Münchner Rezepte: Bayerischer Kaiserschmarrn

Kaiserschmarrn, Foto: Photopraline
Foto: Photopraline

Kaiserschmarrn: Ein Klassiker unter den bayerischen Süßspeisen

Ursprünglich kommt diese süße Mehlspeise ja aus Österreich, aber auch aus der bayerischen Küche ist sie nicht mehr wegzudenken. Was Kaiserin Sisi mit der Entstehung zu tun hat und ein besonders leckeres Rezept für das kaiserliche Schmankerl, bekommt Ihr hier.

Woher kommt der Kaiserschmarrn?

Wer hat ihn eigentlich erfunden? War es wirklich ein Kaiser? Zur Entstehungsgeschichte gibt es so einige Varianten, daher lässt sich diese Frage nicht ganz klären. Eines haben jedoch alle Erzählungen gemeinsam: Es war der Kaiser Franz Joseph I. und seine Gattin Elisabeth, die für dessen Entstehung mit verantwortlich sind. Daher muss die süße Mehlspeise wohl Mitte des 18. Jahrhunderts in Österreich entstanden sein.

Eine gern und häufig erzählte Geschichte besagt, dass der Küchenchef eine neue Speise kreierte und die Kaiserin Elisabeth - besser bekannt als Sisi - diese, da sie stets auf ihre Figur bedacht war, nicht essen wollte. Daraufhin soll ihr Gatte Kaiser Franz Josef I. "Na geb' er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z'sammenkocht hat", gesagt haben. Ihm schmeckte die Speise so gut, dass sich die Bezeichnung "Kaiserschmarrn" schnell durchsetzte.

Rezept: Kaiserschmarrn mit karamellisierten Walnüssen

Die Zutaten für den Teig:

(Als Hauptspeise für eine Person oder als Nachspeise für zwei Personen)

  • 20 g Zucker
  • 25 g Walnusskerne
  • 1 EL Butter
  • 125 g Mehl
  • Salz
  • 125 ml Milch
  • 3 Eier
  • 40 ml Mineralwasser
  • 1-2 EL Rosinen (nach Belieben)
  • 2 EL Butterschmalz
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Walnüsse karamellisieren: Die Hälfte des Zuckers in einem Topf so lange erhitzen, bis er flüssig ist. Dann die Walnüsse darin schwenken bis alle benetzt sind. Die Butter hinzufügen und unterrühren, damit die Nüsse nicht aneinanderkleben. Anschließend die Walnüsse schnell einzeln auf ein Blech legen und abkühlen lassen.
    Vorsicht beim Karamellisieren der Walnüsse: Flüssiger Zucker ist sehr heiß und kann Verbrennungen verursachen!
     
  2. Teig zubereiten: Das Mehl mit dem Zucker, einer Prise Salz und der Milch zu einem glatten Teig verrühren. Dann die Eier trennen und die Eigelbe unter den Grundteig rühren und das Mineralwasser hinzufügen. Die Eiweiße sehr steif schlagen und erst eine Hälfte des Eischnees unter den Teig rühren, dann den übrigen vorsichtig unterheben, damit der Kaiserschmarrn schön luftig wird. Nach Belieben Rosinen hinzugeben.
     
  3. Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den fertigen Kaiserschmarrnteig hineingießen. Bei mittlerer Hitze den Teig auf beiden Seiten goldgelb backen. Mithilfe von zwei Pfannenwendern den Kaiserschmarrn in mundgerechte Stücke zerteilen.
     
  4. Den Kaiserschmarrn auf einem Teller anrichten, mit den karamellisierten Walnüssen bestreuen und mit Puderzucker bestäuben.

An Guadn!

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