Donisl am Marienplatz: Neueröffnung unter Wirt Peter Reichert

Hacker Pschorr-Chef Andreas Steinfatt und Wirt Peter Reichert im neu eröffneten Donisl, Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler Hacker Pschorr-Chef Andreas Steinfatt und Musikanten-Wirt Peter Reichert im neu eröffneten Donisl

Wiesnwirt Reichert übernimmt Traditionsgaststätte Donisl in München

(14.7.2021) Wohlfühlen soll man sich und gern noch a bisserl hocken bleiben: Mitte Juli hat der Donisl am Marienplatz wiedereröffnet. Wie Wiesnwirt Peter Reichert das Wirtshaus umgestaltet hat und was jetzt anders werden soll.

"Eine Spur gemütlicher": neues Konzept für das Wirtshaus in der Altstadt

Der Donisl von innen, Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler Hell und trotzdem gemütlich: Der neu gestaltete Donisl

Bei der Umgestaltung vom Donisl hat sich Peter Reichert wohl vom Namen seines bisherigen Wiesnzeltes inspirieren lassen: Zu einer wahren "Schönheitskönigin" hat er den Donisl mit seinem Team in den vergangenen Monaten hergerichtet. "Die Wirtschaft war ja schon wunderschön", sagt er, aber die liebevolle Dekoration und die neue Farbgestaltung rücken die Räume schon in besonders gemütliches Licht.

Erhalten geblieben ist natürlich das "Cabrio-Dach", das den Gastraum mit Tageslicht und frischer Luft versorgt. „Einzigartig in München, wer's noch nicht weiß", sagt Reichert.

 

Ein echtes Münchner Wirtshaus mit Stammtisch, Live-Musik und Kabarett

Peter Reichert an der Harfe, Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler Musikanten-Wirt Peter Reichert an der Harfe

Zurück zu den Wurzeln möchte der neue Wirt. Der Donisl, über 300 Jahre alt und zweitälteste Gaststätte Münchens, soll wieder ein Wirtshaus für die Münchner*innen werden, in dem geschafkopft, Bier aus Steinkrügen getrunken und Volksmusik gespielt wird. Für Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Hacker-Pschorr-Brauerei, die die Wirtschaft verpachtet, ist das "genau das, was wir uns dafür wünschen."

Ab August gibt's jeden Sonntag Frühschoppen mit Musik, auch ein Musik-Brettl mit Kabarett und Veranstaltungen sind geplant. Der Wirt selbst spielt aktiv in mehreren Münchner Volksmusikgruppen. Steinfatt ist gespannt auf Reicherts Pläne: "Er hat durchaus eigene Wege und Ideen." 

Speisekarte mit typisch Münchnerischer Küche und Bier vom Fass

Der Donisl am Marienplatz von außen, Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler Der Donisl mit Wirtsgarten in der Weinstraße

Auf der Karte stehen – neben Liedtexten zum Mitsingen – Hacker Pschorr-Bier aus dem Holzfass im Keller, Klassisches wie Schweinsbraten, Ente, Pulled Pork, aber auch Besonderheiten wie "zum Beispiel das Kronfleisch, auch mal ein Züngerl, das Münchner Voressen", schwärmt der Wirt. Dabei steht oft die Angabe des regionalen Ursprungs: "Ich möchte darstellen, was ich hab, wie gut und wie wertvoll das ist." Auch vegetarisch und vegan ist vertreten, sogar Slow Food wie Quinoabratlinge. 

Moderne Einflüsse soll's auch im Glas geben: So entsteht im ersten Stock eine Wein-, Whisky- und Gin-Bar – wie es sie übrigens auch in der "Schönheitskönigin" schon gibt, Reicherts Festzelt auf der Oidn Wiesn. "Des gehört halt auch dazu." 

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Von der Schönheitskönigin zur Bräurosl, aus Herrsching in die Altstadt

Zum Donisl dazu gehört für den Wirt jetzt auch die Bräurosl. 2020 hat die Wirtefamilie Heide das Wiesnzelt aufgegeben, Peter Reichert hat im Dezember den Zuschlag für die Übernahme bekommen. Bisher war er auf der Oidn Wiesn mit dem kleinen Volkssängerzelt "Zur Schönheitskönigin" und in Herrsching am Ammersee mit dem Seehof vertreten, welchen nun seine Frau leitet. Bis er sein neues Wiesnzelt 2022 hoffentlich erstmals mit Leben füllen darf, sorgt er im Donisl für Münchnerisches Lebensgefühl. Ein Bild der Bräurosl hat er im Gastraum schon mal aufgehängt. 

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