München, deine Biergärten

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Foto: Lukas Schirmer

Von Solln bis Hadern und Untermenzing: Biergärten, die nicht jeder kennt

Sie liegen etwas versteckter, sind oft ein bisschen kleiner und meist ruhiger als ihre großen Brüder: die Biergärten, die nicht in jedem Reiseführer stehen. 6 Geheimtipps zum Ausprobieren und Weitersagen!

Biergärten von A bis Z

Alle Biergärten in München Wer noch nicht weiß, wohin der nächste Biergartenbesuch führt:
Hier sind Münchens Biergärten in der großen Übersicht

 

Der Neuling: Zum Sollner Hirschen

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Foto: Lukas Schirmer

Gerade mal zwei Jahre gibt’s den mit rund 200 Plätzen sehr gemütlichen Biergarten nahe der S-Bahn-Station Solln. Er ist Teil des gleichnamigen Gasthauses und liegt idyllisch unter Kastanienbäumen hinter dem bedienten Außenbereich. Heuer ganz neu ist die erhöhte Holzterrasse mit Barhockern und Lounge-Musik. Neben den Biergartenklassikern kommen hier vor allem leckere Grillspezialitäten – Spareribs, Burger, Schweinswürstl oder Steaks – auf die Teller, an den Sonntagen außerdem frischer Schweinsbraten. In die Krüge fließt feines Löwenbräu-Urtyp für süffige 6,70 Euro die Maß. Und für die Kids gibt’s einen eingezäunten Spielbereich mit Trampolin. Damit bietet der Sollner Hirsch (Kundenseite) eigentlich für jeden Biergartenbesucher etwas. Nur zum Frühschoppen ist er leider nicht geeignet: Er öffnet erst um 16 Uhr.

Für die ganze Familie: Forsthaus Kasten

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Foto: Lukas Schirmer

Der absolute Familiengeheimtipp unter den Biergärten ist das Forsthaus Kasten zwischen Neuried und Gauting, am besten mit dem Auto oder als Ziel eines Radlausflugs durch den schönen Forst Kasten zu erreichen. Dort kommt die ganze Familie auf ihre Kosten: Für die Kleinen gibt’s einen kostenlosen Abenteuerspielplatz und viele günstige Attraktionen wie etwa Hüpfburgen, Minigolf oder Ponyreiten. Nach dem Toben schmeckt eine frische Auszogne, dazu eine hausgemachte Erdbeer-Rhabarber- oder Löwenzahn-Orangenschorle. Und für die Großen gibt's das Ganze auch als Prosecco-Sprizz. Den größeren Durscht stillt eine Maß Paulaner (8 Euro). Die Speisekarte bietet überraschend viele Angebote für Vegetarier, zum Beispiel Gemüsepfanne, Rahmschwammerl oder Käsespätzle. Und wer unter der Woche zwischen 12 und 15 Uhr Zeit und Hunger hat, kann ein geflügeltes Schnäppchen machen: das halbe Mittags-Hendl mit Kartoffelsalat für nur 6,80 Euro. Übrigens tut ihr mit eurem Besuch auch noch etwas Gutes, denn 10 Prozent der Einnahmen fließen in die Heilgeistspital-Stiftung.

Zamperl erwünscht: das Mini-Hofbräuhaus

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Foto: Lukas Schirmer

Inoffiziell ist das Mini-Hofbräuhaus besser bekannt unter dem Namen „Hundebiergarten“. Denn auch wenn eure Vierbeiner in den meisten Münchner Biergärten gern gesehen sind: Man munkelt, das Mini-HB wäre der womöglich hundefreundlichste Ort der Stadt. Nur ein kleines Gassi von der U-Bahn-Station Nordfriedhof entfernt liegt er mitten im Englischen Garten. Während die Zamperl dort ausgiebig herumschnüffeln, miteinander spielen oder es sich einfach unterm Tisch gemütlich machen, können Herrchen und Frauchen in Ruhe ratschen. Ein echtes Leckerli ist der „Ofenfrische Schweinsbrat’n mit Kned’l und Salod“ für 7,90 Euro, besonders gut schmeckt dazu natürlich eine Maß Hofbräu (7,20 Euro).

Corona-Regeln: Notbremse seit 14.4. wieder in Kraft

Die Corona-Maßnahmen in Bayern werden bis mindestens 9. Mai verlängert. Das Bayerische Kabinett hat am 7. April neue Regelungen für Einzelhandel und Schule beschlossen, die seit 12. April in Kraft sind.

Da die 7-Tage-Inzidenz für München am 12. April drei Tage in Folge über 100 lag, greift seit dem 14. April die von Bund und Ländern verabschiedete Notbremse. Es gelten jetzt wieder strengere Maßnahmen für Kontakte, Einkaufen, Kultur und Sport sowie eine nächtliche Ausgangssperre.

  • Diese Notbremse-Regeln gelten seit dem 14. April
  • Welche Corona-Maßnahmen in München gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Rock’n’Grill: der Backstage Nachtbiergarten

    biergarten, Geheimtipps, Brotzeit, München,, Foto: Backstage
    Foto: Backstage

    Natürlich ist jeder Biergarten ein bisschen anders als die anderen. Der Backstage Nachtbiergarten an der S-Bahn-Station Hirschgarten hat, was Andersartigkeit betrifft, aber nochmal eine Schippe draufgelegt – eine Schippe Grillkohle nämlich. Denn hier könnt ihr unter dem Motto „License To Grill“ euer eigenes Fleisch oder Gemüse mitbringen und zubereiten (Kohle und Anzünder gibt's vor Ort). Und auch sonst erwartet euch dort einiges, was eher biergartenuntypisch ist: Lounge-Möbel und Liegestühle etwa, frisch gemixte Cocktails, viele Pflanzen und nachts eine bunte Beleuchtung. Am Unterhaltungsprogramm wird mit Beerpong, Kickern oder Spielen auch nicht gespart. Das könnt ihr dann dafür beim Bierpreis tun: Die Maß Augustiner oder König Ludwig kostet gerade mal 5,80 Euro.

    Fast ein Klassiker: das Waldheim

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    Foto: Waldheim

    Mit rund 2.500 Plätzen hat das Waldheim in Hadern schon eine stattliche Biergartengröße und ist vielen Biergartenfreunden nicht unbekannt. Warum es trotzdem zu unseren Geheimtipps gehört? Weil ihr hier die Chance habt, selbst bei bestem Wetter noch einen Tisch zu bekommen, denn überfüllt ist es hier selten. Das mag an der etwas abgeschiedenen Lage liegen, obwohl es von der U-Bahn-Station Klinikum Großhadern nur ein paar Minuten zu Fuß sind. An den Preisen liegt es nämlich eher nicht: die Maß Hacker Pschorr liegt mit 7,80 Euro gut im Münchner Schnitt. Für sparsame Bierfreunde gibt’s allerdings ein süffiges Special: die Freibier-Karte. Für 78 Euro könnt Ihr Euch zehn Maß abstempeln lassen, die elfte geht dann aufs Haus. Gegen den Hunger sind neben Klassikern vor allem die Burger lecker: zum Beispiel der „Waldheim Cheeseburger“ von der Allgäuer Färse mit Pommes (10,90 Euro). Oder die „Flotte Bayerin“, ein Veggie-Burger im Bio-Vinschgerl mit würzigem Käse und Pommes (8,90 Euro).  

    Idyllischer geht's nicht: die Insel Mühle

    biergarten, Geheimtipps, Brotzeit, München,, Foto: Inselmühle
    Foto: Inselmühle

    Es muss nicht immer die Isar sein: Der vielleicht schönste aller Biergärten liegt nahe der S-Bahn-Station Untermenzing direkt an der Würm. Die plätschert ruhig vor sich hin, während die Sonnenstrahlen durch die Bäume brechen und die Vöglein zwitschern – herrlich! Das finden auch die Barben, die es sich jedes Jahr von April bis Oktober in einem kleinen Becken direkt neben den Biergartenbesuchern gemütlich machen – und zwar freiwillig. Als Biergarten-Haustiere müssen sie natürlich auch nicht für den frischen Steckerlfisch herhalten, den es hier gibt. Wer trotzdem keinen Appetit auf Fisch hat, findet im Schmankerl-Eck neben Biergarten-Klassikern und Brotzeiten wie Münchner Wurstsalat (6,50 Euro) oder Radi (3,80 Euro) täglich wechselnde Gerichte sowie eine Wochenkarte mit guter Auswahl. Immer gleich ist nur das Bier: Die Maß Augustiner Hell kostet 8,20 Euro. Inselmühle


    Text: Steffi Mayerhanser
    Fotos: Lukas Schirmer, Backstage, Waldheim, Inselmühle

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