Typisch Münchnerisch essen

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Schweinebraten, Foto: Photopraline
Foto: Photopraline

10 Lokale mit echter Münchner Küche in der Innenstadt

Lust auf echte Münchner Schmankerl? Wer in München richtig Münchnerisch essen will, findet eine große Auswahl an bayrischen Wirtschaften. Doch wo schmecken Weißwurst, Brezn, Schweinebraten und Knödel besonders gut? Hier sind 10 Tipps zum Thema Typisch Münchnerisch essen! An Guadn!

Der Spöckmeier: Älter als die Frauenkirche

Weißwurst satt jeden Donnerstag im Spöckmeier, Foto: Spöckmeier
Foto: Spöckmeier

Das Haus, in dem Lorenz Stiftl den Spöckmeier führt, wurde bereits 1450 erwähnt. Zum Vergleich: die Frauenkirche wurde 1494 eingeweiht, das Hofbräuhaus 1589 gegründet.
In den verschiedenen Stuben der Paulaner Brauerei kommen traditionelle Gerichte wie das Münchner Bierbratl – ein kross gebratenes Wammerl mit Dunkelbiersauce – auf den Tisch. Der Zuckerbäcker zaubert Kaiserschmarrn und in Bierteig gebratene Apfelküchlein. Ein besonderes Lob gebührt der Weißwurst nach original Münchner Rezept, die täglich frisch aus der hauseigenen Metzgerei kommt. Jeden letzten Donnerstag im Monat gibt's ein Extra-Schmankerl: Für 6 Euro kann dann jeder dann so viele Weißwürste essen, wie er will.

Zum Stiftl: Mit Laptop und Lederhosn

Gemütlichkeit trifft Moderne beim Zum Stiftl, Foto: Zum Stiftl
Foto: Zum Stiftl

Im Tal eröffnete 2018 der Sohn von Lorenz Stiftl, Stefan, sein eigenes Wirtshaus. Im Zum Stiftl hat er sich seine Vision von bayerischer Tradition für die Generation Laptop erfüllt. Dunkle Holzvertäfelungen treffen auf moderne Kupfer-Hängeleuchten. Während die Besucher ihre Mails checken, stärken sie sich mit einem Strammen Max und einer Wirtshauslimonade. Für den größeren Hunger bestellt man eine Münchner Version des Burgers: Bayern Ox auf gerösteter Breznsemmel mit Bergkäse und Süßkartoffelpommes.

Ausflug zum Ayinger am Platzl

Das Ayinger am Platzl, Foto: Ayinger am Platzl
Foto: Ayinger am Platzl

Zum Ayinger am Platzl nimmt man am besten gleich die ganze Familie mit. Und bestellt eine echte altbayrische Rarität: das Reindlessen. Die Schmankerl kommen in einem großen Bräter (dem Reindl) frisch aus dem Ofenrohr auf den Tisch - Spanferkelhaxe, Gutshofente, Bierbratwürstl, Leberkäs, gemischte Knödel, Sauerkraut und Apfelblaukraut. In alter "Platzl-Bühnen-Tradition" zapft man sich aus einem eigenen 10-Liter-Holzfass das kühle Ayinger-Bier.

Vom Ayinger bis Zum Franziskaner
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In München steht ein Hofbräuhaus

Das Münchner Hofbräuhaus, Foto: Tobias Ranzinger
Foto: Tobias Ranzinger

Das wohl bekannteste Wirtshaus der Welt ist nicht nur bei Touristen beliebt. Im Hofbräuhaus gibt es 100 aktive Stammtische, den ältesten seit über 70 Jahren. Dort, wo vor hundert Jahren noch Brauanlagen standen, haben heute tausend Menschen Platz, um die typischen Münchner Schmankerl aus der eigenen Metzgerei, Bäckerei und Konditorei zu genießen. Hier schmecken der Krustenschweinebraten und der Spanferkelbraten so, wie sie schmecken sollten – die Kruste resch, das Fleisch zart. Im Festsaal im ersten Stock kann man übrigens kostenlos bayrisch Tanzen lernen!

Der Pschorr: Von der Nase bis zum Schwanz

Der Pschorr am Viktualienmarkt, Foto: Der Pschorr
Foto: Der Pschorr

Am Viktualienmarkt steht eines der bodenständigsten Münchner Wirtshäuser. Denn obwohl Der Pschorr erst 2005 eröffnet hat, so ist er bereits eine Institution bei den Münchnern. Gegessen wird an massiven Eichenholztischen, das Bier kommt aus dem Holzfass, das Essen aus der Region. Die Karte bietet Klassiker wie Schweinebraten, in der Pfanne ausgebackene Schnitzel und Hausenten aus Niederbayern. Durch die Verwertung des ganzen Tieres von der Nase bis zum Schwanz finden sich außerdem schon fast vergessene Münchner Spezialitäten wie saures Lüngerl auf der Karte.

Rindertartar vom Murnau-Werdenfelser Rind, Foto: Der Pschorr
Foto: Der Pschorr

Ebenso unbedingt probieren: Das Rindertatar vom Murnau-Werdenfelser Rind, dazu ein Hacker-Bier, gekühlt mit Stangeneis.

Die wohl beste Haxn der Stadt beim Haxnbauer

Gegrillte Haxn vom Haxnbauer im Scholastikerhaus, Foto: Haxnbauer München
Foto: Haxnbauer München

Im Scholastikahaus aus dem 14. Jahrhundert befindet sich heute der Haxnbauer. Und wie der Name verrät: hier gibt es die wohl beste Schweins- und Kalbshaxn der Stadt. Das Geheimnis der würzigen Kruste und des saftigen Fleischs ist, dass die Haxn 24 Stunden in einer Salz-Kräuter-Mischung mariniert werden, bevor sie dann langsam über Buchenholzkohle knusprig gegrillt werden. Tipp für Eilige: die riesige Haxnsemmel mit Kraut und Salat (langt für Zwei!) im Straßenverkauf.

Spatenhaus an der Oper: Schmankerl mit Ausblick

Blick aus dem ersten Stock im Spatenhaus auf die Münchner Oper, Foto: Kuffler
Foto: Kuffler

Im Spatenhaus an der Oper werden Im Erdgeschoss altbayrische Spezialitäten serviert – wie die Alt Münchner Kartoffelsuppe. Oben mit Blick auf das Residenz- und Nationaltheater schmecken die bayrisch-österreichischen Klassiker wie das Backhendl vom Stubenküken oder der Tatar von der Räucherforelle besonders fein.

Original Wiener Schnitzel im Spatenhaus, Foto: Photopraline
Foto: Photopraline

Das himmlische „Original Wiener Schnitzel aus dem Kalbsrücken in Butter gebraten“ steht oben wie unten auf der Karte.

Zum Franziskaner: Wiesn das ganze Jahr

Der überdachte Hofgarten im Zum Franziskaner, Foto: Zum Franziskaner
Foto: Zum Franziskaner

Im Zum Franziskaner geht`s eher zünftig zu: Wer mag, kann im überdachten Hofgarten Oktoberfeststimmung das ganze Jahr über erleben. Kein Wunder, denn der Wiesn-Wirtsfamilie Reinbold gehört auch das Schützen-Festzelt. Einheimische und Touristen treffen sich im Franziskaner zum Frühschoppen oder zur Brotzeit.

Leberkäse im Zum Franziskaner, Foto: Zum Franziskaner
Foto: Zum Franziskaner

Am liebsten bestellen sie Biergartenschmankerl: hauchdünnen Radi, Weißbier-Obatzda mit reschen Brezn, ofenfrischen Lebenkäs oder die Fleischpflanzerl mit lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat. Und zum Prosit der Gemütlichkeit stößt man hier mit einer Löwenbräu-Maß an.

Bratwurst Glöckl am Dom: Bürgermeisters Liebling

Bratwürste aus dem Bratwurst Glöckl am Dom, Foto: Bratwurst Glöckl
Foto: Bratwurst Glöckl

Gegenüber am Dom zur Lieben Frau (wie die Frauenkirche richtig heißt) steht eines der urigsten Münchner Wirtshäuser: das Nürnberger Bratwurst Glöckl. Seine Geschichte geht bis ins Jahr 1796 zurück. Damals und heute zählen zu den Stammgästen die jeweiligen Münchner Oberbürgermeister und viele alteingesessene Münchner wie einst Karl Valentin. Sie erfreuen sich an den Rostbratwürsten mit Fasssauerkraut, welche täglich frisch zubereitet und über einem offenen Buchenholzfeuer gegrillt werden. Dazu schmeckt ein eiskaltes Augustiner-Bier aus dem Holzfass.

Der Ratskeller: Unterm Herzen der Stadt

Der Bacchuskeller im Ratskeller in München, Foto: Ratskeller
Foto: Ratskeller

Direkt unterm neuen Rathaus am Marienplatz liegt der historische Ratskeller. Hier feiern wir Münchner nicht nur unseren legendären Weiberfasching, auch Münchens Politiker und Prominenz treffen sich gern in den gemütlichen Gewölben. Schon seit 1874 gibt's hier vom Fränkischen Sauerbraten bis zum bayrischen Brotzeitbrettl alles, was das Münchner und das Franken-Herz begehrt. Tipp: Der Brunch am Sonntag von Mitte Oktober bis Ende Mai ist besonders beliebt bei Familien. Während der Nachwuchs Kochmützen bemalt, genießen die Großen ihre Weißwürste und das frisch gezapfte Löwenbräu-Bier.


Text: Margarete Arlamowski
Fotos: siehe Bildname

Mai 2019

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