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WirtshausWiesn startet am 19.9.2020 in 54 Münchner Gaststätten

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WirtshausWiesn 2020 – Kommt's vorbei! Vom 19. September bis 4. Oktober in 54 Münchner Gaststätten, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Christian Schottenhamel, Peter Inselkammer und Gregor Lemke (v.l.n.r.) machen es vor: Gaudi bei der Pressekonferenz der WirtshausWiesn im Hofbräuhaus

16 Tage Wiesn-Lebensgefühl in der Stadt: O'zapft werd!

(8.9.2020) München ohne Oktoberfest, ohne seine 5. Jahreszeit, ohne das urbayerische Lebensgefühl: Geht gar nicht, finden die Wiesn- und Innenstadtwirte. Und weil's wegen der Pandemie 2020 kein Volksfest geben kann, holen sie das Wiesn-Gfui einfach in ihre Wirtshäuser und laden ein zu gemütlicher Gaudi, griabiger Musi, süffigem Festbier und deftigem Essen. Wir stellen Euch Eure Gastgeber vor: Wer sie sind, warum sie das machen und was sie sich alles überlegt haben.

Aktuell: Treffen in der Münchner Gastronomie

Aufgrund der Allgemeinverfügung gilt vom 24.9. bis 1.10. 24 Uhr in München folgende Ausnahme-Regelungen:

Ihr dürft nur mit dem Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie einem weiteren Hausstand oder mit einer Gruppe von 5 Personen Restaurants besuchen.

Für Bayern gilt sonst eine Gruppe von bis zu 10 Personen.

Auch für private Feiern in der Münchner Gastronomie (wie z.B. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern, aber auch Vereins- und Parteisitzungen, und nicht öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen) gibt es Einschränkungen: Vom 24.9. bis 1.10. sind innen nur bis zu 25 Gäste (statt 100), im Freien bis zu 50 Gäste (statt 200) erlaubt.

Zu den aktuellen Corona-Regeln für München

Was die Wirte motiviert: „Wir werden die Wiesn schrecklich vermissen“

WirtshausWiesn 2020: Wiesn- und Innenstadtwirte tun sich zusammen, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher V.l.n.r.: Christian Schottenhamel, Gregor Lemke und Peter Inselkammer

„Die Motivation, eine WirtshausWiesn zu organisieren? Wir sind alle sehr traurig, dass das Oktoberfest 2020 nicht stattfinden kann“, sagte Christian Schottenhamel, Sprecher der Großen Wiesnwirte, auf der Presseveranstaltung zur WirtshausWiesn 2020. Sie beginnt am 19. September, dem eigentlichen Startdatum der Wiesn 2020.

„Wir wollen keine Spaßbremsen sein“, sagt Schottenhamel, und sein Kollege Peter Inselkammer, der sich um diese Zeit des Jahres normalerweise im fast fertig geschmückten Armbrustschützenzelt fürs Anzapfen fit macht, findet auch: „Wir müssen doch während der Wiesnzeit was machen, das Wiesngefühl muss weiterleben, das müssen wir in die Stadt bringen. München ist doch die Wiesn-Stadt.“

Und da sie, die Großen Wiesnwirte und die Münchner Innenstadtwirte, alle große und traditionelle Gaststätten in der Altstadt haben, war das Konzept schnell klar: Man tut sich zusammen und feiert mit den Münchnern. In 54 Gaststätten der Innenstadt, mit Musik, Wiesnschmankerln auf der Karte und Oktoberfestbier in den Maßkrügen. 

„Das urbayerische Gen“ wird im Wirtshaus gefeiert – ohne Helikopter 117

WirtshausWiesn: Die Gastgeber, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Christian Schottenhamel, Gregor Lemke und Peter Inselkammer stoßen auf die WirtshausWiesn an

Gregor Lemke ist Wirt des Augustiner Klosterwirts direkt gegenüber der pünktlich zur WirtshausWiesn wieder gerüstfreien Frauenkirche und Sprecher der Münchner Innenstadtwirte.Obwohl selbst kein Wiesnwirt, sprüht er vor Begeisterung, wenn er von Münchens 5. Jahreszeit spricht: „Das ist einfach das Lebensgefühl der Münchner, das hat unsere Stadt weltbekannt gemacht, das ist das Herz. Das urbayerische Gen, das ins-Wirtshaus-Gehn, das wollen wir mit der WirtshausWiesn beleben: Kommt's rein, wir sind Eure Gastgeber!“

Auch Christian Schottenhamel, der mit seinem Paulaner am Nockherberg bei der WirtshausWiesn dabei ist, freut sich trotz aller Koa-Wiesn-Wehmut sichtlich auf die 16 Tage zwischen dem 19. September und 4. Oktober: „Wir wollen das Oktoberfestgefühl in unsere Wirtshäuser bringen, kein Remmidemmi, sondern eine gemütliche, friedliche Wiesnzeit. Also halt nicht der Helikopter 117, aber Musik der Wiesnkapellen in kleiner Besetzung, im Hintergrund, und dazu eine Maß Festbier.“ 

„Damit wir auch in diesem besonderen Jahr 16 schöne Tage erleben, an die wir danach gerne zurückdenken“, ergänzt Peter Inselkammer, der mit unter anderem mit dem Ayinger am Platzl mit von der Partie ist.

WirtshausWiesn mit Musik, Brezn und Hendl, Tracht und Wiesnbier

WirtshausWiesn-Herz, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Was alles geboten ist bei der „Wiesn mal anders“ in den Münchner Wirtshäusern, wird vor allem die Münchner begeistern, die ihre traditionelle und gemütliche Wiesn lieben, das Volksfest, auf das sie schon als Kind mittags gegangen sind.

Optisch setzen die Wirte auf eines der schönsten Symbole der Wiesn: Das Wiesnherz. An Herz mangelt es der ganzen Aktion nicht, ob das nun die begeisterten Gastgeber selbst sind oder die verzierten Lebkuchen, die überall in den Stuben der Gaststätten hängen werden. Und natürlich dekoriert jedes Wirtshaus im eigenen Stil: „Da werden weißblaue Fahnen zu finden sein, Hopfen, Brezn und andere Symbole, die an die Wiesn erinnern“, verrät Gregor Lemke.

„Am 19. September, dem eigentlichen ersten Wiesntag, wird in den meisten Wirtshäusern um Punkt 12 Uhr angezapft“, erzählt Wiesnwirt Peter Inselkammer, „und es werden auch die Festgespanne der Münchner Brauereien in der Stadt unterwegs sein.“ Alles natürlich, so der Sinn der Sache, dezentral und schön auf die 54 teilnehmenden Gaststätten verteilt.

 

Wirte legen Wert auf Abstand und Sicherheit

Sicherheit und Vertrauen bei der WirtshausWiesn, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Vertrauen, das ist ein ganz wichtiges Thema für die Innenstadt- und Wiesnwirte: Sie legen großen Wert auf Sicherheit. Nur wenn die geboten ist, können die Gäste, können die Münchner entspannt feiern und ein Wiesngefühl ohne Oktoberfest erleben. 

„Wir werden die Corona-Regeln auf jeden Fall einhalten“, betont Christian Schottenhamel das Selbstverständliche noch einmal, „und mei, wir sind's ja alle schon gewöhnt: Abstand halten, Masken tragen, Daten angeben, das gehört dazu und ist auch ein wichtiges Zeichen.“ Die Gesundheit der Gäste hat Priorität, und dem Wiesn-Gfui können ein paar Auflagen nichts anhaben.

Die Münchner Brauereien und auch Nicht-Wiesn-Brauereien aus dem Umland haben trotz Oktoberfest-Ausfall ihr süffiges Wiesnbier gebraut, das es in den 54 Wirtshäusern in Maßkrügen (aber auch in kleineren Gläsern) gibt. Und als Souvenir gibt's in allen teilnehmenden Gaststätten kleine Keramik-WirtshausWiesn-Krügerl. „Ich glaub, da passt keine Maß rein, aber ich probier's gerne mal aus!“, sagt Christian Schottenhamel bei der Vorstellung der Mini-Humpen.

 

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