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München setzt Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und Kiew

Beflaggung am Neuen Rathaus, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Die Beflaggung des Neuen Rathauses am 9. März

Spendenaufruf, Flaggen, Hilfsangebote: Die Aktionen der Stadt München

München zeigt sich solidarisch mit der Ukraine und der Partnerstadt Kiew: Es sind ein Spendenkonto und eine zentrale Website eingerichtet, um die Informationen zur Unterstützung Geflüchteter aus der Ukraine zu bündeln. Mit Flaggen setzt die Stadt ein Zeichen gegen den Krieg

Spendenkonto der Stadt München: Zwischenbilanz zu den Spendengeldern veröffentlicht

Die Stadt hat ein Spendenkonto eingerichtet, damit die Münchner*innen sich solidarisch zeigen können mit den Menschen, die in der Ukraine und insbesondere Kiew von Krieg und Flucht betroffen sind. Das Spendenkonto bei der Stadtsparkasse München hat die Kontonummer 203 000 (IBAN DE86 7015 0000 0000 2030 00), der Verwendungszweck lautet „Solidarität Ukraine“.

Am 12. April wurde eine Zwischenbilanz zu den Spendengeldern veröffentlicht: Über 2,4 Millionen Euro sind bis zu diesem Datum auf dem städtischen Spendenkonto eingegangen, die Stadt hat eine weitere Million dazugegeben. Mehr als 1,3 Millionen Euro sind davon bereits in konkrete Unterstützungsprojekte insbesondere in der Münchner Partnerstadt Kiew, aber auch für Geflüchtete hier in München geflossen. Weitere 250.000 Euro sind bereits fest verplant für die Lieferung von Transportfahrzeugen nach Kiew. Mehr Informationen >>


Zudem hat München auch eine intensive LGBTIQ*-Communitypartnerschaft mit Kiew und weiteren ukrainischen Städten. Die Münchner Regenbogen-Stiftung ruft zu Spenden für LGBTIQ* auf. Mehr Informationen >>

Hinweis: Bitte keine Sachspende in Notunterkünften abgeben. Wer Geflüchtete mit Sachspenden unterstützen möchte, sollte sich bitte an die Hilfsorganisationen wenden. In den Notunterkünften können leider keine Sachspenden angenommen werden, da dort dafür keine Lagermöglichkeiten vorhanden sind.

Ankunftszentrum für Geflüchtete in Riem zieht vorübergehend in Zeltstadt

, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Seit 1. April ist das Ankunftszentrum für Geflüchtete aus der Ukraine in der Messe München in Betrieb. Bis voraussichtlich Anfang Juli zieht das Ankunftszentrum übergangsweise von den Hallen C5 und C6 in eine Zeltstadt mit 11 Zelten auf dem Messegelände. Anschließend sollen dauerhafte Lösungen genutzt werden. Mehr Infos zum Umzug >>

Menschen, die am Hauptbahnhof ankommen, werden von dort direkt zur Messe gefahren. Dort findet zunächst eine Corona-Testung statt, im Anschluss erfolgt die Erfassung durch die Polizei und die Registrierung. Menschen, die einen Asylantrag stellen müssen oder wollen, werden direkt zur Regierung von Oberbayern in die Maria-Probst-Straße weitervermittelt. Wer keinen Asylantrag stellen muss, wird über mögliche Leistungen und Anlaufstellen informiert.

Durch die behördenübergreifende Bündelung all dieser Anlaufstellen in unmittelbarer Nähe der Unterbringungsmöglichkeit in den Hallen, können die Geflüchteten erst einmal ankommen und sich dann in den nächsten Tagen in Ruhe mit den verschiedenen Anträgen und Dienstleistungen beschäftigen. Ein Schlafplatz, drei Mahlzeiten pro Tag und auch die Möglichkeit für eine psychosoziale Beratung vor Ort sind gewährleistet.

Ehrenamtliche Helfer*innen gesucht: Wo sich Freiwillige aus München melden können

Münchner*innen, die ankommende Menschen aus der Ukraine ehrenamtlich unterstützen wollen, können sich beim Verein „Münchner Freiwillige - Wir helfen“ unter der E-Mail Adresse info@muenchner-freiwillige.de melden oder direkt über die Webseite informieren. Der Verein wird vom Sozialreferat der Landeshauptstadt München gefördert.
 
Über "Wir helfen" werden Dolmetscher*innen, Fahrer*innen, medizinische Hilfskräfte und weitere Helfer*innen für Unterkünfte und Betreuungsangebote gesucht und vermittelt: Freiwillige können sich hier registrieren und direkt für Schichten anmelden. Außerdem gibt es Informationen zu Sachspenden, privaten Unterkünften und für Geflüchtete.

Weitere Anlaufstellen für Freiwillige

Sozialreferat sucht Objekte für die mittel- bis langfristige Unterbringung von Geflüchteten

Für die mittel- bis langfristige Unterbringung sucht die Task Force "Ukraine" im Sozialreferat unter Leitung von Bürgermeisterin Verena Dietl vor allem größere Flächen und Objekte, die schnell und mit wenig Vorlauf und Umplanungen für die Unterbringung einer größeren Zahl von Menschen bereit gestellt werden können.

Unternehmen und Privatpersonen können solche Angebote gerne an die Landeshauptstadt München senden unter objektangebote.soz@muenchen.de. Die Task Force prüft alle eingehenden Angebote und Hinweise.

Webseite und Telefonhotline

Webseite: Um die Informationen zur Unterstützung Geflüchteter aus der Ukraine zu bündeln, hat die Stadt München unter muenchen.de/ukraine eine zentrale Webseite eingerichtet, die laufend aktualisiert wird.

Hotline: Die Stadt bietet eine zentrale Telefonnummer für Geflüchtete (auch auf Ukrainisch) und Anfragen von hilfswilligen Bürger*innen an: 089 / 12 69 915 100 (Montag bis Sonntag von 8 bis 20 Uhr)

Web-App: Mit der Digitalplattform „Integreat München“ erhalten Menschen aus der Ukraine mehrsprachige Erstinformationen, um sie beim Ankommen in München zu unterstützen. Die Informationen sind auch als App verfügbar (Android und iOS).

Unterstützung für Geflüchtete: Corona-Schutzimpfung und medizinische Versorgung

Flüchtlinge aus der Ukraine werden in München bei medizinischen Behandlungen, Schwangerschaft und der Versorgung bei psychischen Belastungen unterstützt. Zudem haben alle geflüchteten Personen Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest und kostenlose Corona-Schutzimpfungen in den städtischen Impfzentren.

Bildung und Integration

Weitere Hilfsangebote für Geflüchtete: MVV, Suchdienst, Unterkünfte, Freizeit

Zudem gibt es in München folgende kostenlose Hilfsangebote für Geflüchtete:

  • Sachspendenausgabe: Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs gibt es bei den Kleiderkammern der diakonia. Informationen unter www.diakonia.de.
  • Verpflegung: Bei der Münchner Tafel können geflüchtete Personen einmal wöchentlich Lebensmittel erhalten. Dafür wurde eine Info-Hotline eingerichtet: Diese ist bis auf weiteres nur donnerstags von 14 bis 15:30 Uhr besetzt. Melden Sie sich bitte zu diesen Zeiten unter 089 / 244 13 63 630. Aufgrund der enormen Nachfrage kann es zu Wartezeiten kommen.
  • MVV: Geflüchtete aus der Ukraine dürfen bis auf Weiteres kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten MVV-Raum nutzen.
  • Tierpark Hellabrunn: Um nach den traumatischen Erlebnissen etwas Ablenkung und Zerstreuung zu finden, gewährt der Münchner Tierpark den ukrainischen Gästen in den kommenden Wochen freien Eintritt. Mehr dazu.
  • Botanischer Garten: Ukrainische Flüchtlinge erhalten freien Eintritt (mit Registrierungsnachweis und Pass) 
  • Informationen: Die Münchner Stadtbibliothek hat auf einer Seite Links zu verlässlichen und unabhängigen News-Quellen gesammelt Zur Info-Seite >>
  • Online-Deutschkurse vom Goethe-Institut — Вивчайте німецьку онлайн | Інформація для біженців з України2
  • Private Unterkunft: Hier können sich Geflüchtete für die Vermittlung einer privaten Unterkunft (kostenlos oder zur Miete) registrieren: УКРАЇНА – ДОПОМОГА: Проживання >>
  • Suchdienst: Familienangehörige können über den internationalen Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes Geflüchtete aus der Ukraine suchen: Tel. 089/ 680 77 3 - 111 (Deutsch und Englisch; Montag bis Freitag 9 bis 16.30 Uhr) oder per E-Mail an tracing@drk-suchdienst.de.

 

Münchner Hilfsgütertransport in Kiew eingetroffen

An der Grenze mussten die Münchner Hilfscontainer umgeladen werden, da die ukrainischen Gleise eine andere Spurbreite haben., Foto: Landeshauptstadt München
Foto: Landeshauptstadt München Die Hilfscontainer aus München

Der Münchner Hilfstransport für Kiew ist am 18. März wohlbehalten angekommen, wie die Deutsche Bahn der Stadt mitgeteilt hatte. Die 14 großen Transportcontainer wurden vor Ort abgeladen und die 170 Tonnen Hilfsgüter verteilt. Neben Medikamenten und Verbandsmaterial hatte die Stadt auch weitere dringend benötigte Hilfsgüter wie Babynahrung und Windeln, Nahrungskonserven und Wasser, Schlafsäcke, Isomatten und wärmende Kleidung per Zug auf den Weg in die Münchner Partnerstadt gebracht.

Oberbürgermeister Dieter Reiter:
„Ich möchte mich noch einmal bei allen recht herzlich bedanken, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dass wir die Not und das schreckliche Leid in unserer Partnerstadt Kiew wenigstens etwas lindern können.“

München schickt 12 Krankenwagen in die ukrainische Partnerstadt Kiew

, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München Stadträtin Barbara Likus, OB Dieter Reiter, München-Klinik-Chef Dr. Axel Fischer, Mitorganisatorin Valentina Bekech (v.l.)

Ende März wurden zwölf Krankenwagen komplett mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung ausgestattet, um in Kiew Kriegsopfer versorgen zu können: Der Ankauf von zehn gebrauchten Krankenwagen wurde aus Spenden auf das städtische Konto finanziert, je einen weiteren Krankenwagen haben die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Arbeiter-Samariter-Bund zur Verfügung gestellt. Die medizinische Ausstattung wurde von der München Klinik gespendet.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: "Die aufwühlenden Schilderungen von Vitali Klitschko in der Vollversammlung des Stadtrats haben uns alle erschüttert. Angesichts der brutalen Angriffe auch auf die Zivilbevölkerung ist Hilfe für unsere Partnerstadt Kiew dringender denn je. Wir helfen mit diesem Geld dort, wo es am dringendsten benötigt wird und stehen dazu in regelmäßigem Kontakt mit unserer Partnerstadt."

Ukrainische Flagge am Neuen Rathaus und Lichtaktionen

Maximiliansbrücke in den ukrainischen Farben, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Die Maximiliansbrücke am 17. März

München zeigt Flagge: Seit dem 25. Februar weht am Neuen Rathaus eine gelb-blaue Fahne der Ukraine zwischen einer Europa-Flagge und der gelb-schwarzen Stadtflagge Münchens. Vor dem Rathaus wurden ebenfalls drei Fahnen gehisst.

Am 17. März wurde die Maximiliansbrücke abends in den Landesfarben der Ukraine beleuchtet.

Am 26. Februar wurde das Rathaus ab 18 Uhr in den Farben der Ukraine angestrahlt. Auch der Olympiaturm wurde mehrmals mit den ukrainischen Landesfarben beleuchtet. Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist seit 1989 eine Partnerstadt Münchens.

Bilder von den Lichtaktionen

Benefizveranstaltungen in städtischen Häusern

  • Deutsches Theater: Unter dem Motto „München huift“ veranstaltete das Deutsche Theater am Dienstag, 8. März einen Benefizabend mit Monika Gruber, Roland Hefter und vielen weiteren Künstler*innen. Die Einnahmen des Abends in Höhe von 86.414,67 Euro gehen ohne Abzüge auf das Spendenkonto der Stadt. 
  • Isarphilharmonie: Mit den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bayerischen Staatsorchester spielten am 8. März zudem gleich drei namhafte Münchner Symphonieorchester ein gemeinsames Benefizkonzert in der Isarphilharmonie. Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter war als Solistin zu Gast, die bisherigen Erlöse in Höhe von mehr als 333.000 Euro gehen vollständig an die Hilfsorganisation "Save the Children".

Stadtrats-Resolution für Frieden in der Ukraine

In einer gemeinsamen Resolution sprechen sich die Fraktionsspitzen des Münchner Stadtrats für Frieden und die Souveränität der Ukraine aus. Die Landeshauptstadt München verurteilt darin den Angriff auf das Schärfste, fordert das Ende aller Kampfhandlungen und bietet zivile und humanitäre Unterstützung an. Die Münchner Bürger*innen werden gebeten, sich mit der Ukraine zu solidarisieren.

Emotionale Rede von Vitali Klitschko vor dem Münchner Stadtrat

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, zugeschaltet im Münchner Stadtrat
Vitali Klitschko im Livestream

Am 23. März hat sich Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko während der Stadtrats-Vollversammlung in einer rund 45-minütigen Videoschaltung an die Münchner*innen gewandt. In seiner emotionalen Botschaft bedankte sich Klitschko für die Münchner Hilfe und schilderte die dramatische Lage in der ukrainischen Hauptstadt. Der sichtlich berührte Oberbürgermeister Dieter Reiter versprach weitere Unterstützung für die Partnerstadt. So wurde u.a. im Stadtrat beschlossen, die Spendensumme auf dem städtischen Spendenkonto um 1 Million Euro zu erhöhen.

 

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