Hütten im Berchtesgadener Land

Ausblick Berchtesgadener Land , Foto: Berchtesgadener Land Tourismus
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus

Eine sagenumwobene Gebirgswelt – und das nur eine gute Autostunde von München entfernt: Um die Berge rund um Berchtesgaden ranken sich zahlreiche Mythen – allen voran um das Watzmann-Massiv, dessen neun Gipfel angeblich aus einer versteinerten Königsfamilie bestehen. Das kann man glauben oder nicht, Fakt ist jedenfalls, dass es im Berchtesgadener Land zahlreiche schöne Wandertouren gibt, die für einen Tagesflug von München aus bestens geeignet sind. Und in den Hütten lässt sich bei einer gemütlichen Brotzeit entspannen und Energie tanken.

Berchtesgadener Alpen: Beliebtes Ausflugsziel

Die Berchtesgadener Alpen sind Ausflugsziel für viele Wanderer, es gibt einfache Routen für Anfänger ebenso wie anspruchsvolle Wege für Profi-Kletterer. Auch ein Ausflug an den Königssee ist immer eine gute Idee. Von München aus fährt man einfach über die A8 Richtung Salzburg und binnen einer guten Stunde hat man das Berchtesgadener Land erreicht. Wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, steigt man am besten in Berchtesgaden aus und fährt von dort mit Bussen an die schönsten Wanderparkplätze. Auch der Bahnhof Freilassing eignet sich gut, um unkompliziert an schöne Ausgangspunkte für Wanderungen zu gelangen.

Blaueishütte

Blaueishütte, Foto: Blaueishütte/DAV Berchtesgaden
Foto: Blaueishütte/DAV Berchtesgaden

Wer von Ramsau aus eine schöne Wanderung machen möchte, hat mit der Blaueishütte das ideale Ziel. Wenn man zu der 1.680 Meter hoch gelegenen Hütte aufsteigt, wandert man praktisch durch das Herz des Alpennationalparks Berchtesgaden. Oben angekommen, hat man einen wunderbaren Blick auf den Blaueisgletscher und das malerische Tal des Hintersees. Profi-Kletterer nutzen die Blaueishütte als Ausgangspunkt für Touren zu den naheliegenden Gipfeln im Hochkaltergebiet.

Betriebszeiten
: Ab Mitte Mai bis Mitte Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 86 57 / 271

Stöhrhaus

Stöhrhaus, Foto: DAV - Deutscher Alpenverein e.V.
Foto: DAV - Deutscher Alpenverein e.V.

Das Stöhrhaus ist bei Kletterern sehr beliebt. Auf 1.894 Metern in die felsige Landschaft des Untersbergs eingebettet, ist die Wanderung nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Wer aber den anspruchsvollen Weg auf sich nimmt, wird mit der traumhaften Aussicht vom Hochplateau aus belohnt. Ein guter Tipp ist der Aufstieg von Maria Gern aus. Von dort aus erreicht man – wandernd durch waldige Serpentinenlandschaften – das Störhaus in ca. 4 Stunden.

Betriebszeiten
: Ab Mitte Mai bis Mitte Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 86 52/7233 (während der Sommersaison); außerhalb der Saison: 0 86 57/983 933

Kärlingerhaus

Vielleicht einer der idyllischsten Seen Deutschlands: Der Funtensee befindet sich auf rund 1.630 Metern Höhe im „Steinernen Meer“ des Berchtesgadener Landes. Dort steht das Kärlingerhaus – einsam, in bezauberndem Naturpanorama. Der beliebteste Aufstieg von St. Bartholomä aus ist auch für weniger erfahrene Wanderer machbar. Als „Schmankerl“ geht man hier durch die berühmte Saugasse, eine schluchtartige Steilrinne mit zahlreichen Serpentinen. Im Winter sollte man sich übrigens warm einpacken, denn hier wurde 2001 der deutsche Kälterekord mit -45,9 Grad gemessen.

Betriebszeiten: Ab Ende Mai bis Mitte Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 86 52/609 1010

Kührointhütte

Der Watzmann ist wahrscheinlich der bekannteste Berg in den Berchtesgadener Alpen, da er mit 2.713 Meter auch der höchste ist. Eine Gipfelbesteigung ist natürlich nur etwas für Profis, doch die tieferen Gebiete sind gut erschlossen und eignen sich daher auch für einen Ausflug mit der Familie. Zum Beispiel ein Besuch der 1.420 Meter hoch gelegenen Kührointhütte, die man in zwei Stunden vom Parkplatz Hammerstiel in Schönau ohne Schwierigkeiten erreicht – eine Route, die sich übrigens auch bei Mountainbikern großer Beliebtheit erfreut.

Betriebszeiten: Ab Mai bis Ende Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 171/3533369

Kehlsteinhaus

Kehlsteinhaus, Foto: Berchtesgadener Land Tourismus
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus

Von den Nazis erbaut, wurde das Kehlsteinhaus nach dem Zweiten Weltkrieg wegen seiner wundervollen Aussicht dennoch zu einem beliebten Ausflugsziel. Durch die Höhe von über 1.830 Metern hat man einen Panoramablick von bis 200 Kilometern über Berchtesgaden und das Salzburger Land. Allein die Anfahrt mit den extra eingerichteten Bussen ist beeindruckend – auf der 6,5 Kilometer langen Strecke wurden fünf Tunnel in den Berg gesprengt. Vom Parkplatz aus fährt man dann mit dem Lift in die monumentale Anlage hoch.

Betriebszeiten: Ab Anfang Mai bis Ende Oktober
Kontakt: 0 86 52/ 2969

Reichenhaller Haus

Reichenhaller Haus, Foto: DAV - Thomas Bucher
Foto: DAV - Thomas Bucher

Die romantischste Hütte Bayerns? Jedenfalls sieht man vom Reichenhaller Haus bzw. Staufenhaus, wie es auch oft genannt wird, traumhafte Sonnenauf- und -untergänge. Denn wenn man vom Hochstaufen dabei zusieht, wie die Sonne langsam im Chiemsee versinkt, dann hat sich der Aufstieg auf die 1.750 Meter hoch gelegene Hütte schon gelohnt. Empfehlenswert ist beispielsweise der Weg von der Padinger Alm bei Bad Reichenhall über die Bartlmahd.

Betriebszeiten: Ab Anfang Mai bis Mitte Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 86 51/5566

Das Watzmannhaus

Watzmannhaus, Foto: Thomas Gesell, DAV-Sektionen München & Oberland
Foto: Thomas Gesell, DAV-Sektionen München & Oberland

Nördlich unterhalb des Hocheck, einem der drei Haupt-Gipfel des Watzmanns, steht das Watzmannhaus der DAV Sektion München auf 1.930 Metern Höhe mitten im Nationalpark Berchtesgaden. Mit mehr als 200 Schlafplätzen ist das Watzmannhaus eine der größten Hütten in den Berchtesgadener Alpen und eine der meistbesuchten Hütten des Deutschen Alpenvereins überhaupt.

Betriebszeiten: Ab Anfang Mai bis Mitte Oktober
Übernachtung: Matratzen- / Bettenlager
Kontakt: 0 86 52/ 964 222

Allgemeine Hinweise

Kurzfristige Änderungen zu den Angaben sind möglich. Insbesondere Öffnungszeiten und Zugänglichkeit sind häufig witterungsabhängig und sollten vorab bei den jeweiligen Hüttenbetreibern erfragt werden. Es empfiehlt sich, Übernachtungsplätze möglichst im Voraus zu reservieren, da die Kapazitäten oft sehr begrenzt sind.

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