Giesinger Bräu: Zweiter Standort in München ist eröffnet

Dieter Reiter, Oberbürgermeister Stadt München, Steffen Marx, Gründer und Geschäftsführer Giesinger Bräu, Simon Roßmann, technischer Leiter Giesinger Bräu und Stefan Wiegand, Geschäftsführer Region Süd Aurelis in der Vollgut-Halle mit dem ersten abgefüllten Bier., Foto: Giesinger Bräu / Sebastian Gabriel
Foto: Giesinger Bräu / Sebastian Gabriel OB Dieter Reiter, Steffen Marx, Geschäftsführer Giesinger Bräu, Simon Roßmann, Techn. Leiter Giesinger Bräu und Stefan Wiegand, Geschäftsführer Region Süd Aurelis (v.l.n.r.)

Warum sich Giesinger Bräu jetzt "Münchner Brauerei" nennen darf

Mit der Eröffnung des neuen Werks in der Lerchenau hat Giesinger Bräu im Juni 2020 einen Meilenstein geschafft. Warum sich die Giesinger jetzt als Münchner Brauerei bezeichnen dürfen.

Platz für 20.000 Hektoliter: Das bietet das Werk 2 in der Lerchenau

In nur rund 18 Monaten wuchs an der Detmoldstraße 40 im Münchner Norden das "Werk 2" von Giesinger Bräu aus dem Boden. Rund 20.000 Hektoliter Bier können hier gebraut werden - vornehmlich die beliebte "Giesinger Erhellung".

Zur feierlichen Eröffnung im Juni 2020 schaute auch Oberbürgermeister Dieter Reiter vorbei und nahm das Highlight des neuen Werks in Augenschein: den Tiefbrunnen, der Wasser aus 150 Metern Tiefe fördert. Dadurch darf sich Giesinger Bräu offiziell als Münchner Brauerei bezeichnen.

Wer das Werk in der Lerchenau besichtigen will, kann das im Rahmen von Führungen tun, so Brauereigründer Steffen Marx. Er will seinen treuen Kunden den Brauprozess so nah wie möglich bringen. Aber auch wer sein Bier lieber direkt beim Hersteller bezieht als im Supermarkt, kann vorbeischauen: der Werkverkauf Rampe2 hat freitags (14 bis 18 Uhr) und samstags (10 bis 14 Uhr) geöffnet.

Zahlen zum neuen Werk 2 von Giesinger Bräu

  • Fläche: 4.700 Quadratmeter
  • Gesamtinvestition: rund 20 Mio. Euro
  • Jährliche Produktionskapazität: > 20.000 Hektoliter
  • Fassungsvermögen Lagertanks: 300 Hektoliter oder 60.000 Halbe
  • Kapazität Abfüllanlage: 10.000 Flaschen/Stunde
  • Bauzeit: 18 Monate
  • Architekt/Generalplaner: a+p Architekten

 

Mit eigenem Tiefbrunnen zur echten Münchner Brauerei

Abfüllanlage im WERK2, Foto: Giesinger Bräu
Foto: Giesinger Bräu Abfüllanlage im Werk2

Das Quellwasser aus 150 Metern Tiefe in der Münchner Schotterebene ist über 10.000 Jahre alt und ideal zum Bierbrauen. Darum schwören die sechs bisherigen Münchner Brauereien (Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner, Spaten) auf dieses Wasser.

Da die Marke "Münchner Brauerei" geschützt ist, konnte sich der Giesinger Bräu lange nicht auf dieses Qualitätsmerkmal berufen. Dank des neuen Tiefbrunnens konnten die Giesinger aber als erste Brauerei seit 1889 den erlauchten Kreis betreten. Damit ist theoretisch der Weg frei, um zum Beispiel auf dem Viktualienmarkt, dem Stadtgründungsfest oder sogar auf dem Oktoberfest ausschenken zu dürfen...

Von der Garage zur Großbrauerei: Die Geschichte von Giesinger Bräu

Steffen Marx, Gründer und Geschäftsführer Giesinger Bräu in der Vollgut-Halle, Foto: Giesinger Bräu / Sebastian Gabriel
Foto: Giesinger Bräu / Sebastian Gabriel Steffen Marx - Geschäftsführer des Giesinger Bräu

Die Geschichte von Giesinger Bräu ist eine Erfolgsgeschichte: 2006 in einer Giesinger Garage gegründet, konnte die Brauerei ihren Ausstoß von 150 Hektolitern im ersten Jahr auf 11.700 Hektoliter (2017) steigern.

Der Erfolg machte schon nach wenigen Jahren die Eröffnung des Brauerei-Gebäudes in der Giesinger Martin-Luther-Straße möglich. Es ist auch nach Fertigstellung des Werk 2 natürlich weiterhin in Betrieb - wie das beliebte Bräustüberl im Schatten der Heilig-Kreuz-Kirche.

Insgesamt kann Giesinger Bräu nun rund 30.000 Hektoliter Bier im Jahr herstellen und spielt damit im Konzert der Großen mit. Wie treu die Fans zu ihrer Brauerei halten, zeigt sich bei der Finanzierung des Tiefbrunnens in der Lerchenau - denn die erfolgte per Crowdfunding. In kürzester Zeit kam hier über eine Million Euro zusammen...

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