Coronavirus in München: Notbremse ist seit 14. April in Kraft

Das Neue Rathaus in München am Abend

Kontakte, Ausgangssperre, Kultur, Alkoholverbot: Welche Regeln gelten

(14.4.2021) Seit 14. April gelten wieder die strengeren Corona-Regelungen der Notbremse, unter anderem bei Kontakten sowie für Museen und andere Kulturstätten. Auch eine Ausgangssperre ist wieder in Kraft, ab Freitag wird zudem das Alkoholverbot in München ausgeweitet. Wir fassen zusammen, welche Regeln gelten.

Notbremse in München ist seit 14. April wieder in Kraft

In der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie festgeschrieben, die je nach 7-Tages-Inzidenz vor Ort gelten.

  • Weil die Inzidenz zwischen 10. und 12. April drei Tage in Folge über 100 lag, greift seit Mittwoch, 14. April wieder die Notbremse mit verschärften Regeln für die Inzidenzeinstufung "über 100".
  • In ganz Bayern bleiben weitere Öffnungsschritte bei einer 7-Tage-Inzidenz von nicht über 100 bzw. 50  in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport nach einem Beschluss des Bayerischen Ministerrats vom 7.4. weiterhin bis mindestens 26. April ausgesetzt.

Die Inzidenzeinstufung gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung immer solange, bis ein Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr über- / unterschritten wird. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Über- / Unterschreitung in Kraft.

Es folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen der Corona-Regeln.

Kontakte: Ein Haushalt mit 1 zusätzlichen Person

SEIT 14.4. GILT aufgrund einer Inzidenz von über 100: Ein Haushalt darf sich mit maximal einer Person aus einem anderen Haushalt treffen - Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt.

Vorher galt: Ein Haushalt darf sich mit Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen, sofern dabei die Maximalanzahl von fünf Personen nicht überschritten wurde. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr

Seit 14. April gilt aufgrund einer Inzidenz von über 100 eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Die Wohnung darf dann nur noch aus genau festgelegten, triftigen Gründen verlassen werden, z.B. aufgrund

  • eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen
  • der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke
  • der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts unter Beachtung der Kontaktbeschränkung
  • der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger unter Beachtung der Kontaktbeschränkung
  • der Begleitung Sterbender
  • von Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

Einkaufen: "Click & Meet" bleibt weiter erlaubt

Bei einer Inzidenz über 100 bis 200 ist Terminshopping mit Coronavirustest weiter möglich („Click und Meet“). Für alle Läden, die inzidenzunabhängig geöffnet sind wie beispielsweise Nahrungsmittelläden und Drogerien, sind weder Termin noch Test nötig.

Wichtig beim Betreten des Ladengeschäfts ist die Vorlage eines negativen Coronavirustest-Ergebnisses (seit 14.4.). Generell sind der PCR-Test, der POC-Antigentest und der Selbsttest unter Aufsicht zugelassen. Es gilt jedoch eine zeitliche Befristung. Bei einem PCR-Test darf das Ergebnis des Tests nicht älter als maximal 48 Stunden sein. Beim POC-Antigentest dürfen maximal 24 Stunden zwischen Testergebnis und Besuch im Ladengeschäft liegen.

Unter „Aufsicht“ des Betreibers (Vier-Augen-Prinzip) kann ein Selbsttest mit dafür in Deutschland zugelassenen Antigenschnelltests zur Laienanwendung durchgeführt werden. Ob die Selbsttests von den Läden bereitgestellt werden oder von den Kunden mitgebracht werden müssen, legen die Läden im Rahmen der Kommunikation mit ihren Kunden fest. Dabei sind die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln unbedingt einzuhalten. Der Selbsttest unter Aufsicht berechtigt nur zum Betreten des jeweiligen Ladens, vor dem der Selbsttest durchgeführt wurde.

Friseure sowie Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege bleiben geöffnet, andere Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen.

Kultur: Museen, Zoo & Co. seit 14.4. wieder geschlossen

Kulturstätten wie Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten sind seit 14.4. wieder vorerst geschlossen.

Vorher galt: Diese Angebote konnten nach vorheriger Terminbuchung und unter Einhaltung strenger Hygieneregeln wie z.B. FFP2-Maskenpflicht genutzt werden.

Büchereien, Archive und Bibliotheken können mit Hygienekonzept und Kundenzahlbegrenzung weiter geöffnet bleiben.

Sport: Mannschaftssport ab Mittwoch wieder untersagt

SEIT 14.4. GILT in München aufgrund einer Inzidenz von über 100: Mannschaftssport ist generell untersagt. Es darf nur kontaktfreier Sport unter Einhaltung der Kontaktbeschränkung stattfinden.

Vorher galt: Kontaktfreier Sport unter Einhaltung der Kontaktbeschränkung darf stattfinden, sowie unter freiem Himmel zusätzlich in Gruppen von bis zu 20 Personen bei Kindern unter 14 Jahren.

Alkoholverbot in München wird ausgeweitet

In der Fußgängerzone in der Altstadt und auf dem Viktualienmarkt gilt ein Alkoholkonsumverbot.

Ab 16. April ist auch am Gärtnerplatz und am Wedekindplatz das Konsumieren von Alkohol verboten. Das Verbot gilt an diesen Orten und in der Fußgängerzone ab 16. April von 18 bis um 6 Uhr. Am Viktualienmarkt gilt es weiterhin rund um die Uhr.

Schulen und Kitas: Keine Änderungen für die laufende Woche

Für Kinderbetreuung und Schulen gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine Sonderregel: Hier muss jeweils am letzten Arbeitstag der Woche verbindlich festgelegt werden, welche Inzidenzeinstufung in der kommenden Woche gilt.

Am Freitag wurde für die Woche vom 12. bis 18. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung „50-100“ festgelegt. Die Kinderbetreuung erfolgt derzeit im eingeschränkten Regelbetrieb in festen Gruppen. An den Schulen findet in an allen Schularten und in allen Jahrgangsstufen Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt, für die Teilnahme am Präsenzunterricht und an Präsenzphasen des Wechselunterrichts gilt eine Testpflicht.

Die nächste Inzidenzeinstufung für Schulen und Kinderbetreuung – dann gültig für die Woche vom 19. bis 25. April – muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Freitag, 16. April, erfolgen.

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