Ausgefallene Wiesn-Schmankerl

Weisswurst, Bio Nüsse, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

So schmeckt das Oktoberfest – Teil 2

Die Wiesn ist an Vielfalt kaum zu überbieten: So viele Besucher, Fahrgeschäfte, Zelte und Maß’n gibt es wohl nirgendwo sonst auf der Welt. Was dabei oft untergeht: Auch das Angebot an Speisen lässt keine Wünsche offen. Wir stellen Euch unsere Lieblinge vor. Teil 2: ausgefallene Schmankerl.

Mandeln, Lebkuchenherzen & Co: Klassiker mal anders

Lebkuchenherz, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Wer gerne etwas Neues ausprobiert, liegt mit gebrannten Mandeln und Lebkuchenherzen genau richtig. Ja, richtig gelesen: Denn viele Anbieter haben sich etwas einfallen lassen, um den beliebten Klassikern einen neuen Dreh zu verpassen. Wie wär's also mal mit gebrannten Mandeln mit Baileys-, Latte Macchiato- oder Eierlikör-Geschmack? Die gibt’s bei „Gebrannte Mandeln Reinsch & Langhammer“. Sogar noch etwas ausgefallener schmecken die Nüsse bei „Gebrannte Mandeln Staudacher“, nämlich unter anderem nach Glühwein, After Eight oder Bratapfel. Bei „Lebkuchenherzen Rieger“ könnt Ihr Euer Gspusi aufs Edelste beeindrucken, denn hier gibt’s Herzen mit essbarem Blattgold. Oder Ihr werdet selbst kreativ: Am Stand „Herzlmalerei“ von Michael und Erika Schifferl werden Lebkuchenherzen mit Eurem individuellen Text beschriftet.

Nüsse, Wiener & Hendl: alles bio!

Bio Nüsse, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Weil wir's gerade mit gebrannten Mandeln hatten: Nüsse gibt’s auch in Bio. Am Stand „Süße Linie 8“ habt Ihr die Wahl zwischen Macadamias, Cashews, Haselnüssen, Erdnüssen und Mandeln in Bio-Qualität. 

Bio Hendl, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Auch die beliebte Wurstsemmel könnt Ihr Euch guten Gewissens schmecken lassen: Am Stand „Bayerische Brotzeit“ gibt es Brühpolnische, Bratwurst, Weißwurst, Wiener und Schweinswürstl aus Bio-Fleisch. Und selbstverständlich gibt’s auch für das Hendl eine Bio-Alternative. Zum Beispiel bei der Hühner- und Entenbraterei Ammer, als klassisches halbes Hendel oder als „Münchner Quartl“, also viertel Hendl.

 

Guten Morgen! Frühstück auf der Wiesn

Wiesn Frühstück, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Eine gute Grundlage für den Wiesnbesuch, aber auch alleine schon einen Ausflug wert sind die Frühstücksangebote auf dem Oktoberfest. Im Café Kaiserschmarrn könnt Ihr Euch unter anderem mit dem „Kini-Frühstück“ königlich verwöhnen und geräucherten Lachs mit drei Kräuterrühreiern, Meerrettich, Butter, Weißbrot sowie ein Glas Prosecco genießen.

Weisswurst, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Im Goldenen Hahn erwarten Euch auf der Prosecco-Frühstücksplatte „Landlust“ Gänseschinken, Putenbrust, Geflügelstreichwurst, Emmentaler, Frischkäse, Ziegenstreichkäse, Rühreier mit gebratenen Pilzen, Kirschtomaten und frischen Kräutern, eine ofenfrische Brotauswahl und ebenfalls ein Glaserl Prosecco. Zum traditionellen Frühschopp’n lädt das Festzelt Tradition auf der Oidn Wiesn ein: Hier gibt's die Weißwurst von Montag bis Freitag zwischen 10 und 11 Uhr für nur 1,90 Euro das Stück.

Quinoa, Soja & Co: das schmeckt Veganern!

Veganer Bayernburger, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Gefühlt jedes Jahr größer wird das Angebot an fleischfreien Schmankerln auf dem Oktoberfest – sowohl in den Zelten als auch draußen an den Standln. Bei der Wurstbraterei Acktun könnt Ihr Kartoffelpuffer mit Knoblauchcreme knuspern. Bei Feinkost Driendl gibt's eine originelle „Obatzdasemmel nach Omas Rezept“ – und vegane Burger-Liebhaber werden bei „Altbayrische Spezialitäten Anthuber“ und dem „Bayern Burger“ mit veganem Leberkäse, Krautsalat und Zwiebeln in der Semmel fündig. Überhaupt werden die veganen Angebote immer kreativer: Beim „Stiftl“ erwarten Euch vegane Steinpilznudeln – also Teigtaschen mit Steinpilz-Kartoffelfüllung auf Selleriestampf und Kürbiskernöl.

Quinoa Kichererbsen, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Im Marstall gibt’s Quinoa-Kichererbsenpflanzerl, angerichtet auf Tomaten-Paprikagemüse mit Süßkartoffel und Avocadocreme. Eine große vegane Auswahl gibt’s auch im Herzkasperl-Festzelt auf der Oidn Wiesn, zum Beispiel Sojamedaillons in Dunkelbier-Zwiebelsauce mit Kartoffelknödel – oder Schokomousse mit frischen Beeren. Vegetarisch süß geht’s weiter in Bodo’s Cafézelt bei Dampfnudeln, Apfelkücherl oder den „weltberühmten Kirschwasserkrapfen“. Und für Schokofrüchte-Fans bietet „Glasierte Früchte und Schokofrüchte Lange“ eine Variante mit veganer Reismilch-Kuvertüre.

Knödelei & Co: Schmankerl-Programme

Münchner Knödelei, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Manche Zelte klingen schon nach dem, was sie an leckeren Spezialitäten anbieten. So erweckt die Münchner Knödelei die Knödel-Kultur zu neuem, kreativem Leben, unter anderem mit dem „Knödel-Dreier-Looping“ aus Spinatknödel, Kasknödel und Pfifferlingsknödel. Oder dem Spezialknödel 2018, dem „Jennerwein Knödel von der Bayerischen Wildsau“ auf Waldpilz-Rüben-Gröstl mit Maronen-Hollandaise. In Feisinger’s Kas- und Weinstubn gibt’s zum Beispiel Raclette-Käse mit Mixed Pickles, Ofenkartoffel und Joghurt-Schnittlauch-Häubchen.

Café Guglhupf, Foto: Lukas Schirmer
Foto: Lukas Schirmer

Beim Fisch-Bäda schmeckt vieles aus See und Meer, die Spezialität des Hauses ist allerdings die „Fisch-Platte Surf & Turf“. Und im Café Guglhupf gibt’s die vielleicht originellsten Napfkuchen von deftig bis süß, etwa einen Tomaten-Oliven-Guglhupf auf Balsamicocreme oder einen Eierlikör-Guglhupf.

Text: Steffi Mayerhanser
Fotos: Lukas Schirmer

Oktober 2018

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