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Kunst und Kuchen: 13 schöne Münchner Museumscafés

Haus der Kunst bis Brandhorst: In diesen Cafés lohnt sich Euer Besuch

München hat insgesamt mehr als 90 kleinere und größere Museen. Viele Häuser lohnen nicht nur wegen der erstklassigen Ausstellungen, sondern auch aufgrund ihrer großartigen Restaurants. Zum Fine Dining oder Business-Lunch ins Museum? Hier sind 13 schöne Münchner Museumscafés!

Lenbachhaus | Ella – Italienisch mit Blick auf die Propyläen

Von morgens bis abends könnt Ihr in dem von Stararchitekt Norman Foster designten goldenen Kubus, der das "Ella" beherbergt, schlemmen. Feinste italienische Küche wird hier kredenzt, von Tramezzini mit Maishähnchen bis zu Seeteufel. Mittags lockt ein wechselndes Tagesmenü, beispielsweise zunächst eine Kürbiscremesuppe, dann eine Dorade mit Couscous und zur Krönung ein Schokoladentörtchen. Im Sommer sitzen Besucher des Lenbachhauses auf der weitläufigen Sonnenterrasse mit Blick den Königsplatz und die Propyläen. Ist es draußen garstig, genießt man diese Kulisse einfach drinnen durch die Panoramafenster. Übrigens: Im Restaurant gibt’s mit den Gemälden des Münchner Malers Thomas Demand nicht nur Kulinarisches, sondern auch Kunst zu genießen.

Pinakothek der Moderne | Erst Matisse, dann Macchiato

Umgeben von berühmten Werken moderner Kunst von Paplo Picasso über Henri Matisse bis zu Andy Warhol könnt Ihr Euch an einem Wintertag durch die riesige Glasfront die Sonne auf die Nase scheinen lassen. Das Café in der Pinakothek der Moderne betreiben die Gebrüder Eisenrieder, denen auch das Café Münchner Freiheit gehört - entsprechend gibt es handfeste Konditorenkunst gemischt mit erlesenen Kaffee-Kreationen. Das Design ist im Café der Pinakothek der Moderne schlicht, reduziert und luftig, und genau das macht es zu einem Hingucker.

Museum Brandhorst | Andy Warhol mit Spritz

Das Museum Brandhorst hat sich seit seiner Eröffnung 2009 als ein zentraler Ort für Gegenwartskunst in Deutschland etabliert. In seinem Café sitzt Ihr entspannt mit Blick Richtung Theresienstraße und beobachtet das städtische Treiben bis hinüber zu den Pinakotheken. Auf der Karte steht neben einer Mischung an warmen und kalten Speisen die "Supp-Kultur“ mit wöchentlich wechselnden Suppen. Am langen Donnerstag, wenn die Pforten des Museums bis 20 Uhr Besucher empfangen, könnt Ihr gemütlich in den schwarzen Stühlen am Fenster oder an den geschwungenen Hochtischen über Warhol, Twombly & Co philosophieren - und dabei Spritz schlürfen.

Hypo Kunsthalle | Restaurant und Café Kunsthalle – Optisches Highlight

Die beiden Lieblingsplätze im Restaurants und Café Kunsthalle sind schnell gefunden: entweder unter dem großen Gemälde am Fenster mit Blick in die Fünf Höfe – oder jenseits des Trubels auf den gemütlichen Plätzen im Lounge-Bereich. Schaut man hier zu lange auf die geriffelten Wände, fühlt man sich wie von Wellen davongetragen. Der Blick in die Speisekarte des Restaurants und Café Kunsthalle zeigt: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Frühstück, Sandwiches und Salate von klassisch bis außergewöhnlich, feine Kuchen am Nachmittag oder Drinks am Abend in entspannter Atmosphäre bringen geschäftige Münchner mit kunstinteressierten Besuchern zusammen. Einfach nur délicieux!

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Jüdisches Museum | Café Exponat – Tacheles oder Techtelmechtel?

Endlich mal Tacheles reden? Öffentlich ein Techtelmechtel haben? Oder einfach meschugge sein? Ist alles möglich im Café Exponat im Jüdischen Museum, wenn man ein Mezzi mit Pitabrötchen und Dips bestellt. Extrem süchtig machend: der saisonale Dip "Meschugge" mit Quinoa, Zucchini, Pilzen und Quark oder der klassische, extrem cremige Hummus. Ebenfalls fein sind die israelischen Salate, die mit frischer Pita gereicht werden und die Flammkuchen. Dazu ein koscherer Wein aus dem Hause Teberberg oder ein Jewish Craft Beer und der Museumsbesuch am St.-Jakobs-Platz fühlt sich an wie ein Kurzurlaub in Israel. Perfekt für Familien ist außerdem der Spielplatz nebenan. Tipp: Das Kulturfrühstück am Wochenende mit orientalisch angehauchten Spezialitäten.

Haus der Kunst | Goldene Bar – Mate Infused Tequila in güldenem Ambiente

Die Tanzwütigen gehen ins P1, die Liebhaber guter Cocktails und guten Essens in die Goldene Bar. Auf den Knautschsofas in der Lounge stimmt man sich auf den Abend ein, mit einem Mate Infused Tequila mit Traube und der Goldenen Barfood Variation. Im Hauptraum sitzt man unter einem riesigen Kronleuchter, der einst im Hotel Savoy in Zürich hing und bewundert die Malereien aus Blattgold - denen verdankt die Goldene Bar übrigens ihren Namen. Die Speisekarte? Liest sich wie ein Traum. Belugalinsensalat mit Roter Beete, Beef Tartar mit Sesam, Birne und Eigelb, Saibling mit Mangold oder ein Pulled Lamm Brioche. Wer kann dazu Nein sagen?

Alte Pinakothek | Café Klenze – Auf einen Tee mit britischem Flair

 Man kombiniere die großzügige Architektur Leo von Klenzes mit einem Mobiliar, das an einen Teesalon in der englischen Countryside erinnert, und heraus kommt eines der schönsten Museumscafés Deutschlands. Die Mischung aus Natureiche, Messing und weichem Leder laden zum stundenlangen Verweilen ein, nicht nur beim Sonntagsbrunch. Besonders legendär: die Kuchen, die aus dem Victorian House angeliefert werden. Lavendel, Kastanie, Pistazie, Zucchini-Walnuss - wer hier nichts findet, ist selbst schuld. Englandfans werden zu Crumpets oder Scones greifen. Besonders Teetrinker kommen auf ihre Kosten, mehr als 60 Sorten stehen zur Auswahl, von Lapsang Souchong bis Margaret’s Hope aus Darjeeling.

Museum of Urban and Contemporary Art | MURAL – Spinatnockerl meets Graffiti

Wer auf Industrieschick steht, ist im ehemaligen Umspannwerk in der Altstadt genau richtig. Der Name "Mural" ist Programm: An der Betonwand prangt eine Schildkröte mit Mofahelm mit Star-Bangled-Banner, hinter der Küche sieht man barbusige Damen. Die Mittagskarte ist übersichtlich, aber oho. Die Spinatnockerl mit Nussbutter, Salbei und eingelegten Tomaten zergehen auf der Zunge. Am Abend wird es noch edler, dann ist Fine Dining angesagt. Nach einem Murals Bellini wartet ein 4- oder 6-Gänge Menü mit asiatisch und südamerikanisch inspirierten Gerichten. Am Samstag und Sonntag gibt es im Mural außerdem einen Brunch auf ebenso hohem Niveau - ein absoluter Tipp für Feinschmecker!

Corona: Regelungen für die Gastronomie

Seit dem 6. Mai gilt bis auf Weiteres eine Kontaktbeschränkung. Schrittweise Wiedereröffnung der Gastronomie: Biergärten dürfen seit 18. Mai öffnen, Restaurants seit 25. Mai. Maskenpflicht (außer an den Tischen), Distanzgebot von 1,5m und Hygieneregeln beachten. Möglichst vorab informieren und reservieren.

Münchner Stadtmuseum | Stadtcafé – der Klassiker am St.-Jakobs-Platz

Seit über 30 Jahren sitzt man im Stadtcafé an Nierentischen, auf Bänken mit dunkelrotem Samt oder am geschwungenen Hochtisch im Fifties-Style. Schnappt sich einen altmodischen Zeitungsstock oder guckt sich die wechselnde Kunst an den Wänden an, während man am Pastrami-Sandwich knabbert. Alternativ gönnt man sich eine Pâté de campagne mit zerdrückten Kartoffeln oder etwas von der Tageskarte wie beispielsweise den Süßkartoffelauflauf mit Spinat. Im Stadtcafé gibt es aber auch stinknormale Wiener mit Brot oder typisch münchnerische Gerichte wie Wollwürste mit Kraut. Im Sommer lockt der heimelige Innenhof, der einer kleinen Oase gleicht.

Museum Fünf Kontinente | Café max2 – die Maximilianstraße und die Arkaden

 Gebrauchte Teebeutel auf Leinwand? Das ist Kunst und gehört zum Dekor des Café max2. Wer bei schönem Wetter durch das imposante Portal schreitet und Hunger verspürt, sucht sich einen Platz unter den Arkaden und genießt beim Essen den Blick auf die Maximilianstraße. Auch innen sitzt es sich gut, sei es im Foyer oder auf den schwarzen Lederbänken im Café. Die Küche? Exzellent, da schmeckt sogar ein Gemüse wie Rosenkohl – weil es zusammen mit Gnocchi und Hühnerbrust in Senfsoße serviert wird. Während der Woche kommt man wegen des Business-Menüs her, das Supper, Pasta und Dessert beinhaltet.

Alpines Museum | Café Isarlust – Schlemmen wie auf der Alm

 Ja, so schmecken die Berge – und das mitten auf der Praterinsel. Beim Vesperteller mit Bergkäse oder Wildpastete vom Wirt der Albert-Link-Hütte am Spitzingsee fühlt man sich im Café Isarlust wie auf der Hüttn. Dazu eine Untergiesinger Erhellung und ein Bergsteigerriegel und die Besteigung der Eiger Nordwand wird zum Klacks. Wenn auch nur als Geschicklichkeitsspiel, während man von der Holzbank mit den roten Filzfleckerln der Isar beim Vorbeirauschen zuschaut. Nachdem es auch in den Bergen heute alldieweil a bisserl Schickimicki zugeht, lässt sich der Besuch im Alpinen Museum mit einem Prosecco und einem Kuchen beschließen.

Museum Villa Stuck | Käfer Café – Quiche und Trüffeltorte im Künstlergarten

Das Café im Foyer des Museums Villa Stuck ähnelt einem Palmenhaus mit großen, runden Fenstern, abgehangenem Glasdach und üppiger Bepflanzung. Am schönsten aber speist es sich direkt im Künstlergarten mit den Antikenabgüssen und Reliefs. Angeblich feierte dort Hausherr Franz von Stuck früher wilde Feste. Das Essen ist mindestens so hochwertig, wie die Geschichte des Hauses: Die Lachsquiche kommt dekorativ daher, auf einem Holzbrett mit Pergamentpapier, mit Salat im Einmachglas. Auch der Apfelstreuselkuchen vom Blech ist eine Wucht. Und erst die Pariser Trüffeltorte mit dunkler Canache und frischen Himbeeren. Kurzum: Ein kulinarischer und optischer Genuss.

Museum Mensch und Natur | CaféBar Limulus – Nymphenburger Kucheneldorado

 Unter pinkfarbenen Lampenschirmen sitzt man im Seitentrakt des Nymphenburger Schlosses wahlweise an der Tafel aus dunklem Holz oder in der Sofaecke am Eingang. Im Hintergrund spielt sanfter Jazz. Ein buntes Kissen im Rücken verspeist man hier gerne ein Stückchen locker-leichten Käsekuchen, frisch aus der Limulus-Bäckerei, auf Sammeltellern serviert. Der Blick bleibt an den dicken, weißen Ofenrohren oder den Kunstwerken an der Wand hängen, die man auch kaufen kann. Warum sich neben dem hervorragenden Kuchen ein Besuch in der CaféBar Limulus lohnt? Mittags gibt’s günstige, saisonale Spezialitäten, Abends Events wie das "Science After Work“ mit feinen Weinen und Tapas.


Text: Alexandra Lattek/muenchen.de
Fotos: Lionman, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst, Kunsthalle, Jüdisches Museum, Haus der Kunst, Photopraline, Museum Fünf Kontinente, Cafébar Limulus

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