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Statt Wiesn: München feiert den „Sommer in der Stadt“

Marktstand mit Lebkuchenherzen, Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher
Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher

Corona-Krise: So hilft München den Schaustellern und Marktkaufleuten

(13.5.2020) München will mit Buden, Fahrgeschäften und Aktionen den „Sommer in der Stadt“ gestalten. Die sonst vom Oktoberfest und anderen Festen bekannten Schausteller sollen sich im ganzen Stadtgebiet präsentieren dürfen und so dazu beitragen, dass die Münchner Lebensfreude auch in der Corona-Krise nicht verloren geht. Wir haben hier für Euch zusammengestellt, was alles geplant ist.

Standl und Fahrgeschäfte im ganzen Münchner Stadtgebiet

Das Oktoberfest findet nicht statt, aber auch andere Volksfeste wie das Frühlingsfest oder die Maidult konnten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht gefeiert werden. Das trifft nicht nur die Schausteller hart – auch den Münchnern geht dadurch ein Stück Lebensfreude verloren.

Um dem entgegenzuwirken, hat der Münchner Stadtrat am heutigen Mittwoch, 13. Mai 2020, einstimmig das Konzept für einen „Sommer in der Stadt“ verabschiedet.

Worum geht es? Schausteller, Marktkaufleute und andere Interessierte sollen ihre Standl, Schmankerlbetriebe und kleinen Fahrgeschäfte an dezentralen Orten im Münchner Stadtgebiet aufstellen. Also nicht in der Innenstadt, nicht auf zentralen Plätzen, sondern eher in den Stadtteilen. Und natürlich immer unter Einhaltung der aktuellen Sicherheits-, Hygiene- und Abstandsregelungen. Auf dass es ein wunderbarer „Sommer in der Stadt“ werde, wie ihn einst die Spider Murphy Gang besungen hat.

Clemens Baumgärtner: Keine Mini-Wiesn, kein Sommer-Oktoberfest

Clemens Baumgärtner, Foto: CSU München
Foto: CSU München Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner

Das Projekt entstand unter Federführung des Referats für Arbeit und Wirtschaft, das dafür in der Stadtratsversammlung viel Lob und Zuspruch erhielt. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner betont aber: „Wir wollen hier nicht von Mini-Wiesn oder -Oktoberfest reden. Das Oktoberfest ist einzigartig, das gibt es nur ganz oder gar nicht. Es wird sich auch nicht um Veranstaltungen handeln, sondern um eine andere Art von Aktionen mit vielen Stationen für und mit den Schaustellern. Das hat mit der Wiesn nichts zu tun.“

Auch der Zeitplan für die Aktionen ist noch nicht ganz fix, möglicherweise erfolgt der Startschuss im Juli, beendet werden soll das Ganze vermutlich im September. Unter Umständen kann aber auch schon früher begonnen werden und vielleicht wird der „Sommer in der Stadt“ bei großem Zuspruch auch ein wenig verlängert bis zum 3. Oktober. Ein weiterer Gedanke ist dabei, den Münchnern eine Art Urlaub in der Stadt zu bieten, denn ob ein klassischer Sommerurlaub in 2020 möglich ist, ist wegen Corona zumindest fraglich.

Keine Konkurrenz zu lokalen Geschäften und Lokalen

Wurfbude , Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher
Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher

Beim „Sommer in der Stadt“ handelt es sich um ein Konzept, das nun nach und nach mit Leben gefüllt werden muss. Hierbei werden auch die Bezirksausschüsse in den Stadtteilen eng mit eingebunden, etwa bei der Auswahl von Flächen oder der thematischen Anreicherung.

Denn natürlich sollen die Angebote der Schausteller nicht in Konkurrenz zu den lokalen Geschäften treten, sondern eine Ergänzung sein. Der Gedanke ist dabei, dass eben nicht die hochfrequentierten Hotspots bespielt werden, sondern auch Flächen in weniger zentralen Stadtteilen gefunden werden, um für Anwohner und Besucher neue Erlebnisse zu schaffen.

Aktionen sollen an möglichst vielen verschiedenen Locations stattfinden

Insgesamt soll auf diese Weise eine Zahl an Plätzen im hohen zweistelligen Bereich bespielt werden. Geplant ist, dass Schmankerlverkäufer ihre Spezialitäten, Süßigkeiten und anderen Leckereien auf Wochen- und Bauernmärkten verkaufen dürfen, auch außerhalb der üblichen Markttage. Zudem sollen Partner aus der Großgastronomie, Hotels und Einkaufszentren, aber auch die Stadtwerke mit ihren Freibädern oder der Münchner Tierpark gewonnen werden. Dort könnten dann möglicherweise kleinere Fahrgeschäfte aufgestellt werden.

Die Verbände der Schausteller und Marktkaufleute sollen eine zentrale Rolle einnehmen und die Örtlichkeiten entsprechend mit verschiedenen Angeboten bestücken. Eine weitere Idee ist, verschiedene Locations unter einem Motto zusammenzufassen oder eine Art Themenpfad in den Stadtteilen zu gestalten, damit es trotz der Entzerrung ein stimmiges und stimmungsvolles Gesamterlebnis für die Besucher gibt.

Der Stadtrat hat diesem Konzept grundsätzlich zugestimmt. Das RAW wird sich nun mit Genehmigungsbehörden, Schaustellerverbänden und weiteren Partnern in Verbindung setzen, um die nächsten Schritte zu planen.

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