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Schwabing-Tour: Hier kommen unsere Tipps für Entdecker

Denkmal für den Monaco Franze vor dem Café Münchner Freiheit, Foto: muenchen.de / Filippo Ferrara
Foto: muenchen.de / Filippo Ferrara Der "Monaco Franze" Helmut Fischer hat sein Denkmal an der Münchener Freiheit

Extraportion Schwabing-Flair: Bars, Kultur, Parks und Plätze

Schwabing ist ein alter Hut? Von wegen! Wir stellen Euch hier Orte vor, die Münchens vielleicht bekanntesten Stadtteil quicklebendig halten.

Wedekindplatz: Wo Münchens schiefste Laterne leuchtet

Der Wedekindplatz in Schwabing. , Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Sehen und gesehen werden - das gehört in Schwabing bekanntlich dazu. An kaum einem Ort geht das schöner als am Wedekindplatz. Vor allem, weil seit seiner Sanierung 2015 auch der Brunnen wieder schön plätschert. Außerdem: Wann könnt Ihr schon mal neben Münchens wohl schiefster Laterne Platz nehmen?

Das Einzelstück stammt aus dem legendären Lokal "Bei Gisela", in dessen Räumen sich mittlerweile das Vereinsheim befindet. Als Hommage an die verstorbene Wirtin und Kleinkunst-Mäzenin Gisela Jonas, die die "Schwabinger Laterne" einst in einem Chanson besang, wurde die Laterne auf dem Wedekindplatz aufgestellt. Da schau her!

Relaxen zwischen Kunstwerken im Petuelpark

Petuelpark, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read
  • Früher schossen hier Autos durch, heute schieben Mütter ihre Kinderwägen über gekieste Wege: Der Petuelpark im westlichen Schwabing ist Münchens erster Park auf einem Tunneldeckel. Dass Ihr auf dem Dach des Mittleren Rings spaziert, merkt Ihr aber höchstens, wenn Ihr durch die herumstehenden "Periskope" nach unten schaut. Überhaupt stehen in allen Ecken des länglichen Parks skurrile Kunstwerke herum wie die Cowboy-Skulptur "Go", die sich im Kreis dreht.
  • Das Café Ludwig (Anzeige) ist mit seiner riesigen Sonnenterrasse ein echter Hot-Spot im nördlichen Schwabing geworden - und an der unteren Etage des terrassenförmigen Parks fließt gemächlich der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal vorbei. Der Petuelpark ist sicherlich eine der schönsten Grünanlagen der Stadt - auch weil es hier so herrlich entspannt zugeht.
Was hat Schwabing kulinarisch zu bieten?
International oder bayerisch - der Stadtteil schmeckt einfach!
Restaurants in der Übersicht

Italienisches Flair am "Dom von Schwabing"

Kirche St. Ursula in Schwabing, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read


Wir werfen einen Euro ins Phrasenschwein und wiederholen das älteste München-Klischee: Nördlichste Stadt Italiens. Aber was sollen wir machen? Es stimmt halt. Schaut Euch mal die Kirche St. Ursula mit ihrer mächtigen Kuppel und dem freistehenden Glockenturm an - inspiriert von südlichen Vorbildern und mindestens genauso schön. Kommt am Besten an einem lauen Sommerabend vorbei, wenn sich die sonnenbebrillten Schwabinger mit einem Eis in der Hand auf die Treppenstufen vor dem "Dom von Schwabing" hinfläzen und das Leben Leben sein lassen. Wenn das nicht dolce vita ist, was dann?

Der Natur ganz nah: Bummel am Schwabinger See

Der Schwabinger See in München

Mit Geheimtipps ist das so eine Sache - eigentlich sollte man sie für sich behalten, sonst sind sie ja keine Geheimtipps mehr.

  • Aber der Schwabinger See ist einfach zu schön, um unbekannt zu bleiben. Hier kommt Ihr richtig schön zur Ruhe und seid doch mitten in der Stadt. Nehmt Euch ein Buch mit oder verbringt die Zeit mit dem Beobachten der Enten, Gänse und Schwäne, die ebenfalls im Chill-Modus über Wasser schippern. Im See gibt es eine Naturschutzinsel, von der man es manchmal knistern und knacken hört. Ja, dieser See ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

Kultkneipen: Wo man auf das Leben anstößt

Das Barschwein in Schwabing, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Wir führen keine Strichliste mehr darüber, wie oft Schwabing als Ausgehviertel schon totgesagt wurde. Der Block war nämlich voll. Jedenfalls ist allen Unkenrufen zum Trotz die Kneipendichte in Altschwabing immer noch enorm. Und auch Corona wird das nicht ändern.

Kultcharakter besitzt etwa der Pilsdoktor nördlich der Münchner Freiheit, wo eine Modelleisenbahn die Schnapsgläser herbeikutschiert. Im Barschwein (Foto) ist das Publikum eher jung und die Bierauswahl groß.

Das Trumpf oder Kritisch gibt’s noch nicht ganz so lange, aber kultig ist der Laden trotzdem schon. Liegt natürlich daran, dass hier Kartenspielen explizit erwünscht ist, wie der Name schon vermuten lässt, und sich somit die moderne Wirtshaus-Atmosphäre perfekt mit bayerischem Kulturgut mischt.

 

Seidlvilla und Nikolaiplatz: Oasen der Ruhe

Zwei Männer stoßen am Nikolaiplatz an, Foto: Leonie Liebich
Foto: Leonie Liebich

Ja, die Leopoldstraße ist tatsächlich nur einen Steinwurf entfernt. Und doch geht es am Nikolaiplatz ziemlich ruhig zu.

  • Vor allem im Innenhof der Seidlvilla könnt Ihr schon mal einen ganzen ungestörten Nachmittag in der Sonne verbringen. Im Kulturzentrum finden nicht nur Poetry Slams, Konzerte und Kurse statt - es ist auch ein gemütlicher Nachbarschaftstreff. Derzeit gelten auch hier spezielle Corona-Regeln, informiert Euch daher vor dem Besuch nochmal auf der Website der Seidlvilla
  • Aber weil Essen und Bier bekanntlich die Grundlage von allem sind, ist es gut, dass es den urgemütlichen Imbiss "Alles wurscht" nebenan gibt. Hier findet Ihr auch einen von Münchens kleinsten, aber nettesten Biergärten.

Kleinkunst, die so gerne begeistern würde: Kabarett und Theater

Münchner Lach- und Schießgesellschaft, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Willkommen im Kabarett-Mekka! Das heißt: Derzeit handelt es sich eher um eine Kabarett-Wüste. Vor Corona konntet Ihr rund um die Occamstraße schon mal Bruno Jonas, Andreas Rebers oder Josef Hader vor ihren Auftritten begegnen. Doch für die schnuckeligen, aber kleinen Häuser lohnt sich derzeit kein Spielbetrieb. Zumindest ein wenig Kleinkunst-Flair könnt Ihr beim Bummel durchs Viertel erahnen...

  • In der Theaterkneipe Vereinsheim finden eigentlich Poetry Slams und kultige Lesebühnen wie die "Schwabinger Schaumschläger Show" statt - hier hat immerhin der Kneipenbetrieb geöffnet.
  • Von Dieter Hildebrandts legendärer Kabarettbühne Lach- und Schießgesellschaft habt Ihr bestimmt schon mal gehört - hier soll es erst am 28.10. weitergehen. Ein neues Ensemble steht schon in den Startlöchern.
  • Die größte Bühne für Kabarett ist in Schwabing das Lustspielhaus. Und das befindet sich vorläufig im Exil: Mit einem Open-Air-Programm am Deutschen Museum unter dem Titel "Eulenspiegel Flying Circus".
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