Coronavirus: Maskenpflicht in München und Infos zu FFP2-Masken

Frau mit FFP2-Maske, Foto: Shutterstock
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Verschärfte Maskenpflicht seit 18.1.: FFP2 im ÖPNV und in Geschäften

Aktuell gibt es in München und Bayern eine Maskenpflicht für den öffentlichen Verkehr und den Einzelhandel, darüber hinaus auch in der Münchner Innenstadt. Seit 18. Januar 2021 ist das Tragen einer FFP2-Maske u.a. im Nahverkehr, im Einzelhandel und Arztbesuchen verpflichtend. Die Kulanzwoche ist seit 25.1. beendet, ein Verstoß gegen die FFP2-Maskenpflicht wird nun mit einem Bußgeld geahndet. Was muss man bei der Benutzung von FFP2-Masken beachten? Und welche Regeln gelten zudem? Hier der Überblick.

Neu seit 18. Januar: FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und Einzelhandel

FFP2-Masken, Foto: Shutterstock
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Mit Blick auf die weiterhin sehr hohe Infektionsdynamik und zur stärkeren Eindämmung des Infektionsgeschehens hat der Bayerische Ministerrat seit 18. Januar 2021 eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske u.a. eingeführt im

  • Öffentlichen Personennahverkehr
  • Einzelhandel
  • für die Patienten in Arzt- und Zahnarztpraxen und allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden
  • bei Gottesdiensten

Für Kinder unter 15 Jahren gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske nicht

Weitere Details zur FFP2-Maskenpflicht sind auf der Seite des Bayerischen Innenministeriums aufgelistet

Was muss man bei FFP2-Masken beachten?

Frau mit FFP2-Maske, Foto: Shutterstock
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  • Jede Maske darf immer nur von derselben Person verwendet werden.
  • Auch in einer Familie dürfen Masken nicht von mehreren Personen benutzt werden.
  • Eine FFP2-Maske sollte nur einen Tag getragen werden.
  • Vor dem Aufsetzen der Maske die Hände intensiv mit Seife waschen.
  • Die glatten Außenflächen der Maske dürfen nicht berührt werden. Die Maske deshalb möglichst nur an den Bändern anfassen.
  • Die FFP2-Maske muss dicht sitzen (kein Luftaustritt an den Wangen oder unter dem Kinn) – nur dann kann sie Sie schützen!
  • Wenn man unterwegs ist, die FFP2-Maske vor und nach dem Tragen bitte NICHT in die Hosen- oder Jackentasche stecken, sondern z.B. in einen sauberen Gefrierbeutel, der danach entsorgt wird.
  • Bitte keine Masken mit Ausatemventil verwenden, da man dadurch die Mitmenschen gefährdet.

Wie man eine FFP2-Maske richtig reinigt, hat die Fachhochschule Münster gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hier in einem Infoblatt zusammengestellt (PDF als Download)

Wie werden Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet?

Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht muss mit einem Bußgeld gerechnet werden.

Wo in München müssen außerdem Masken getragen werden?

Es gilt eine Mund-Nasen-Schutz-Verpflichtung

  • in allen Geschäften und dem ÖPNV (hier: seit 18. Januar 2021: FFP2-Masken)
  • Bei der am 11.1. gestarteten Aktion Click and Collect gilt die FFP2-Maskenpflicht bereits
  • vor Groß- und Einzelhandelsgeschäften und auf den zu ihnen gehörenden Parkplätzen
  • auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen, einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden. 
  • in Handels- und Dienstleistungsbetrieben, Arztpraxen und Märkten
  • in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen für Besucher. Der Zutritt zu Altenheimen, Seniorenresidenzen, Pflege- und Behinderteneinrichtungen ist nur noch mit einer FFP2-Maske gestattet.
  • in Kirchen, Synagogen und Moscheen (ebenfalls überall FFP2-Masken) etc., und zwar auch am Platz
  • in Hochschulen und in der außerschulischen Bildung
  • für den praktischen Fahrschulunterricht und für praktische Fahrprüfungen
  • bei Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz (z.B. Demonstrationen)
  • Mehr Infos zur Maskenpflicht: FAQ des Bayerischen Innenministeriums

 

Corona: Lockdown-Verlängerung bis mindestens 14. Februar

Aufgrund der nach wie vor zu hohen Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown über den 31. Januar hinaus bis vorerst 14. Februar 2021 verlängert. Das hat das Bayerische Kabinett am 20. Januar beschlossen. Die bisher gültigen Maßnahmen in Bayern bleiben weiterhin in Kraft, so sollen z.B. Schulen – bis auf wenige Ausnahmen ab 1.2. – weiter geschlossen bleiben. Die FFP2-Maskenpflicht wird noch etwas ausgeweitet.

Die neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist am 21. Januar in Kraft getreten, der Landtag hat der Lockdown-Verlängerung am 27. Januar zugestimmt.

  • Weitere Infos zur Verlängerung des Lockdowns bis 14.2.
  • Welche Corona-Maßnahmen jetzt in München gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Gilt in der Münchner Innenstadt eine Maskenpflicht?

    Hinweisschild zur Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt
    Derzeit gilt bis auf Weiteres eine ganztägige Maskenpflicht an ausgewählten Orten der Innenstadt, die durch eine Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung erlassen wurde.
     
    An folgenden Orten in Münchens Altstadt muss man ganztägig eine Maske tragen:
    • Altstadt-Fußgängerzone (u.a. Neuhauser Straße, Kaufinger Straße, Theatinerstraße)
    • Marienplatz
    • Stachus und Stachus-Untergeschoss
    • Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle
    • Rindermarkt
    • Viktualienmarkt
    • Sendlinger Straße und Sendlinger-Tor-Platz
    • Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt
    • Dienerstraße
    • Schrammerstraße
    • Landschaftstraße
    • Beidseitige Gehwege im Tal (im Bereich der Hausnummern 1 bis 48)
    • Schützenstraße

    Auf die Maskenpflicht wird an den Zugängen zu den jeweiligen Bereichen mit Schildern hingewiesen.

    Übersichtskarten: Hier gilt Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt

    Fußgängerzone - Grafik

    Gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz?

    Derzeit gilt eine Maskenpflicht auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte. Insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

    Am konkreten Arbeitsplatz darf die Maske abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Wer auch direkt am Arbeitsplatz den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten kann, muss dort ebenfalls eine Maske tragen.

    Müssen auch Kinder Masken tragen?

    Analog zu den Regelungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt die Maskenpflicht für Personen ab dem siebten Lebensjahr. Das heißt, dass Kinder ab dem 6. Geburtstag eine Maske tragen müssen. Bis zum sechsten Geburtstag sind Kinder von der Tragepflicht befreit, so etwa auch in Kitas und Heilpädagogischen Tagesstätten.

    Für Schüler gilt in München eine Maskenpflicht am Platz unabhängig davon, ob der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

    Welche Masken sind erlaubt?

    Neben dem mehrlagigen Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Atemschutzmasken kann man sich auch sogenannte Community-Masken aus handelsüblichen Stoffen selber nähen.
    WICHTIG: Seit 18.1.2021 dürfen aber nur noch FFP2-Masken u.a. im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel getragen werden.

    Es wird empfohlen, waschbare Masken grundsätzlich trocken zu lagern und vor der ersten Benutzung zunächst einmal zu waschen. Außerdem muss die Maske nach jeder Benutzung oder mindestens einmal täglich gereinigt werden.

    Bei der Mund-Nasen-Bedeckung muss es sich nicht zwingend um eine Maske handeln, auch andere Kleidungsstücke, z. B. Schals oder Tücher sind geeignet, sofern Mund und Nase bedeckt sind und das Kleidungsstück regelmäßig desinfiziert und gereinigt wird.

    Muss man den Mindestabstand einhalten, wenn man eine Maske trägt?

    Ja, denn das Tragen von Masken, egal welcher Art, kann zentrale Schutzmaßnahmen nicht ersetzen.

    Um das Risiko einer Ansteckung weiter zu minimieren, müssen – neben der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern – auch die Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie die Selbstisolierung bei einer Erkrankung weiterhin strikt eingehalten werden.

    Maskenpflicht in der Innenstadt: Die Orte im Überblick

    Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone

    Eine Maskenpflicht aufgrund der Corona-Regeln gilt sowohl in der Neuhauser Straße (Westen) und Kaufingerstraße (Osten) als auch auf der Theatinerstraße, auf dem Frauenplatz rund um den Dom sowie den angrenzenden Straßen.

    Maskenpflicht auf dem Marienplatz

    Der Marienplatz ist einer der meistfrequentierten Plätze Münchens. Aus diesem Grund besteht angesichts der aktuellen Corona-Infektionszahlen am Marienplatz derzeit ganztägig eine Maskenpflicht.

    Maskenpflicht auf dem Karlsplatz (Stachus)

    Der Karlsplatz (Stachus) ist als zentraler Knotenpunkt des ÖPNV und mit dem Karlstor als Eingang zur Münchner Altstadt einer der geschäftigsten Plätze Münchens. Hier gilt die Maskenpflicht auf dem Karlsplatz selbst, an den Bahnsteigen und Bushaltestellen rund um den Stachus sowie in den unterirdischen Stachus Passagen.

    Auch auf der angrenzenden Schützenstraße, die den Karlsplatz (Stachus) mit dem Hauptbahnhof verbindet, gilt die Maskenpflicht.

    Maskenpflicht auf dem Odeonsplatz

    Der Odeonsplatz ist die nördliche Begrenzung der Fußgängerzone. Auf dem Odeonsplatz gilt die Maskenpflicht vor der Feldherrnhalle.

    Maskenpflicht auf dem Viktualienmarkt

    Beim Einkaufen auf Münchens berühmten Viktualienmarkt galt bereits seit einigen Monaten eine Maskenpflicht. Beim Queren oder Flanieren auf dem Markt war zu Anfang allerdings keine Maske nötig.

    Auf dem Viktualienmarkt muss derzeit immer eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden - auch beim bloßen Durchqueren.

    Maskenpflicht am Sendlinger Tor

    Die U-Bahnstation Sendlinger Tor ist ein wichtiger Knotenpunkt im Nahverkehr. Die Maskenpflicht am Sendlinger-Tor-Platz gilt im gesamten Fußgänger-Bereich um das Sendlinger Tor einschließlich der Gehwege auf dieser Straßenseite (Ecke Oberanger bis Ecke Sonnenstraße).

    Zudem gilt auf der angrenzenden Sendlinger Straße seit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung ebenfalls eine Maskenpflicht.

    Welche Ausnahmen gibt es für die Maskenpflicht in der Altstadt?

    Analog zu den Regelungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag von der Tragepflicht befreit.

    Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung ebenfalls befreit.

    Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist.

    Coronavirus: Informationen der Stadt München
    Das Referat für Gesundheit und Umwelt zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)
    Die Übersicht

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