9 Restaurants, um sich genussvoll ins neue Jahr zu schlemmen

Neni, Foto: Neni
Foto: Neni

Besondere Silvester-Menüs 2018: von vegan bis vietnamesisch

Alle Jahre wieder taucht die gleiche Frage auf: Silvester zu Hause mit Fondue oder Raclette verbringen? Rauschend feiern gehen? Oder einfach die Bettdecke über den Kopf ziehen und den ganzen Zauber verschlafen? Aber es geht auch ganz anders. Nämlich: stil- und genussvoll essen zu gehen. Wir haben 9 Lokale in München herausgesucht, wo man das alte Jahr mit einem schönen Silvester-Dinner gebührend verabschieden kann.

Feuriges Fondue: Charlie

Feuriges Fondue: Charlie, Foto: Charlie
Foto: Charlie

In Vietnam isst man zu familiären Anlässen gerne Lau. Das auch als Feuertopf bekannte Gericht wird wie Fondue am Tisch zubereitet. Also perfekt für alle, die an Silvester auf diese Tradition nicht verzichten wollen. Mit dem Silvester-Feuertopf im Charlie vergeht die Zeit bis Mitternacht wie im Flug. Als Vorspeise wird Goi Xoai Mangosalat mit Ente gereicht, als vegetarische Version mit grünem Apfel. Den Lau gibt es wahlweise mit Fleisch- oder Gemüsebrühe und Rindfleisch, Huhn, Riesengarnelen, Tintenfisch, Pilzen, Pak Choi, Chinakohl und Wasserspinat als Einlagen. Das Ganze wickelt man mit Kräutern und Nudeln in Reispapier und fertig ist die vietnamesische Glücksrolle. Das Silvester-Fondue kostet 66 Euro pro Person, einschließlich einer Piccoloflasche Crémant.

„The last Silvester“: Lovelace

The Lovelace, Foto: The Lovelace
Foto: The Lovelace

Bevor das Pop-up-Hotel Lovelace im Januar aus der Alten Staatsbank auszieht, wird an Silvester nochmal gefeiert. Wer vor der Silvester-Party mit Hip Hop, Oldschool und All Time Dance Classics gut und gesund essen möchte, bucht einen Platz am veganen Silvester-Buffet von Epi-Food, die man schon von anderen Events im Lovelace kennt. Mit neuen Kreationen aus ihrer veganen Pop-Küche „Loveocado“ geleiten die Epi-Food-Kochstars Felicitas und Alexandra ihre Gäste ins neue Jahr. Was auf den Teller kommt, bleibt eine Überraschung. Gewiss ist allerdings: Es ist saisonal, nachhaltig, kreativ und international. Und wie immer bei der „Loveocado“-Küche spielt die Avocado eine wichtige Rolle. Bei 49,90 Euro pro Person ist der Eintritt zur Party inklusive.

So schmecken die Alpen: Savoy

savoy, Foto: Savoy
Foto: Savoy

Das Savoy hat sich der alpinen Küche verschrieben, jahrhundertealte Rezepte aus alpinen Regionen von Slowenien bis Frankreich bekommen hier eine moderne Note. Den Auftakt des Silvester-Menüs in dem schummrig-gemütlichen Lokal mit den Backsteinwänden macht ein bayrisches Schweinefilet mit Roter Bete und Erbsenmeerettich. Weiter geht es mit Cappuccino aus Schwarzwurzel, gefolgt von Zanderfilet oder Trüffelravioli, beides mit Veltlinerschaum. Ein perfektes Duo bilden das Rinderfilet und die Bayrische Garnelen, die mit Pastinake und Schwarzkohl als Hauptspeise serviert werden. Vegetarier versinken im Süßkartoffelflan mit Petersilienemulsion. Und das Dessert? Käsekuchen mit weißer Schokolade und Butterkekscrumble. Das 6-Gänge-Menü kostet 90 Euro pro Person, mit vegetarischem Hauptgang 80 Euro.

„King Ghobi“ im Heizkraftwerk: Electric Elephant

Electric Elephant, Foto: Electric Elephant
Foto: Electric Elephant

Indische Folklore sucht man im Electric Elephant vergebens. Der Industrial-Look passt auch tausend Mal besser in das ehemalige Heizkraftwerk. Das Silvermenü ist indisch, kommt aber im „Indie-Style“ daher. Sprich: Die Gerichte sind alle eine Spur außergewöhnlicher als beim Inder um die Ecke. Zur Auswahl stehen ein vegetarisch-veganes Menü für 45 Euro und ein Fleisch-Fisch-Menü für 55 Euro. Es gibt jeweils drei Gänge und ein Mitternachts-Dal. Nach dem Wermut-Aperitif werden als Vorspeise sautierte Okraschoten oder Lachs-Ceviche aufgetischt und Samosas. Auf die Vegetarier wartet dann „King Ghobi“. Das ist ein ganzer Blumenkohl, angerichtet an einer Tomaten-Masala-Soße, angenehm erfrischend. Passend zu Silvester gibt es noch ein „Knall Dal“. Ansonsten stehen Lamm Jalfrezi mit Kardamon oder ein Fisch-Curry in Madras-Soße zur Disposition. Der Nachtisch ist ein Schokoladen-Fudge mit Kulfi.

Irisch-phantastisch: Shane’s Restaurant & Bar

Die Leidenschaft für’s Kochen hat der Ire Shane McMahon von seinen Eltern. Paart man dies mit einer großen Portion Phantasie, kommt eine irisch-internationale Spitzenküche heraus. Mit 160 Euro pro Nase muss man für das Silvester-Menü in Shane’s Restaurant aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür läuft einem jedoch schon bei der Lektüre des edlen 7-Gänge-Menüs das Wasser im Mund zusammen. Und das Glas Champagner zum Aperitif ist inklusive. Lauwarmer bretonischer Hummer mit Granatapfel, Muskatkürbis und Ingwer? Klingt genauso vielversprechend wie die Jakobsmuschel-Ceviche mit Ponzu-Thai-Basilikum-Eis und der weiße Heilbutt mit Dashi-Belugalinsen, Backpflaumen und Champagner. Eine außergewöhnliche Geschmackskombi sind die Entenravioli mit Südtiroler Äpfeln. Zum Dessert winkt „Buddhas Hand“ mit Nashi-Birne und Buttermilch.

„Famous Asian Bites“: The Drunken Dragon Bar

„Famous Asian Bites“: The Drunken Dragon Bar, Foto: Drunken Dragon Bar
Foto: Drunken Dragon Bar

Die Drunken Dragon Bar steht für progressive, chinesisch inspirierte Küche. Experimentelles Essvergnügen verspricht auch das 5-Gänge-Silvestermenü für 69 Euro pro Person. Während der bunte Drache an der Wand unbeirrt vor sich hin faucht, starten die Gäste mit gebeizter Lachsforelle mit Wasabi-Erbsen und Granny Smith, gefolgt von Hummerbrühe mit Pilzen. Auf die berühmten Dumplings muss man auch an Silvester nicht verzichten. Es gibt sie wahlweise mit Poltinger Lamm und Senfkohl oder mit Pilzen, Käse und Trüffel. Die geschmorte Rinderschulter mit Spinat und fermentierten Bohnen als Hauptspeise klingt ebenso extravagant wie das Kohlenfischfilet mit Xo-Soße und Pak Choi. Pfeffrig-süß ist der Nachtisch, ein Kokos-Mango-Erdbeer-Käsekuchen mit Ingwer und Szechuanpfeffer.

Goldene Nächte: Neni

Neni, Foto: Neni
Foto: Neni

Der leuchtende Neonschriftzug „Dositzndedodedooiweidositzn“ im Restaurant des 25 Hours Hotels ruft bei Nicht-Bayern womöglich fragend hochgezogene Augenbrauen hervor. Aber trotz des Wortungetüms – bayerisch geht’s im Neni ansonsten nicht wirklich zu. Unter den großen Kronleuchtern wird orientalisch-eklektische Küche mit israelischen, rumänischen und spanischen Einflüssen aufgetischt. Die Mezze haben schon in kürzester Zeit Kultstatus erreicht. Wer Köstlichkeiten wie Babaganoush oder Hamshuka auch zum Jahreswechsel genießen möchte, sollte sich schnell für das Silvester-Menü einbuchen. Es kostet 159 Euro pro Person und beinhaltet 6-Gänge, einen Begrüßungsdrink, alkoholfreie Getränke und die Weinbegleitung.

Gummipuppen und Gartenzwerge: Eat the Rich

Eat the rich, Foto: Eat the rich
Foto: Eat the rich

Die exhibitionistischen Gartenzwerge, die Gummipuppe und die raketenförmige Lavalampe gehören genauso zum Eat the Rich wie die megagroßen und extrem guten Cocktails. Wer Silvester dort verbringt, darf sich nicht nur auf eine ausgelassene Partystimmung freuen, sondern auch auf ein 4-gängiges Silvestermenü. Dieses gibt es für 66 Euro pro Person, inklusive Mitternachts-Prosecco. Den Auftakt macht ein Cappuccino aus cremiger Kürbissuppe, gefolgt von Räucherlachstörtchen mit Zitronenfrischkäsecreme, Garnelen und Forellenkaviar. Nach Ravioli in Tomaten-Kräuter-Sugo kann man wählen zwischen rosa gebratener Rinderlende mit Kartoffel-Kürbis-Püree, Zanderfilet mit Pernod-Safran-Soße oder Auberginen-Auflauf. Die Lavendelblüten und der Orangen-Crunch machen aus der Panna Cotta einen ganz besonderen Nachtisch! 

Beim dickbäuchigen Buddha: Man Fat

Man fat, Foto: Man fat
Foto: Man fat

Traditionell chinesisch ist im Man Fat nicht nur das Dekor mit den goldenen Statuen und den rot-orangenen Wänden, sondern auch die Küche. Die ist kantonesisch geprägt und so gut, dass das Restaurant in der Maxvorstadt seit 40 Jahren über jegliche Asia-Kitchen-Wellen hinweg reitet und vielen als bester Chinese Münchens gilt. Das Silvester-Menü hält ausgewählte Spezialitäten aus dem Reich der Mitte parat. Wie wäre es mit Kokos-Curry-Suppe mit Jakobsmuscheln und knusprig gebratenen Wan Tans mit Seealgensalat? Und Rindfleisch mit Pak Choi oder zarte Ente mit Cashewnüssen? Die perfekte Abrundung: Eis mit schwarzem Sesam oder grünem Tee. Unbedingt probieren: den heißen Sake. Für das Silvestermenü zahlt man 44 Euro pro Person.


Text: Alexandra Lattek
Fotos: Charlie, The Lovelace, Savoy, Electric Elephant, Drunken Dragon, Neni, Eat the rich, Man fat

Dezember 2018

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