Schwabing-Tour: 7 Tipps für Entdecker

Bayern Slam 2017 im Vereinsheim Schwabing, Foto: muenchen.de/Katy Spichal
Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Extraportion Schwabing-Flair

Schwabing ist ein alter Hut? Von wegen! Wir stellen Euch 7 Dinge vor, die Münchens vielleicht bekanntesten Stadtteil quicklebendig halten.

Kleinkunst, die begeistert: Kabarett und Poetry Slams


Willkommen im Kabarett-Mekka! Rund um die Occamstraße begegnet Ihr schon mal Bruno Jonas, Andreas Rebers oder Josef Hader, die vor ihren Auftritten noch kurz frische Luft schnappen. Das Lustspielhaus gehört zu Deutschlands schönsten Kabarett-Bühnen, in der Theaterkneipe Vereinsheim finden Poetry Slams und kultige Lesebühnen wie die "Schwabinger Schaumschläger Show" statt. Von der legendären Lach- und Schießgesellschaft habt Ihr bestimmt schon mal gehört, und fast nebenan steht das TamS für anspruchsvolles Theater. Zu guter Letzt wäre da noch das Heppel&Ettlich, wo neben Kleinkunst auch der beliebte "International Songwriters Evening" seinen Platz hat.

Kultkneipen: Wo man auf das Leben anstößt

Das Barschwein in Schwabing, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read


Wir führen keine Strichliste mehr darüber, wie oft Schwabing als Ausgehviertel schon totgesagt wurde. Der Block war nämlich voll. Jedenfalls ist allen Unkenrufen zum Trotz die Kneipendichte in Altschwabing immer noch enorm. Da wären zum Beispiel die stadtbekannte Schwabinger 7 oder das altbewährte Café Rennbahn. Doch Kultcharakter besitzt auch der Pilsdoktor nördlich der Münchner Freiheit, wo eine Modelleisenbahn die Schnapsgläser herbeikutschiert. Einen hippen Indie-Anstrich hat die Kiste in der Siegesstraße. Im Barschwein (Foto) ist das Publikum eher jung und die Bierauswahl groß.

Wedekindplatz: Wo Münchens schiefste Laterne leuchtet

Der Wedekindplatz in Schwabing. , Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Sehen und gesehen werden - das gehört in Schwabing bekanntlich dazu. An kaum einem Ort geht das schöner als am Wedekindplatz (Bild oben). Vor allem, weil seit seiner Sanierung 2015 auch der Brunnen wieder schön plätschert. Außerdem: Wann könnt Ihr schon mal neben Münchens wohl schiefster Laterne Platz nehmen? Das Einzelstück stammt aus dem legendären Lokal "Bei Gisela", in dessen Räumen sich mittlerweile das Vereinsheim befindet. Als Hommage an die verstorbene Wirtin und Kleinkunst-Mäzenin Gisela Jonas, die die "Schwabinger Laterne" einst in einem Chanson besang, wurde die Laterne auf dem Wedekindplatz aufgestellt. Da schau her!

Seidlvilla und Nikolaiplatz: Oasen der Ruhe

Zwei Männer stoßen am Nikolaiplatz an, Foto: Leonie Liebich
Foto: Leonie Liebich


Ja, die Leopoldstraße ist tatsächlich nur einen Steinwurf entfernt. Und doch geht es am Nikolaiplatz ziemlich ruhig zu. Vor allem im Innenhof der Seidlvilla könnt Ihr schon mal einen ganzen ungestörten Nachmittag in der Sonne verbringen. Im Kulturzentrum finden nicht nur Poetry Slams, Konzerte und Kurse statt - es ist auch ein gemütlicher Nachbarschaftstreff. Aber weil Essen und Bier bekanntlich die Grundlage von allem sind, ist es gut, dass es den urgemütlichen Imbiss "Alles wurscht" nebenan gibt. Hier findet Ihr auch einen von Münchens kleinsten, aber nettesten Biergärten.

Relaxen zwischen Kunstwerken im Petuelpark

Stimmung im Petuelpark, Foto: Mark Read
Foto: Mark Read


Früher schossen hier Autos durch, heute schieben Mütter ihre Kinderwägen über gekieste Wege: Der Petuelpark ist Münchens erster Park auf einem Tunneldeckel. Dass Ihr auf dem Dach des Mittleren Rings spaziert, merkt Ihr aber höchstens, wenn Ihr durch die herumstehenden "Periskope" nach unten schaut. Überhaupt stehen in allen Ecken des länglichen Parks skurille Kunstwerke herum wie die Cowboy-Skulptur "Go", die sich im Kreis dreht. Das Café Ludwig ist mit seiner riesigen Sonnenterrasse ein echter Hot-Spot im nördlichen Schwabing geworden - und an der unteren Etage des terrassenförmigen Parks fließt gemächlich der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal vorbei. Der Petuelpark ist sicherlich eine der schönsten Grünanlagen der Stadt - auch weil es hier so herrlich entspannt zugeht.

Italienisches Flair am "Dom von Schwabing"

Kirche St. Ursula in Schwabing, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read


Wir werfen einen Euro ins Phrasenschwein und wiederholen das älteste München-Klischee: Nördlichste Stadt Italiens. Aber was sollen wir machen? Es stimmt halt. Schaut Euch mal die Kirche St. Ursula mit ihrer mächtigen Kuppel und dem freistehenden Glockenturm an - inspiriert von südlichen Vorbildern und mindestens genauso schön. Kommt am Besten an einem lauen Sommerabend vorbei, wenn sich die sonnenbebrillten Schwabinger mit einem Eis in der Hand auf die Treppenstufen vor dem "Dom von Schwabing" hinfläzen und das Leben Leben sein lassen. Wenn das nicht dolce vita ist, was dann?

Der Natur ganz nah: Bummel am Schwabinger See

Schwabinger See mit den Highlight Towers im Hintergrund, Foto: Michael Neißendorfer
Foto: Michael Neißendorfer


Mit Geheimtipps ist das so eine Sache - eigentlich sollte man sie für sich behalten, sonst sind sie ja keine Geheimtipps mehr. Aber der Schwabinger See ist einfach zu schön, um unbekannt zu bleiben. Hier kommt Ihr richtig schön zur Ruhe und seid doch mitten in der Stadt. Nehmt Euch ein Buch mit oder verbringt die Zeit mit dem Beobachten der Enten, Gänse und Schwäne, die ebenfalls im Chill-Modus über Wasser schippern. Im See gibt es eine Naturschutzinsel, von der man es manchmal knistern und knacken hört. Ja, dieser See ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Wenn Ihr nach der Entspannung doch noch Action braucht:  das Ungererbad ist gleich nebenan.

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