Münchner Rezepte: Bayerische Rohrnudeln zum Nachbacken

Rohrnudeln , Foto: Shutterstock / Madeleine Steinbach
Foto: Shutterstock / Madeleine Steinbach

Zutaten und Rezept für Rohrnudeln

Rohrnudeln, oder auch Buchteln genannt, sind eine traditionelle Süßspeise in Bayern. Das Hefegebäck kann je nach Geschmack befüllt werden.

Hier sind die Zutaten für Rohrnudeln:

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 20 g frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 2 Eier

Zum drüber geben:

  • 50 g zerlassene Butter
  • 1TL Zucker
  • 100 g Sahne

Für die Füllung je nach Geschmack:

Wer es fruchtig mag der nimmt Zwetschgen, Zwetschgenmus oder Aprikosen.

Wer es besonders süß mag der befüllt die Buchteln mit einer Mohnmischung oder Marzipan.

Der Hefeteig für die Rohrnudeln

Ein schöner Hefeteig will verhätschelt werden: Er erwartet viel Wärme und Geduld, denn er muss ganze dreimal „gehen“, damit er locker wird:

In eine Backschüssel das Mehl geben und eine Mulde in die Mitte des Mehls drücken und in einen Topf die Milch erwärmen bis sie lauwarm ist. Wichtig sie darf nicht kochen. Die Hefe hineinbröseln und das ganze mit einem Teelöffel Zucker verrühren.

Jetzt die Hefe-Milch-Mischung in die Vertiefung des Mehls schütten und das „Dampferl“ wie man den Hefe-Vorteig in München nennt, mit dem Mehl verkneten. Die Schüssel zugedeckt an einen warmen Platz stellen und das Dampferl 20 bis 30 Minuten „gehen lassen“.

Nach der Gehzeit die zwei Eier und die restlichen 50 g Zucker hinzufügen. Alles mit der Hand oder dem Knethaken zu einem lockeren Hefeteig verkneten. Falls nötig, noch etwas warme Milch hinzufügen. Den Teig wieder zugedeckt etwa 1-2 h gehen lassen, bis er doppelt so groß ist, wie zuvor. 

Rohrnudeln Zutaten

Die Rohrnudeln formen und befüllen

Ist der Teig fertig aufgegangen geht es ans Formen und Füllen:

Die Arbeitsplatte bemehlen und aus dem Teig mit einem Esslöffel oder mit der Hand kleine Portionen ausstechen und zu einer Kugel formen. Dazu den Teig etwas bemehlen, sonst ist er zu pappig.

Wer die Rohrnudeln füllen möchte, der muss den Teig etwas auseinanderziehen und einen Teelöffel Zwetschenmus, oder eine ganze, entkernte Zwetschge, eine Aprikose, Mohn oder Marzipan hinein geben und mit dem Teig gut ummanteln. 

Rohrnudeln füllen

Alle guten Dinge sind 3: Erneut gehen lassen

Den Backofen auf ca. 180 Grad (Ober-Unterhitze, 160 Grad Umluft) vorheizen und die Auflaufform darin etwas vorwärmen. Aber nicht zu heiß werden lassen, sie soll nur angenehm handwarm sein, damit der Hefeteig auch für seinen letzten „Gang“ gute Bedingungen hat.

Die kleinen Nudeln in die etwas vorgewärmte Auflaufform geben und wieder „gehen lassen“, bis sie etwa doppelt so groß sind, wie zuvor. Wichtig ist, dass man sie wirklich dreimal gehen lässt – die Geduld lohnt sich, denn dann werden sie richtig schön locker.

 

Der Feinschliff

Danach die Rohrnudeln mit der zerlassenen Butter bestreichen, einen Teelöffel Zucker darüber streuen und in den das vorgewärmte Ofen geben. Nach 15 Minuten mit Sahne übergießen.

Nach insgesamt ca. 30 Minuten Backzeit ist die Sahne vollständig aufgesogen und die Rohrnudeln sind fertig. Die Rohrnudeln lauwarm servieren. Perfekt dazu schmeckt eine frische Vanillesauce.

An guadn!

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