. unter gleichen Bedingungen wie kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
  • Kleine Märkte ohne Volksfestcharakter dürfen dann auch wieder unter bestimmten Vorschriften stattfinden. 
  • Gottesdienste finden seit dem 4.5. unter strengen Auflagen wieder statt.

 

RGU-Hotline zum Coronavirus

Unter 089-233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

Freizeit: Hallenbäder und Thermen dürfen wieder öffnen

Auch weitere Lockerungen für den Freizeitbereich wurden am 16.6. von Ministerpräsident Markus Söder bekannt gegeben. So dürfen seit dem 22.6. Hallenbäder wieder öffnen, ebenso wie der Innenbereich von Thermen und Hotelschwimmbädern, samt Wellness- und Saunaangeboten. Seit dem 8.7. dürfen zudem weitere Freizeitangebote in Innenbereichen, wie zum Beipsiel Escape Rooms, Innenbereiche in Zoos und Freizeitparks oder auch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens öffnen.

Im Bereich des Sports kommt es ebenfalls zu weiteren Lockerungen: Der Lehrgangsbetrieb wird wieder aufgenommen und die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport werden aufgehoben, da sie sich nun nach den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung) richten.

Seit dem 22.6. gilt für alle Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 qm Fläche zugelassen war nun die Regel, dass 10 qm pro Person ausreichen. Besonders Geschäften mit Kundenverkehr, Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten, wie z. B. Museen oder zoologische Gärten sind davon betroffen. Seit dem 8.7. sind auch weitere Wettkampf-Sportarten möglich, sofern feste Teams trainieren.

Hotellerie/Gastronomie: Aktuelle Regeln

Seit dem 17. Oktober gilt in der Gastronomie in München eine Sperrstunde ab 22 Uhr, ausgenommen sind Speisen und nichtalkoholische Getränke zum Mitnehmen.

In allen Bereichen gelten zudem strenge Auflagen, die insbesondere Hygiene-Konzepte, Gästezahlbegrenzungen und Abstandssicherung umfassen. Wer übrigens falsche Angaben beim Ausfüllen des Kontaktformulars macht, muss mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro rechnen. 

Seit dem 30.5. dürfen Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze wieder Gäste beherbergen und touristische Angebote wie Freizeitparks, Schlösser, Ausflugsschiffe oder Seilbahnen stehen wieder zur Verfügung. 

Bildung: Die Fahrpläne für Schulen, Kindergärten und Kitas

In München findet derzeit wieder Präsenzunterricht statt, allerdings gilt aktuell wegen des 7-Tage-Inzidenzwerts ab der Grundschule eine Maskenpflicht im Unterricht für Schüler und LehrerZusätzlich zur generellen Maskenpflicht in Schulgebäuden.

Aufgrund steigernder Infektionszahlen ist zum Start des neuen Kita-Jahres am 1. September ein Drei-Stufen-Plan in Kraft getreten, der sich an der 7-Tage-Inzidenz orientiert - aber nicht zwangsläufig bindend ist. Die endgültige Entscheidung über die Maßnahmen liegt dabei in der Hand der Kommunen.

  • Stufe 1: Liegt die Zahl unter dem bayerischen Signalwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern, dann läuft ein normaler Kita-Betrieb – natürlich unter Beachtung der Schutz- und Hygienekonzepte.
  • Stufe 2: Wird der Wert 35 überschritten, bleiben die Kinder in festen Gruppen zusammen, sodass eventuelle Infektionswege gut nachvollziehbar sind. Die Kinder dürfen sich nicht wie im Regelbetrieb frei im Haus bewegen, die Zahl der betreuten Kinder wird aber nicht reduziert.
  • Stufe 3: Bei einer Inzidenzrate von über 50 erfolgt aus Gründen des Infektionsschutzes nur noch eine Notbetreuung für definierte Zielgruppen wie Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden, Kinder mit Behinderung und Kinder mit besonderem Schutzbedürfnis. Pro Gruppen können bis zu 10 Kinder betreut werden.  

Auch wenn der Wert 50 überschritten werden sollte, werden in München in diesem Fall Schulen und Kindertageseinrichtungen nicht automatisch geschlossen. Das stellte Oberbürgermeister Dieter Reiter am 14.9. klar: "Vielmehr versuchen wir, natürlich immer im Hinblick auf die vom Freistaat vorgegebenen Regeln, den Schul- und Kitabetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten."

 

Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- & Altenheime

Bei Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Intensivpflege-WGs, sowie Altenheimen und Seniorenresidenzen wurden die Besuchsbeschränkungen am 29.6. gelockert.

Immer noch müssen strenge Hygienemaßnahmen und Besuchsauflagen eingehalten werden. "Ziel sind weitgehende Erleichterungen bei den Besuchsregelungen, dies stets aber nur in Abhängigkeit von den konkreten örtlichen Verhältnissen."

Mehr Infos zu den Besuchsregeln in Krankenhäusern.

Kultureinrichtungen: Museen und Bibliotheken haben geöffnet

Seit dem 11.5. dürfen Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten unter Auflagen wieder öffnen. Es gilt seit dem 22.6. die 10 qm pro Besucher-Regel, Abstand muss eingehalten werden und der Gastronomiebetrieb muss in den Einrichtungen geschlossen bleiben.

Die Bayerische Staatsbibliothek in München und die Bibliotheken der Universitäten und Hochschulen haben bereits seit dem 27.4. unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder geöffnet.

 

Reisen: Risikogebiete und Regeln für Reiserückkehrer

Die Grenzkontrollen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sind seit dem 15.6. beendet. Auch die weltweite Reisewarnung wurde teilweise aufgehoben.

Rückkehrer aus vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebieten müssen seit dem 15. Juni einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen oder sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Sie müssen sich zudem sofort beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Verstöße gegen Quarantäne-Regeln werden mit Bußgeldern geahndet.

Derzeit gibt es für Reiserückkehrer aus Risikogebieten die Möglichkeit eines kostenlosen Coronavirus-Tests. Eine Teststation für Reiserückkehrer gibt es am Flughafen München.

(DPA/muenchen.de)

Corona: Veranstaltungen in München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus aktuell eingeschränkt. Veranstaltungseinrichtungen öffnen schrittweise wieder. Großveranstaltungen bleiben bis Ende Dezember untersagt. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Veranstalter oder Ticketanbieter über konkrete Absagen oder Verschiebungen und die Kartenrückgabe.

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